Macht mit bei unserer Filmwoche
Kino|Reihe: Die Kunst in schwierigen Zeiten
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Goethe-Institut Kolumbien, Bogotá
- Sprache Deutsch mit spanischen Untertiteln
- Preis Eintritt frei
Die Kunst, egal ob in Form von Literatur, Musik, bildender Kunst oder Malerei inspiriert sich durch die sie umgebende Realität. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe begleiten uns Künstler, die, geprägt von ihrer Zeit und dem Raum in dem sie sich bewegen, Geschichten spinnen, die voll und ganz menschlich sind und wo Lachen, Wille, Schmerz und Tod ihren Platz finden.
Wähle Deine drei Favoriten aus diesen fünf Filmen aus:
Wildes Herz
Regie: Charly Hübner und Sebastian Schultz, 94 Min., 2017
„Bleiben oder gehen?“, so heißt ein Song von „Feine Sahne Fischfilet“, einer der erfolgreichsten deutschen Punkbands. Die Frage trifft ins Mark mehrerer Generationen ehemaliger Bürger der DDR. Das Herz der Band: Jan „Monchi“ Gorkow, dessen politischer Weg – von der zu Krawall und Randale bereiten Szene der Ultra-Fußballfans hin zu einer musikalischen Galionsfigur gegen den wachsenden Rechtsextremismus – auch ganz anders hätte verlaufen können. Das „Wilde Herz“ des Titels schlägt in einem zornigen, dreißigjährigen jungen Mann, der, physisch und emotional übergewichtig, den Sinn seiner Kraft und Stärke im aktuellen Antifaschismus gefunden hat.
Ich und Kaminski
Regie: Wolfgang Becker, 120 Min., 2015
Deutschland in den Neunzigern: Der Kunstkritiker Sebastian Zöllner sucht den großen Erfolg: Er will ein Enthüllungsbuch über Manuel Kaminski schreiben; der einst prominente, nun fast vergessene Maler, Schüler von Matisse und Freund von Picasso hat sich in ein Chalet in Graubünden zurückgezogen und soll längst erblindet sein. Zöllner spürt ihn auf, dringt skrupellos in dessen Leben ein, stiehlt einige seiner späten Bilder und verführt ihn zu einer Reise nach Belgien. Dort soll Kaminskis totgeglaubte Jugendliebe Theresa leben. Unterwegs beginnt Zöllner zu ahnen, dass ihm der alte Mann hoch überlegen sein könnte.
Vor der Morgenröte
Regie: Maria Schrader, 102 Min., 2016
1936: Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig ist vor den Nazis aus Europa geflohen. In Rio erlebt er ein Festbankett zu seinen Ehren, in Buenos Aires nimmt er am P.E.N.- Kongress teil. Im Januar 1941 kommt er nach New York, trifft seine erste Frau wieder und klagt über die vielen Hilfsgesuche aus Europa, die ihn nicht zum Schreiben kommen lassen. Im Herbst lebt er mit seiner zweiten Frau Lotte im brasilianischen Petrópolis und arbeitet an seiner „Schachnovelle“. Mit Vor der Morgenröte ist Maria Schrader ein eindringlicher und unterschwellig brandaktueller Film zum Thema „Exil“ gelungen, der auch ein Stück europäischer Kulturgeschichte reflektiert. Mit Josef Hader hat die Regisseurin einen genialen Hauptdarsteller gefunden.
Beuys
Regie: Andres Veiel, 107 Min., 2017
Kaum ein deutscher Kulturschaffender des 20. Jahrhunderts war ähnlich umstritten wie der Aktionskünstler, Bildhauer, Zeichner, Kunsttheoretiker und zeitweilige Professor Joseph Beuys (1921-1986). Sein Werk befasste sich mit einem neuen, erweiterten Kunstbegriff, der auch das politische Mitgestalten der Gesellschaft einschloss. Andres Veiel begibt sich mit seinem Dokumentarfilm auf eine umfangreiche Spurensuche; er fördert eine Fülle zum Teil unbekannten Archivmaterials zu Tage und lässt Zeitzeugen wie Klaus Staeck zu Wort kommen. In der Summe entsteht eine Collage aus Bild- und Tondokumenten, die allen Betrachtern einen Zugang zum komplexen Werk von Beuys ermöglicht.
Käthe Kollwitz, Bilder eines Lebens
Regie: Ralf Kirsten, 93 Min., 1986
Käthe Kollwitz ist 47 Jahre zu Beginn des ersten Weltkrieges, bekannt, geschätzt und Inhaberin mehrerer Preise. Ihr jüngster Sohn Peter meldet sich zu ihrem Entsetzen freiwillig als Soldat und fällt bereits zwei Wochen später. Dieses schmerzliche Ereignis wird sie nie wieder loslassen und findet Niederschlag in ihrer Kunst. Das blutige Ende der Novemberrevolution zerstört ihre Hoffnung auf eine baldige Verbesserung der Lebensverhältnisse, doch mit ihrer Kunst tritt sie auch weiter dafür ein
Stimm vom 3.05 bis zum 17.05.2019 auf unseren Social Media Kanälen ab!
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Wildes Herz
Regie: Charly Hübner und Sebastian Schultz, 94 Min., 2017
„Bleiben oder gehen?“, so heißt ein Song von „Feine Sahne Fischfilet“, einer der erfolgreichsten deutschen Punkbands. Die Frage trifft ins Mark mehrerer Generationen ehemaliger Bürger der DDR. Das Herz der Band: Jan „Monchi“ Gorkow, dessen politischer Weg – von der zu Krawall und Randale bereiten Szene der Ultra-Fußballfans hin zu einer musikalischen Galionsfigur gegen den wachsenden Rechtsextremismus – auch ganz anders hätte verlaufen können. Das „Wilde Herz“ des Titels schlägt in einem zornigen, dreißigjährigen jungen Mann, der, physisch und emotional übergewichtig, den Sinn seiner Kraft und Stärke im aktuellen Antifaschismus gefunden hat.
Ich und Kaminski
Regie: Wolfgang Becker, 120 Min., 2015
Deutschland in den Neunzigern: Der Kunstkritiker Sebastian Zöllner sucht den großen Erfolg: Er will ein Enthüllungsbuch über Manuel Kaminski schreiben; der einst prominente, nun fast vergessene Maler, Schüler von Matisse und Freund von Picasso hat sich in ein Chalet in Graubünden zurückgezogen und soll längst erblindet sein. Zöllner spürt ihn auf, dringt skrupellos in dessen Leben ein, stiehlt einige seiner späten Bilder und verführt ihn zu einer Reise nach Belgien. Dort soll Kaminskis totgeglaubte Jugendliebe Theresa leben. Unterwegs beginnt Zöllner zu ahnen, dass ihm der alte Mann hoch überlegen sein könnte.
Vor der Morgenröte
Regie: Maria Schrader, 102 Min., 2016
1936: Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig ist vor den Nazis aus Europa geflohen. In Rio erlebt er ein Festbankett zu seinen Ehren, in Buenos Aires nimmt er am P.E.N.- Kongress teil. Im Januar 1941 kommt er nach New York, trifft seine erste Frau wieder und klagt über die vielen Hilfsgesuche aus Europa, die ihn nicht zum Schreiben kommen lassen. Im Herbst lebt er mit seiner zweiten Frau Lotte im brasilianischen Petrópolis und arbeitet an seiner „Schachnovelle“. Mit Vor der Morgenröte ist Maria Schrader ein eindringlicher und unterschwellig brandaktueller Film zum Thema „Exil“ gelungen, der auch ein Stück europäischer Kulturgeschichte reflektiert. Mit Josef Hader hat die Regisseurin einen genialen Hauptdarsteller gefunden.
Beuys
Regie: Andres Veiel, 107 Min., 2017
Kaum ein deutscher Kulturschaffender des 20. Jahrhunderts war ähnlich umstritten wie der Aktionskünstler, Bildhauer, Zeichner, Kunsttheoretiker und zeitweilige Professor Joseph Beuys (1921-1986). Sein Werk befasste sich mit einem neuen, erweiterten Kunstbegriff, der auch das politische Mitgestalten der Gesellschaft einschloss. Andres Veiel begibt sich mit seinem Dokumentarfilm auf eine umfangreiche Spurensuche; er fördert eine Fülle zum Teil unbekannten Archivmaterials zu Tage und lässt Zeitzeugen wie Klaus Staeck zu Wort kommen. In der Summe entsteht eine Collage aus Bild- und Tondokumenten, die allen Betrachtern einen Zugang zum komplexen Werk von Beuys ermöglicht.
Käthe Kollwitz, Bilder eines Lebens
Regie: Ralf Kirsten, 93 Min., 1986
Käthe Kollwitz ist 47 Jahre zu Beginn des ersten Weltkrieges, bekannt, geschätzt und Inhaberin mehrerer Preise. Ihr jüngster Sohn Peter meldet sich zu ihrem Entsetzen freiwillig als Soldat und fällt bereits zwei Wochen später. Dieses schmerzliche Ereignis wird sie nie wieder loslassen und findet Niederschlag in ihrer Kunst. Das blutige Ende der Novemberrevolution zerstört ihre Hoffnung auf eine baldige Verbesserung der Lebensverhältnisse, doch mit ihrer Kunst tritt sie auch weiter dafür ein
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Links zum Thema
Ort
Goethe-Institut Kolumbien
Cra. 11a #93-52
Bogotá
Kolumbien
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Bogotá
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