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"Idealismus in Farbe" von Atentamente una Fresa

Atentamente una Fresa - Idealismo en Colores
©Daniel Espinoza Cisne

Ein Wandbild wie "Idealismus in Farben" bietet mehrere Möglichkeiten der Interpretation. Für die Schöpferin, Stadtkünstlerin Atentamente una fresa, spricht ihr Werk über Technologie, Identität, das Land, in dem sie lebt und zu dem sie gehört.

Aber sie berührt auch andere Themen, wie die Beseitigung der sozialen Klassen, Bildung, individuelle Anerkennung, Zugang zu Informationen; Zugang zu den Medien, verschiedene Ausdrucksformen und Sozialismus.

Nach den eigenen Worten der Künstlerin waren dies ihre größten Herausforderungen im Hinblick auf den Entstehungsprozess ihres Wandbildes:

"Dieses Werk zu malen, war wirklich schwierig, vor allem wegen der Höhe, und natürlich, weil wir in diesem speziellen Fall weder einen Kran noch eine elektrische Plattform hineinbekommen haben, denn es handelt sich um ein antikes Gebäude, an dem wir malten. Wir mussten also ein Gerüst verwenden, es waren viele Meter und eine sehr schwierige Höhe. Das bedeutete den ganzen Tag klettern und Farben unter der Sonne tragen. Was also die Herausforderungen betrifft, so war die Höhe der schwierige Teil, es ist wie eine Sportart".

  • Idealismo en Colores 1 © Daniel Espinoza Cisne

  • Idealismo en Colores 2 ©Daniel Espinoza Cisne

  • Idealismo en Colores 3 ©Daniel Espinoza Cisne

  • Idealismo en Colores 4 © Daniel Espinoza Cisne

  • Idealismo en Colores 5 © Daniel Espinoza Cisne

Zum Hintergrund von Atentamente una fresa: sie hat Industriedesign studiert und spezialisierte sich auf Bildhauerei, Animation und Malerei. Sie begann Wände zu intervenieren um Betrachtende auf eine Reise in surrealistische Welten mitzunehmen. In all ihren Werken sind die Stile "Pop-Surrealismus" und Lowbrow-Kunst* präsent. Bezeichnend für Lowbrow ist die spielerisch-humoristische Verarbeitung und Vermischung von Objekten aus der Popkultur nach Art des Surrealismus und des phantastischen Realismus.

All diese Elemente finden sich auch in ihrer Arbeit "Idealismus in Farben" wieder, in der eine große Figur, die an einem schwarz-weißen Quetzalcóatl hängt, besonders zur Geltung kommt. An den Beinen gehalten, streckt die Figur in Senfhosen und einem wasserblauen Pullover die Arme aus, um zwei andere Figuren zu stützen, die ein Buch und einen Computer in der Hand halten.

...wenn du deine Ängste hinter dir lässt, wirst du Teil der Gesellschaft, wenn du Kritik akzeptierst, Kommentare und alles Weitere, dann wächst du auf eine exponentielle Art und Weise, und je mehr du teilst, desto mehr wächst du.

Atentamente una fresa

Über die Künstlerin

Atentamente una fresa ©Daniel Espinoza Cisne
Atentamente una fresa ist eine mexikanische Malerin, die ihre Karriere wie im Bilderbuch begann: "Ich fing an in lokalen Umgebungen zu malen. Im Unterschied zu anderen Künstler*innen, deren anfängliche Arbeit illegal entstand.“ Weniger aus fehlendem Mut, eine Mauer zu bemalen als eher „weil du als Frau in Mexiko ein großes Risiko eingehst, wenn du etwas am Rande der Illegalität machst, auch wenn es sich um Kunst handelt".

Ihre erste Wandmalerei entstand im Haus ihrer Mutter, später folgten weitere an der Universität. Doch ihre wirkliche Lehre begann, als sie Senco kennenlernte. „Mit ihm arbeitete ich einige Monate und so lernte ich die Szene kennen, andere Künstler, die mich unterstützten und meine Freunde wurden“, erklärte sie.

Wer die Arbeit von Atentamente una fresa kennenlernt, wird sie aufgrund ihrer speziellen Figuren nicht mehr vergessen. Figuren, die sich auf der Fassade in die Länge ziehen oder schrumpfen, Posen einnehmen und dabei ein Buch lesen oder in eine von der Malerin geschaffenen Ecken blicken.

Zusatzinfos

Eine Wand in elf Metern Höhe zu bemalen ist eine Herausforderung, vor allem wenn dabei noch das Wetter eine Rolle spielt. “Abgesehen von der Größenordnung und Höhe musste ich dem Regen trotzen, denn ich malte im September”, (Regenzeit in Mexiko-Stadt) bemerkt Atentamente una fresa. Letztendlich ist die Höhe einer der Faktoren, die die Wandmaler bei ihrer Arbeit am meisten herausfordert: „Die Höhe ist komisch und zwingt dich, unter starkem Druck zu arbeiten, ich spreche nicht von Stress, aber von Adrenalin.
 
 




 

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