Film NAZISMUS AUS DER SICHT DER SIEGER UND BESIEGTEN

Sterne 1 @ PROGRESS Film-Verleih, Foto: Lotte Michailowa

Mo, 08.10.2018 -
Mi, 10.10.2018

Griechische Kinemathek

Iera Odos 48
Kerameikos (U-Bahstation Kerameikos)

Eine Filmhommage der Griechischen Kinemathek

Das Goethe-Institut Athen unterstützt das Programm der Griechischen Kinemathek und stellt zwei DEFA-Filme aus seinem Filmarchiv zur Verfügung:
„Die Mörder sind unter uns“, den ersten Film, der nach dem Krieg in Deutschland gedreht wurde und sich mit der deutschen Vergangenheit auseinandersetzt, und „Sterne“, den ersten Film in der Filmgeschichte der Nachkriegszeit, der das Schicksal der griechischen Juden erwähnt. Vor allem aber ist „Sterne“ ein politisch mutiger Film, der individuelle und kollektive Verantwortung thematisiert.
 
 
DIE MÖRDER SIND UNTER UNS (DDR 1946, 90´)
Regie: Wolfgang Staudte
Darsteller: Ernst Wilhelm Borchert, Hildegard Knef, Arno Paulsen u.a.

Die Mörder sind unter uns 2 @ DEFA-Stiftung, Eugen Klagemann Berlin 1945. Susanne, die in einem Konzentrationslager gefangen war, kehrt in ihre alte Wohnung zurück. Dort wohnt inzwischen Dr. Mertens, der mit einem tiefen Schuldkomplex aus dem Krieg heimgekommen ist. In Polen war er Zeuge einer Massenhinrichtung von Zivilisten und hatte versucht, allerdings nur zaghaft, bei seinem Hauptmann zu intervenieren. Dieser Hauptmann lebt nun auch in Berlin. Mertens will für Gerechtigkeit sorgen.
 
 
STERNE (DDR 1958, 92´)
Regie: Konrad Wolf
Darsteller: Sascha Kruscharska, Jürgen Frohriep, Erik S.Klein, Stefan Pejtschew, Georgi Naumow, Hannjo Hasse
Produktion: DEFA

Sterne 3 @ PROGRESS Film-Verleih, Foto: Lotte Michailowa In einer kleinen Stadt im besetzten Bulgarien im Jahr 1943: Ein Transport mit jüdischen Gefangenen trifft ein, unter ihnen Ruth. Der deutsche Soldat Walter will sie befreien.
Ein „fanatischer“ Soldat oder Held ist Walter nicht. Er ist ein einfacher Mensch, der einerseits resigniert hat, andererseits aber versucht, in unmenschlichen Zeiten menschlich zu bleiben. Als seine Hilfe für Ruth viel zu spät kommt und er nur noch dem in der Nacht verschwindenden Zug hinterher rennen kann, zieht Walter eine Konsequenz…
 
Der Film wurde 1959 in Cannes, wo er aus politischen Gründen als bulgarischer Beitrag laufen musste, mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet.

Vorführtermine und Gesamtprogramm finden Sie hier: www.tainiothiki.gr

Die Hommage findet im Rahmen des Programms www.freeathens44.org statt.
 

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