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Griechenland Athen

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12:30–15:00 Uhr

Fortbildung für Bibliothekar*innen

Fortbildung |Zu Umweltmanagementsystemen 

  • Goethe-Institut Athen, Athen

  • Sprache Griechisch
  • Preis Eintritt frei
  • Teil der Reihe: BiblioGreen

 © Goethe-Institut Athen

Im Rahmendes Programms BiblioGreen– Nachhaltige Bibliotheken und der Aktionsreihe „Stadt · Umwelt · Kultur: Wo Stadt lebt, blüht Wissen“ richtet sich diese Fortbildung an Bibliothekar*innen, die ihre Einrichtungen auf dem Weg zu nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Betriebsmodellen unterstützen möchten.

Ausgehend von der Bibliothek als lebendigem Ort des Wissens, der Kultur und des gesellschaftlichen Engagements vermittelt die Fortbildung ein praxisnahes Verständnis der Klimakrise sowie der Einführung nachhaltiger Organisationsstrukturen. Die Teilnehmenden lernen konkrete Werkzeuge kennen, um ökologische Handlungsfelder und Entwicklungsmöglichkeiten in Bereichen wie Energie, Ressourcen, Beschaffung, Dienstleistungen und Infrastruktur zu identifizieren.

Ziel der Fortbildung ist es, umsetzbare Maßnahmen für den bibliothekarischen Alltag zu erarbeiten und die Rolle der Bibliothek als aktive Partnerin in Netzwerken ökologischer Bildung und gemeinschaftlicher Umweltinitiativen zu stärken.

Einführung in den Klimawandel & organisatorische Handlungsstrategien

Nachhaltige Entwicklung und Resilienz:
Grundbegriffe und Auswirkungen des Klimawandels auf bauliche Infrastruktur, Betriebsabläufe und bibliothekarische Dienstleistungen, darunter Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle für Sammlungen, Energieverbrauch, der Umgang mit extremen Wetterereignissen sowie die Sicherstellung der betrieblichen Kontinuität.

Klimakrise & Organisationen: Praxisbeispiele aus Bibliotheken sowie aus Kultur- und Wissenseinrichtungen zur Einführung nachhaltiger Strukturen, etwa in den Bereichen Energie- und Ressourcenmanagement, umweltbewusste Beschaffung, Abfall- und Veranstaltungsmanagement sowie Maßnahmen zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks.

Offene Fragerunde und Diskussion: Gemeinsame Sammlung von Fragen und Herausforderungen, Identifikation spezifischer Bedürfnisse je Bibliothekstyp sowie Ermittlung möglicher Synergien mit lokalen Partnern und der Gemeinschaft.

Umweltbezogene Organisationssysteme in Bibliotheken


Grundlagen umweltbezogener Organisationssysteme:
Einführung in zentrale Prinzipien, organisatorische Abläufe, Dokumentationsanforderungen sowie in den Kreislauf der kontinuierlichen Verbesserung – veranschaulicht anhand konkreter Beispiele aus dem Bibliothekskontext.

Zertifizierung und Mehrwert nachhaltiger Systeme:
Anforderungen, Nutzen und Mehrwert formaler Umweltmanagementsysteme für Betrieb, Governance und Transparenz sowie für Förder- und Kooperationsmöglichkeiten. Darstellung von Wegen zu einem schrittweisen und realistischen Einstieg.

Praxisarbeit in Gruppen:
Analyse möglicher Verbesserungen im eigenen Arbeitsumfeld (z. B. Energie und Klima, Beschaffung, Druckprozesse, Abfallmanagement, digitale Infrastruktur, nachhaltige Veranstaltungen). Ziel ist die Auswahl von zwei bis drei unmittelbar umsetzbaren Maßnahmen sowie die Definition einfacher Indikatoren zur Erfolgskontrolle.

Mehrwert für die Bibliothek

Durch die Teilnahme an der Fortbildung gewinnt die Bibliothek:

• Sensibilisierung der Mitarbeitendenfür zentrale soziale und ökologische Herausforderungen sowie für deren Auswirkungen auf den Bibliotheksbetrieb.

• Stärkung der Verbindung zwischen Umwelt und Arbeitskultur, aufbauend auf einem gemeinsamen Verständnis von Zielen, Rollen und nachhaltigen Arbeitsweisen.

• Verknüpfung von Theorie und Praxis im Bereich ökologischer Maßnahmen mit Fokus auf Abläufe, die sich realistisch in den bibliothekarischen Alltag integrieren lassen.

• Dokumentation guter Umweltpraktiken sowie Entwicklung eines praxisnahen Verbesserungsplans, der als Grundlage für weitere Schritte, Kooperationen und mögliche zukünftige Zertifizierungen dienen kann.

Anmeldung zur Fortbildung bis 13.02.2026.

Über die Fortbildungsleiterin

Domniki Vagiati

Domniki Vagiati, geboren 1996 in Thessaloniki, Griechenland, ist Pädagogin, Projektmanagerin, Tänzerin und Performerin mit einem besonderen Fokus auf Teamarbeit und kollaborative Prozesse. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Bildung, Kunst und Nachhaltigkeit. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Psychopädagogik, Umweltbildung, den Commons sowie in der künstlerischen Auseinandersetzung mit Raum. Sie interessiert sich insbesondere für die verkörperte und multimodale Interaktion von Schüler*innen mit öffentlichen Räumen – und wie diese Räume durch Wahrnehmung, Erfahrung und Darstellung mit Bedeutung aufgeladen werden. Sie studierte Pädagogik (BA) und absolvierte einen Master in Kunst & Bildung. Berufliche Stationen führte sie an Schulen in Finnland und Dänemark.
Seit 2020 ist sie als COO der Umweltorganisation Mamagea tätig, wo sie nachhaltige Projekte mit Schulgemeinschaften entwickelt und umsetzt. Ziel ist es, öffentliche Schulen durch partizipativ gestaltete grüne Infrastrukturen in lebendige Lernorte und Zentren ökologischer Kreativität zu verwandeln.