Für Inder*innen sind Reisen nach Vietnam nichts Ungewöhnliches. Doch der Anblick von Reinhard Kleists Zeichnungen vermittelt einen anderen Eindruck von diesem Land als das Scrollen durch die Instagram-Feeds der Tourist*innen. Die „Bilder“ (was im Englischen für Fotos steht), die der deutsche Grafikkünstler Kleist von seinen Reisen in diesem Land zeichnete, wecken bei vielen von uns Kindheitserinnerungen an einen kommunistischen Slogan in Bengali: „Amar naam, tomar naam, shobar naam Vietnam (Mein Name, dein Name, unser Name Vietnam)!“
Zu seinen erfolgreichsten Arbeiten gehören »Cash – I see a darkness«, »Der Boxer« und »Der Traum von Olympia«. Er hat u.a. den Max-und-Moritz-Preis als bester deutschsprachiger Comic-Künstler und den Jugendliteraturpreis Sachbuch gewonnen.
Uttaran Das Gupta über „Reiseszkizzen aus Vietnam“
Er ist zudem farbenfroher, bietet mehr Abwechslung bei den Schauplätzen und Charakteren und hat, was vielleicht besonders wichtig ist, eine humorvolle Note."
Gunther Schumann sagt, Street Art (auch in Kombination mit Comic) sei seine Methode, sich Orte zu erschließen. Er habe zwar immer ein Skizzenheft dabei, weil das Zeichnen helfe, andere Reize auszublenden, aber schlussendlich brauche er Platz. Sein Street-Comic heißt "Es war einmal in Salvador".
Zum 125. Stadt-Jubiläum war Sebastian Lörscher für eine Woche vom Goethe-Institut nach Nowosibirsk eingeladen, über den Alltag und die Kunstszene zu berichten. Eine Millionenstadt als Besucher in nur einer Woche zu erfassen, ist unmöglich, und so beschränkt sich Lörscher auf kleine Begebenheiten und Begegnungen, aus denen zusammen sich ein größeres Bild des Lebens in der Stadt bildet.
2013 nahm Calle Claus am Comictransfer des Goethe-Instituts teil und reiste von Hamburg nach Barcelona. Wohl gefühlt hat er sich in der katalanischen Metropole vor allem dann, wenn er den Touristenströmen entfliehen konnte.
Erfahren Sie mehr über unsere namhaften Künstlern*innen, darunter Barbara Yelin, Reinhard Kleist und Sarnath Banerjee. Alle mit ausgewiesener Comic-Expertise und mal mit mehr, mal mit weniger Reiseerfahrung im entsprechenden Land.
Graphic Travelogues präsentiert Reiseerfahrungen von Comic-Künstler*innen aus unterschiedlichen Ländern, beleuchtet und identifiziert wiederkehrende Themen. Von Skizzen über Graphic Novels, grafischen Tagebüchern über Reisezeichnungen sammeln wir an dieser Stelle Schätze und hinterfragen Konzepte und Motivationen, Techniken und Erfahrungen.