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17:15 Uhr

Ann Cotten: Vivere con i fiori

Begegnung mit der Autorin | Deutschsprachige Literatur bei Campania Libri

Die Schriftstellerin und Übersetzerin Ann Cotten auf der Buch Wien 2024. © C.Stadler/Bwag; CC-BY-SA-4.0

Die Schriftstellerin und Übersetzerin Ann Cotten auf der Buch Wien 2024. © C.Stadler/Bwag; CC-BY-SA-4.0

Im Rahmen des Campania Libri Festival ist am 4. Oktober 2026 die Lyrikerin Ann Cotten in Neapel zu Gast. Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Publikation ihres neuen Gedichtbands "Poller. Idyllen". Mit der Autorin sprechen Daniela Allocca, Rosa Coppola und Beatrice Occhini vom Übersetzerinnenkollektiv wandering translators. Kuratorische Leitung: Carmen Gallo.

"Poller. Idyllen", 2026 im Suhrkamp Verlag erschienen, knüpft an die Tradition der bukolischen Dichtung an und überführt sie in die Bild- und Lebenswelten der Gegenwart. Die Publikation bietet zugleich Anlass, den Blick auf Ann Cottens poetisches Schaffen insgesamt zu richten: auf eine Dichtung, die genaue Beobachtung mit Sprachreflexion verbindet, literarische Traditionen aufgreift und vertraute Formen und Bedeutungen immer wieder neu befragt.
Im Gespräch geht es um Cottens spielerischen und zugleich analytischen Umgang mit Sprache, um das Verhältnis von Wahrnehmung und sprachlicher Form und um die vielfältigen Bezüge, aus denen ihre Texte entstehen. Sprache erscheint dabei als bewegliches Material: Vorgefundenes, Erinnertes und Gelesenes wird aufgenommen, verschoben und neu zusammengesetzt. So entstehen überraschende Verbindungen zwischen Gegenwart und literarischer Überlieferung und eine Dichtung, die unsere gewohnten Wahrnehmungs- und Denkmuster immer wieder auf die Probe stellt.

Biografie

Ann Cotten

Autorin

Ann Cotten, *1982, Schriftstellerin und Übersetzerin. Veröffentlichungen (Auswahl): "Fremdwörterbuchsonette" (2007), "Florida-Räume" (2011), "Der Schaudernde Fächer" (2013), "Verbannt" (2016), "Jikiketsugaki. Tsurezuregusa" (2017), "Fast Dumm" (2017), "Was geht" (2018), "Lyophilia" (2019), "Die Anleitungen der Vorfahren" (2023), "Poller, Idyllen" (2026), "Text für Aliens" (2026). Seit 2020 PhD-Projekt "Misuseability. A camp materialist poetics that also works for nonhumans", seit 2023 Mitherausgeberin der Zeitschrift für Literatur und Theorie "Triëdere". Ann Cotten war Rompreisträgerin der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo 2025/26.