Nicole Wysokikamien
Partner: Hamiffal
Zeitraum: 2.6.-28.7.26
Nicole Wysokikamien wird acht Wochen als Artist-in-Residence in Hamiffal tätig sein und an zwei öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen. Während ihres Aufenthalts wird sie sich mit Akteur*innen der lokalen Kunstszene austauschen, künstlerische Recherchen durchführen und ihre Arbeit an der Schnittstelle von Choreografie, Text und Performance weiterentwickeln.
Über die Künstlerin
Nicole Wysokikamien ist eine uruguayische Tanzkünstlerin und Forscherin mit Sitz in Berlin. Sie ist Absolventin des LABA-Programms in Berlin, der Abteilung für zeitgenössischen Tanz an der Nationalen Tanzschule Uruguays und hält einen BA in Literatur vom Instituto de Profesores Artigas, ein Diplom in Theorie, Kritik und Analyse der zeitgenössischen darstellenden Künste von der Universidad de Chile sowie einen MA in Solo/Dance/Authorship vom HZT Berlin (Universität der Künste), unterstützt durch ein DAAD-Stipendium zwischen 2022 und 2024.
Ihre künstlerische und wissenschaftliche Praxis erkundet die Beziehung zwischen Choreografie, Text und Performance, mit einem besonderen Fokus auf Intimität, wörtlicher Sprache und autobiografischem Material. Ihre Arbeit widmet sich dabei besonders der Frage, wie Humor als störende oder umrahmende Strategie innerhalb dieser Register funktioniert und Räume für Verletzlichkeit, kritische Reflexion und die Einbeziehung des Publikums öffnet.
Über die Residenz
Im Rahmen der Residenz wird Nicole Wysokikamien einen offenen Workshop für Tänzer*innen und Performer*innen anbieten und damit einen Raum für Experimente, gemeinsames Erkunden und Dialog zu ihren laufenden Untersuchungen zu Intimität, autobiografischem Material und der Rolle von Humor in der Performance schaffen. Diese Residenz bietet ihr die Möglichkeit, ihre Forschung zu vertiefen und sich gleichzeitig direkt mit der lokalen Kunstgemeinschaft zu vernetzen.
Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Goethe-Institut, Hamiffal, und LABA Berlin.
Über den Partner
HaMiffal ist ein einzigartiges Zentrum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Gemeinschaft, das in einem historischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert im Herzen Jerusalems untergebracht ist. Als sich stetig weiterentwickelndes künstlerisches Ökosystem vereint HaMiffal Ausstellungsräume, gemeinsam genutzte Ateliers, eine Café-Bar, einen Design- und Kunstladen sowie Bereiche für öffentliche Veranstaltungen und Workshops. Das Gebäude selbst wird als lebendiges Kunstwerk behandelt, das kontinuierlich von den Künstlerinnen, Künstlern und Gemeinschaften geprägt wird, die es nutzen. HaMiffal unterstützt lokale und internationale Künstlerinnen und Künstler durch Residenzen, Ausstellungen, Produktionsunterstützung und kollaborative Plattformen und fördert dabei langfristige Beziehungen zwischen künstlerischer Praxis und ihrem sozialen Umfeld.
LABA Berlin ist ein interdisziplinäres Kulturprogramm, das jährlich 8–12 Kulturschaffende aus verschiedenen künstlerischen Disziplinen zusammenbringt, um gemeinsam klassische und moderne jüdische und muslimische Texte zu studieren und durch künstlerische Forschung und Dialog ein gesellschaftlich relevantes Leitmotiv zu entwickeln. Jüdische und muslimische Literatur- und Philosophietraditionen dienen dabei als Ausgangspunkt für zeitgenössische künstlerische Auseinandersetzung, die im Hier und Jetzt verwurzelt ist.
Die Ergebnisse des LABA Berlin-Programms werden in Galerien und Kulturorten in ganz Berlin präsentiert und machen zeitgenössische jüdische und muslimische Kunst und Kultur im öffentlichen Raum sichtbar. Durch Ausstellungen, Performances und öffentliche Veranstaltungen ermöglicht LABA Berlin einem breiten Publikum, sich mit den Gedanken, Fragen und emotionalen Welten jüdischen und muslimischen Lebens im heutigen Berlin auseinanderzusetzen.
Zeitraum
2.6.- 28.7.2026