Residency Project INDO-EUROPEAN RESIDENCY PROJECT KOLKATA

Residenzprojekt © Goethe-Institut Kolkata

Fr, 22.09.2017 -
Mi, 08.11.2017

Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Kolkata

57A, Park Street
Kolkata 700016

Das Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Kolkata, Alliance Française du Bengale, CIMA und Visva Bharati, Kala Bhavana, Santiniketan bringen die erste Künstler- Residency auf den Weg.

Im Rahmen des deutsch-französischen Elysée-Fonds organisieren das Goethe – Institut / Max Mueller Bhavan Kolkata (www.goethe.de/kolkata) und die Alliance Française du Bengale (http://bengale.afindia.org) in Kooperation mit der in Kolkata ansässigen Galerie CIMA (http://www.cimaartindia.com/) das interdisziplinäre Indo-Europäisches Residenzprojekt Kolkata. Die Residenz findet in Kolkata, West-Bengalen, Indien und in Santiniketan, West-Bengalen, Indien statt und dauert sieben Wochen, sechs Wochen in Kolkata und eine Woche in Santiniketan in Zusammenarbeit mit Visva Bharati, Kala Bhavana, Santiniketan.
 
Für das Indo-Europäische Residenzprojekt Kolkata werden drei Künstler*innen aus verschiedenen Kunstsparten (je eine*r aus Deutschland, Frankreich und Indien) für sechs Wochen in Kolkata und für eine Woche in Santiniketan leben und die Stadt erkunden.  Während ihres Aufenthalts werden die Künstler*innen mit weltoffenen und kulturinteressierten Bürger*innen, Künstler*innen und NROs in West-Bengalen zu einem produktiven Austausch zusammenkommen.
 
Das Ziel dieser Residenz ist nicht zwingend die Schaffung eines individuellen oder kollektiven Kunstwerks während des Aufenthalts in Indien, sondern der Fokus liegt auf der Bereicherung persönlicher, künstlerischer Erfahrungen im Kontakt mit indischen Künstler*innen und dem Austausch mit den Mit-Residenten über die Art und Weise, wie ein neuer Kulturraum entdeckt wird und was dies auslöst. Des Weiteren ist ein Nachdenken über eine Kreation, die während des Wohnsitzes oder nach der Heimkehr entstehen könnte, wünschenswert. Ein Atelier wird zur Verfügung gestellt.

Teilnehmende Künstler:

Ida Roscher (Hamburg, Deutschland)

Ida Roscher wird sich mit der Entwicklung von Strategien beschäftigen, anhand derer soziale Beziehungen in einem interkulturellen Umfeld untersucht werden können. Sie kann sich vorstellen mit der der Situation, in der sie mit anderen Residenz-Künstlern zusammenlebt, zu arbeiten. Sie wird versuchen, Beziehungen zwischen den verschiedenen Kulturen zu dokumentieren, so z.B. zwischen Vorstellung und Realität, zwischen dem Schaffen und dem Anwenden von Kunst, den konfliktbeladenen Momenten zwischen “den Künsten”, “der Politik” und “dem Alltäglichen”.  Ida Roscher wird auch soziale Beziehungen in Bezug auf das Konzept “zusammenleben und arbeiten” einfangen.

Sie hat Kunst und kriminologische Sozialforschung studiert. Sie interessiert sich für soziale Formen und Normen und die Frage nach gemeinschaftlichen Aktionen. In unterschiedlichen Formaten (Skulptur, aber auch Performance und Installation) versucht sie wechselnde gesellschaftliche Strukturen ausfindig zu machen und untersucht wo und wie sich diese bemerkbar machen. Sie arbeitet auch mit den Kollektiven COPS (Corporation Of People’s Situations) & ES.

Des Weiteren sammelte sie Erfahrung mit Interventionen im städtischen Raum in internationalen Kunstprojekten und Sommerkursen.

 Laurent Reyes (Lyon, Frankreich)

Laurent Reyes arbeitete als Journalist für das Nachrichtenmagazin “Marianne” und als Chefredakteur und Administrator für deren Webseite, bevor er sich von 2008 bis 2010 als Volontär bei der Französischen Botschaft in Indien engagierte. Sein Arbeitsfeld umfasste akademische Kooperationen in Westbengalen und den Bundestaaten im Nordosten.

Gleichzeitig war er als Journalist für verschiedene Körperschaften tätig, darunter “aujourd’hui L’Inde” und “lecourant info”.
Im Jahr 2011, nach einer Beschäftigung im Institut für Internationale Beziehungen an der Universität von La Réunion, kehrte er nach Lyon zurück und widmete sich dort ganz dem freiberuflichen Schreiben, dem Fotografieren und dem Filmemachen. 2014 drehte er seinen ersten Dokumentarfilm, “Tranquille sous le pont/Quiet under the bridge”. Der Film ist eine Eigenproduktion, umfasst 61 Minuten und handelt von drei jungen Albaniern, die in Lyon Asyl beantragen.
 
Harendra Kumar Kushwaha (Kolkata, Indien)

Harendra Kumar Kushwaha arbeitete zunächst mit diversen Medien wie Acrylfarben, Öl, Pastellkreiden und Wasserfarben, ganz im Sinne der konventionellen Malformate. Obwohl diese Medien ihren eigenen Reiz und ihre spezifischen Ausdrucksmöglichkeiten hatten, blieb bei ihm doch der Gedanke des “Machens” haften, stärker als der des abgeschlossenen Werkes. Das Vertrauen in das “Prozesshafte”, das “Unfertige” und das “Andauernde” brachten ihn dazu, die Möglichkeiten verschiedener Materialien auszutesten, so zum Beispiel von Stoff (besonders Denimstoffe), von Papierstreifen u.a. Als Folge seiner Liebäugelei mit den verschiedensten Materialien experimentierte er mit Handwerkskünsten wie Weben und Sticken. Die Stoffe legte er dann über schon vorhandene Objekte, wodurch sich im übergelegten Stoff die räumlichen Eigenschaften und andere Facetten des Objekts wiederfanden. Durch diese Behandlung wurden die Stoffe am Ende gedehnt und verformt, um neue, verschiedenartig strukturierte Kompositionen zu bilden.

Veranstaltungen rund um “Residency”

22. September 2017, 18.30 Uhr
Alliance Francaise du Bengale

Park Mansions
57A Park Street
Kolkata 700016

Meet the Artists
 
Die drei Künstler aus Deutschland, Frankreich und Indien stellen sich vor. Sie sprechen über ihre jeweiligen Perspektiven und Werke. Danach hat das Publikum Gelegenheit, Fragen an die Künstler zu richten.

Alle sind willkommen.
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6. November 2017, 18:30 Uhr

Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Kolkata
Alliance Francaise du Bengale
57A Park Street
Park Mansions (roof top)
Entrance to the roof top via GATE 3
Kolkata 700016


Abschlusspräsentation

Sie sind herzlich eingeladen zur Abschlusspräsentation von drei Resident Artists aus Deutschland, Frankreich und Indien. Die teilnehmenden Künstler werden ihre Erfahrungen aus dem Residenzprogramm mitteilen und ihre jeweiligen Ideen vorstellen, die jede von ihnen durch ihre Begegnungen und Beobachtungen während ihres Aufenthalts entwickelt, inspiriert und angeregt hat.

Logos © Goethe-Institut, Alliance Francaise du Bengale, CIMA, Elysees, Visva Bharati
 

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