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21:00 Uhr
Elaha von Milena Aboyan
Film|Im Rahmen der Filmreihe Filmissimi – Deutsches Autorenkino
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Garten des Goethe-Instituts, Rom
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Sprache
Deutsch mit italienischen Untertiteln
(*) Bei schlechter Witterung wird der Film im Auditorium des Goethe-Instituts verlegt. Die Uhrzeiten bleiben gleich - Preis Der Eintritt ist kostenlos und wird nach Verfügbarkeit der Sitzplätze gewährt
- Teil der Reihe: Filmissimi – Deutsches Autorenkino
Regie Milena Aboyan
Deutschland 2023, 115 Min., Originalversion mit itl. UTs
Milena Aboyans Langfilmdebut über die 22-jährige Deutsch-Kurdin Elaha führt uns an die Weggabelung zwischen bedingungsloser Liebe zur Familie und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben. Kurz vor ihrer Hochzeit mit Nasim wird Elaha mit den Erwartungen ihres Umfelds konfrontiert, jungfräulich in die Ehe zu gehen. Verzweifelt sucht sie daraufhin nach Möglichkeiten, ihre Jungfräulichkeit vorzutäuschen, um das Ansehen ihrer Familie zu erhalten.
Elaha ist eine intensiv erzählte Geschichte über den Kampf um die Deutungshoheit des eigenen weiblichen Körpers im Spannungsfeld kultureller Traditionen. Fremd- und Selbstwahrnehmungen, die nicht zueinander passen wollen, Erwartungen, Wünsche und Zwänge, mit denen alle Beteiligten zurechtkommen sollen – auch die Eltern und der Bräutigam, die keineswegs in der Rolle bloßer Unterdrücker gezeichnet werden.
„Ich liebe meine Familie und meine Tradition – ich bin nur manchmal mit den Regeln nicht einverstanden!“, sagt Elaha an einer Stelle zu ihrer Berufsberaterin. Dieser Satz bringt die Grundstimmung des Dramas treffend auf den Punkt, denn Aboyan gelingt es, in diese den Traditionen verhaftete Welt einzuführen, ohne sie vorzuführen oder gar zu verurteilen.
Biographie
Milena Aboyan
Regisseurin
Die in Armenien geborene Milena Aboyan absolvierte ihre Schauspielausbildung in Deutschland und arbeitete zunächst als Dramaturgin bevor sie an der Filmakademie Baden-Württemberg Drehbuch und Regie studierte.
Ihr Debütfilm Elaha (2021) feierte seine Premiere auf der 73. Berlinale. Der Film wurde anschließend auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt und ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis des Locarno Film Festivals (2022), mit dem Prix Europa (2023) und mit dem MFG-Star (2023) für die beste Nachwuchs-Regiearbeit durch die Oscar-Preisträgerin Caroline Link.
Aboyan setzt sich aktiv für Vielfalt im deutschen Kino ein und ist überzeugt, dass Film ein Medium zum Abbau von Vorurteilen ist.
Ort
Via Savoia, 15
00198 Rom
Italien