Then and Again

Balkanrituale neu denken

Then and Again. Balkanrituale neu denken nimmt zeitgenössische Rituale in den Gesellschaften Südosteuropas in den Blick. Als wesentlicher Teil menschlichen Ausdrucks- und Kommunikationsverhaltens sagen „Rituale“ viel über Werte, Rollenverständnisse und soziales Miteinander aus, wobei sie eine regulierende, unterstützende Funktion haben.
 

Then and Again © YOOOP Studio

Über

Soziale Rituale werden immer von Beziehungsgeflechten begleitet; so gibt es auch eine Reihe von Ritualen, die auf Machtdemonstrationen, Unterdrückung und Ausgrenzung basieren. Gibt es gegenwärtig typische wiederkehrende, individuelle oder kollektive Handlungen, die – in unserer spezifischen geographischen Region – als „zeitgenössische Rituale“ fungieren? Welche Relevanz haben Rituale in der modernen Gesellschaft? Können Rituale dazu beitragen, einer zunehmend fragmentierten Gesellschaft Orientierung, Sicherheit und Gemeinsinn zu geben? Die Gruppenausstellung versammelt neue Arbeiten von neun ausgewählten Künstlern*innen aus verschiedenen Ländern Südosteuropas (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Rumänien, Serbien, Türkei und Zypern), die mit den Mitteln der Fotografie oder anderer objektivbasierter Medien arbeiten.
 

Dauer: 24.05.–06.07.2024

Ausstellung

10.06. - 21.06.2024 - Video Installation (Athen)  

20.06.2024 - Die Ritualität der Fotografie im zeitgenössischen Balkan 
 


Besuch

ΜΙΕΤ–Kulturstiftung der Nationalbank von Griechenland
Zweigstelle Thessaloniki
Villa Kapantzi
Vassilissis Olgas 108, 54643 Thessaloniki

Montag–Mittwoch, Freitag 10:00–17:00
Donnerstag 13:00–20:00
Samstag 12:00–18:00
(Sonntags und an Feiertagen zu)


Führungen (Anmeldung)

Donnerstag 20.06.2024, 18:00
Donnerstag 27.06.2024, 18:00
Donnerstag 04.07.2024, 18:00



KünstlerInnen
Martin Atanasov, Ali Cem Doğan (Darağaç Collective), Armin Graca, Teodora Ivkov, Marietta Mavrokordatou, Luka Pešun, Marius Ionut Scarlat, Gefängnisinsassen aus Chios und Stratis Vogiatzis, Gerta Xhaferaj

Kuratoren
Yorgos Prinos, Dimitris Tsoumplekas


Then and Again. Balkanrituale neu denken
Ein Projekt des Goethe-Instituts in Kooperation mit der ΜΙΕΤ–Kulturstiftung der Nationalbank von Griechenland sowie mit Unterstützung des MOMus–Thessaloniki Museum für Fotografie.


Das Projekt der Gefängnisinsassen aus Chios und Stratis Vogiatzis wurde von der Stavros Niarchos Foundation Public Humanities Initiative (SNFPHI) an der Columbia University unterstützt.

Künstler*innen

Kuratoren

Yorgos Prinos

Yorgos Prinos ist bildender Künstler. In seiner Arbeit erforscht er Macht- und Gewaltfragen an der Schnittstelle zwischen menschlicher Psychologie und Politik, oft mit Fokus auf die menschliche Figur im urbanen Raum. Er verwendet sowohl eigene Bilder als auch Μaterial aus dem Internet und der Presse. Er machte seinen Master an der Yale School of Art. Seine Werke wurden in ganz Europa, den Vereinigten Staaten und Asien gezeigt. Neben seiner künstlerischen Praxis war Prinos Mitherausgeber mehrerer Kataloge, hat an verschiedenen Publikationen mitgewirkt und Ausstellungen auf internationaler Ebene mitkuratiert. Er lebt und arbeitet in Athen.

Dimitris Tsoumplekas

Dimitris Tsoumplekas (geb. 1967 in Athen) ist bildender Künstler. Er beschäftigt sich vor allem mit dem Einfluss des Privaten auf das Öffentliche (und umgekehrt), sowie mit der Frage, wie die unmittelbare Umgebung unsere persönlichen und sozialen Erlebnisse prägt und ihnen Bedeutung verleiht. In seinem fotografischen Werk dominiert die Landschaft, sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne. Parallel zu seinen Einzelausstellungen hat er an zahlreichen Gruppenausstellungen in Griechenland und im Ausland teilgenommen. Neben seiner künstlerischen Arbeit hat er mehrere Fotobücher und Kataloge herausgegeben und verschiedene internationale Ausstellungen kuratiert.

Informationen

Partner

In Kooperation mit der ΜΙΕΤ–Kulturstiftung der Nationalbank von Griechenland sowie mit Unterstützung des MOMus–Thessaloniki Museum für Fotografie