Workshop Alles vergeht, ausser der Vergangenheit

Alles vergeht, außer der Vergangenheit © Chéri Samba

Do, 02.05.2019 -
Fr, 03.05.2019

Iselp

Boulevard de Waterloo 31
1000 Brüssel

Debatten zur Auseinandersetzung mit den Spuren der Kolonialzeit

„Alles vergeht, außer der Vergangenheit“  ist das neue, großangelegte Projekt des Goethe-Institut Brüssel. Es konzentriert sich auf den Umgang mit dem kolonialen Erbe in Belgien, Frankreich, Italien, Portugal und Spanien. Im Zentrum steht die künstlerisch-diskursive Auseinandersetzung mit einer Vergangenheit, die in den Museen, im öffentlichen Raum und in den Bildarchiven der Region gegenwärtig bleibt.

2019 werden mit verschiedenen Partnern insgesamt vier internationale Workshops organisiert, die von öffentlichen Debatten, Vorträgen sowie lecture performances begleitet werden. Verschiedene Expert*innen von Museen und Sammlungen, Aktivist*innen, Künstler*innen und Theoretiker*innen treten dabei in Dialog und diskutieren Kontroversen, blinde Flecken und Perspektiven. Ziel ist, bisher isolierte Diskurse miteinander zu verzahnen und einen entscheidenden Beitrag zur Dekolonialisierung des Nordens zu leisten. Der erste Workshop wird am 2. und 3. Mai 2019 in Brüssel gemeinsam mit dem AfricaMuseum Tervuren und dem Kunstzentrum L’ISELP veranstaltet. Im Zentrum stehen dabei die Fragen: Ist Restitution das ethische Gebot der Stunde? Wie lässt sich das Zirkulieren der Objekte vorstellen? Und was können Künstler*innen in diesem Kontext leisten?

Folgende Veranstaltungen sind gegen Anmeldung frei zugänglich:

Am 2. Mai gibt es ab 13.45 Uhr zwei öffentliche Performances von Grace Ndiritu ("Healing the Museum") und Laurent d'Ursel ("Impassible musée et impossible passé") im AfrikaMuseum Tervuren, die sich aus künstlerischer Perspektive dem Thema annähern. Abends besteht die Möglichkeit, ab 19:30 Uhr im L’ISELP an einem Roundtable-Talk mit Aktivist*innen und Künstler*innen teilzunehmen, welcher die Chance zu Austausch und Diskussion bietet.

Am 3. Mai berichtet ab 14 Uhr die Kuratorin und Ethnologin Clémentine Deliss im L’ISELP unter dem Titel "WALKING THROUGH. Thoughts on the metabolic constitution of the museum and its collections" von ihrer kuratorischen Praxis und diskutiert Fragen der Restitution sowie der Aufarbeitung kolonialer Schuld. Im Anschluss besteht für die Teilnehmenden ab 16 Uhr die Gelegenheit, an einer "Postkolonialen Stadt Tour" gemeinsam mit dem Künstlerkollektiv Mémoire Coloniale et Lutte contre les Discriminations teilzunehmen.


Anmeldung per E-mail unter: kultur-praktikum1-bruessel@goethe.de

 
 

 

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