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19:30 Uhr

Coming out von Heiner Carow

Film|Im Rahmen der Filmreihe Filmissimi – Deutsches Autorenkino

  • Auditorium des Goethe-Instituts, Rom

  • Sprache Deutsch mit italienischen Untertiteln
  • Preis Der Eintritt ist kostenlos und wird nach Verfügbarkeit der Sitzplätze gewährt
  • Teil der Reihe: Filmissimi – Deutsches Autorenkino

Filmstill aus Coming Out: Nahaufnahme einer Person mit auffälligem Make-up und einem kunstvollen Kopfschmuck Foto (Detail): © DEFA-Stiftung, Wolfgang Fritsche

Filmstill aus Coming Out: Zwei Männer schauen sich leidenschaftlich an Foto (Detail): © DEFA-Stiftung, Wolfgang Fritsche

Am Donnerstag, 14. Mai 2026 um 19:30 Uhr zeigt das Goethe-Institut Rom den Film Coming Out des deutschen Regisseurs Heiner Carow.

Regie: Heiner Carow
DDR 1989, 112 Min., Originalversion mit itl. UTs
Ostberlin, gegen Ende der achtziger Jahre: Philipp, ein junger Lehrer, beginnt eine Liebesbeziehung mit seiner Kollegin Tanja. Seine wirkliche sexuelle Neigung hat er jahrelang verheimlicht, bis in ihm die Wiederbegegnung mit seinem einstigen schwulen Freund Jacob die unterdrückte Sehnsucht erneut bewusst macht. In einer Schwulenkneipe lernt Philipp Matthias kennen und verliebt sich in ihn. Von da an führt der Lehrer ein Doppelleben: Tanja soll nichts von Matthias erfahren, vor Matthias hält er die Beziehung zu Tanja geheim. Das geht nicht lange gut.

Coming Out war der erste und einzige Spielfilm der DDR, der sich offen mit dem Thema Homosexualität beschäftige – uraufgeführt am 9. November 1989, am Abend, als die Berliner Mauer fiel.

Biographie

Heiner Carow

Regisseur

Heiner Carow absolvierte eine Ausbildung in der Regieklasse der DEFA in Ost-Berlin. Sein Spielfilmdebüt Die Russen kommen (1968), das die Geschichte eines Hitlerjungen auf der Jagd nach einem russischen Zwangsarbeiter erzählt, schöpfte Inspiration aus Carows eigener Erfahrung, da er 1945 als Fünfzehnjähriger zum Volkssturm eingezogen wurde. Der Film erfuhr jedoch erst nach einer fast 20-jährigen Zensur durch die DDR-Führung internationale Anerkennung.

In der Zwischenzeit feierte der Regisseur mit Die Legende von Paul und Paula (1973) den erfolgreichsten Film in der Geschichte der DEFA. Dennoch war auch dieser Film von Kontoversen begleitet: Nachdem die Hauptdarsteller Angelica Domröse und Winfried Glatzeder in den Westen ausreisten, wurde der Film im DDR-Fernsehen nicht mehr gezeigt.

Neben seiner Regiearbeit war Carow auch im Präsidium des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden der DDR und als Vizepräsident der Akademie der Künste der DDR tätig. Seit 2013 vergibt die DEFA-Stiftung während der Berlinale den nach ihm benannten Heiner-Carow-Preis.