|

19:00–22:00 Uhr

Foodprint

Ausstellungseröffnung|The Mediterranean Diet Revisited

  • ΕΜΣΤ - Nationales Museum für Zeitgenössische Kunst, Athen, Athen

  • Preis frei

 © Elena Heatherwick http://

 © Elena Heatherwick

Eine Fotoausstellung im Nationalen Museum für Zeitgenössische Kunst (ΕΜΣΤ) erzählt die Entstehungsgeschichte der mediterranen Ernährung und erforscht, warum sie für unser heutiges Leben so relevant ist. 
 
Fotografien fünf europäischer Künstler*innen werfen ein Licht auf eine Lebens- und Ernährungsweise, die seit Jahrhunderten im Mittelmeerraum praktiziert wird und heute vor allem im Hinblick auf aktuelle globale Herausforderungen von großer Aktualität ist.  
 
Die Arbeiten entstanden in Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, Marokko, Kroatien und Zypern – den sieben Ländern, in denen die mediterrane Ernährungsform zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt wurde.  
 
Das Fotografie-Projekt  Foodprint möchte zu Veränderungen anregen und ein europäisches Publikum mit der Vergangenheit einer Region vertraut machen, die, obwohl von Armut und Hunger geprägt, die gesündeste und nachhaltigste Ernährung der Welt hervorgebracht hat.  
  
Seit der ersten Station in Istanbul (‎Salt Beyoğlu) im Oktober 2022 reist die Wanderausstellung durch den Mittelmeerraum. Ab dem 14. September 2023 wird Foodprint im Nationalen Museum für zeitgenössische Kunst (EMST) in Athen zu sehen sein. 

Während der gesamten Ausstellung finden Sonderveranstaltungen, Dokumentarfilmvorführungen und Workshops zum Thema ebenfalls im ΕΜΣΤ statt.
 
Foodprint wurde von Anemon Productions (Athen) initiiert und im Rahmen des Programms Creative Europe der Europäischen Union gefördert. Hauptpartner ist das Goethe-Institut Athen; weitere Projektpartner in Griechenland sind das griechische Ministerium für Kultur und Sport, die Piraeus Bank Group Cultural Foundation, die Stadt Athen sowie das Museum für kykladische Kunst. 
 

DIE FOTOGRAF*INNEN

Die britische Fotografin Elena Heatherwick reiste auf die Insel Kreta, um das Thema kulinarisches Erbe zu erforschen. Sie verbrachte Zeit mit einer Familie, die eine kleine Taverne in einer abgelegenen Bergregion betreibt. Drei Generationen sind an der Herstellung von Lebensmitteln wie Käse und Gemüse beteiligt und ernten auch saisonale Wildpflanzen aus den Bergen.

Der deutsche Fotograf Johann Clausen besuchte Kroatien, hielt die Landschaft an der Ostküste der Adria fest und erkundete visuell eine der wichtigsten Zutaten beim Kochen und bei der Konservierung von Lebensmitteln: Salz. Auf Zypern fotografierte er eine futuristische Containerfarm, in der frisches Gemüse angebaut wird, das vor den extremen Sommertemperaturen auf der Insel geschützt ist, und schuf eine Reihe von Porträts von Früchten, die in einem verlassenen Obstgarten wachsen und deren Schönheit auf zeitlose Weise zum Vorschein kommt.

Die griechische Fotografin Myrto Papadopoulou reiste nach Marokko und fotografierte eine Gemeinschaft in der abgelegenen Bergregion von Taounate. Die Mitglieder der Gemeinschaft ernähren sich saisonal und pflanzlich, da Fleisch zu teuer ist. Sie haben eine enge Beziehung zu ihrer Umwelt und nehmen an, was sie ihnen bietet.

Der Niederländer Chris de Bode reiste nach Spanien, um sich mit den gesundheitlichen Vorteilen der mediterranen Ernährung zu befassen. Dort fotografierte er ein Team von Wissenschaftlern der Universität Navarra, die eine der weltweit führenden Studien über die mediterrane Ernährung namens PREDIMED+ durchführen. In Italien untersuchte Chris die Themen Gastronomie, Kreativität und Innovation anhand einer Reihe von Porträts von Kochstudent*innen in Brescia.

Die spanische Fotografin Maria Contreras Coll besuchte die portugiesische Insel Culatra, um zu dokumentieren, wie die örtliche Gemeinschaft der Muschelsammler*innen von Verschmutzung, Erwärmung und Überfischung betroffen ist und wie ihre Lebensgrundlage mit dem Meer zusammenhängt.