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19:30 Uhr

Hannah Arendt von Margarethe von Trotta

Film|Im Rahmen der Filmreihe Filmissimi – Deutsches Autorenkino

  • Auditorium des Goethe-Instituts, Rom

  • Sprache Deutsch mit italienischen Untertiteln
  • Preis Der Eintritt ist kostenlos und wird nach Verfügbarkeit der Sitzplätze gewährt
  • Teil der Reihe: Filmissimi – Deutsches Autorenkino

Filmstill aus „Hannah Arendt“ von Margarethe von Trotta: Eine Frau sitzt an einem Tisch und schreibt an einer Schreibmaschine. Foto (Detail): © Heimatfilm

Filmstill aus „Hannah Arendt“ von Margarethe von Trotta: Eine Frau schaut aus dem Fenster in den Garten. Foto © Heimatfilm

Am Donnerstag, den 29. Januar 2026 um 19:30 Uhr präsentiert das Goethe-Institut Rom den Film Hannah Arendt im Beisein der Regisseurin Margarethe von Trotta. Es moderiert Enrico Magrelli. Der Film eröffnet die Reihe Filmissimi – Autorenkino und findet im Rahmen des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus statt.

Regie: Margarethe von Trotta
Deutschland 2012, 113 Min., Originalversion mit itl. UTs
Hannah Arendt ist Beobachterin im Prozess gegen Adolf Eichmann. Sie erwartet die Konfrontation mit einem Monster. Stattdessen erlebt sie einen banalen Bürokraten. Reflektiertes Portrait einer mutigen und entschlossenen Frau.

Biografischer Spielfilm über die Philosophin Hannah Arendt (1906-1975), vor allem ihre Beobachtung und Bewertung des Prozesses gegen Adolf Eichmann in Jerusalem. Verdichtet zum dynamisch erzählten Porträt einer Ausnahme-Intellektuellen des 20. Jahrhunderts, beeindruckt der Film auch mit seinen intimen Schilderungen des New Yorker Milieus der deutsch-jüdischen Emigranten zu Beginn der 1960er Jahre.

Biographie

Margarethe von Trotta

Nach Abschluss der Schauspielschule und Engagements an den Bühnen von Dinkelsbühl, Stuttgart und Frankfurt war Margarethe von Trotta ab 1967 in vielen Rollen des Neuen deutschen Films zu sehen, darunter in Filmen von Rainer Werner Fassbinder (u.a. Der amerikanische Soldat, 1970), Herbert Achternbusch (u.a. Das Andechser Gefühl, 1974) und Volker Schlöndorff, mit dem sie auch mehrere Filme gemeinsam schrieb (u.a. Strohfeuer, 1972) bzw. inszenierte (Die verlorene Ehre der Katharina Blum, 1975).

Ihre erste selbstständige Regiearbeit war Das zweite Erwachen der Christa Klages (1978). Darauf folgten so kontrovers diskutierte Filme wie Die bleierne Zeit (1981), Rosa Luxemburg (1986), Das Versprechen (1995) sowie die mehrteilige Fernseh-Adaption von Uwe Johnsons Jahrestage (2000). Immer wieder geht es in ihren Filmen darum, dass Vergangenheit, individuelle ebenso wie politisch-gesellschaftliche, reflektiert und der Versuch ihrer kritischen Aufarbeitung unternommen wird.

Im Jahr 2003 drehte sie Rosenstraße, und nach dem psychologischen Drama Ich bin die Andere (2006) wandte sich die Regisseurin erneut historischen Biografien zu, wobei sie oft mit der Schauspielerin Barbara Sukowa zusammenarbeitete. Für Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen (2009) schlüpfte Sukowa in die Rolle der legendären Mystikerin, Äbtissin und Vorkämpferin für Frauenrechte, Hildegard von Bingen.
Im Jahr 2012 folgte eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen von Trotta und Sukowa mit dem Film Hannah Arendt. Das Biopic beleuchtet die Kontroverse um Arendts Berichterstattung über den Eichmann-Prozess für das The New Yorker Magazin und ihre Prägung des Begriffs der „Banalität des Bösen“.
Neben ihren zahlreichen Filmen inszenierte Margarethe von Trotta regelmäßig auch Theaterstücke an verschiedenen europäischen Bühnen.