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19:30 Uhr

Riessler / Melozzi / Riessler

Eröffnungskonzert|Festival Una striscia di terra feconda – 29. Ausgabe

  • Casa del Jazz, Rom

  • Preis €15

Künstlerisches Porträt eines Saxophonisten. Artwork © Adriano Vagnoni, Foto © Adriano Bellucci

Künstlerisches Porträt eines Saxophonisten. Artwork © Adriano Vagnoni, Foto © Adriano Bellucci

Freitag, 25. September 2026, 19:30 Uhr, in der wunderschönen Kulisse der Casa del Jazz in Rom: Michael Riessler, Enrico Melozzi und Lorenzo Riessler eröffnen das 29. Festival Una striscia di terra feconda mit einer Originalproduktion, die drei einzigartige Stimmen der europäischen zeitgenössischen Musik vereint.

Das Trio bewegt sich zwischen Jazz, zeitgenössischer Musik und freier Improvisation in einem organischen Zusammenspiel aus Komposition und Spontaneität. Die außergewöhnliche Besetzung mit Violoncello (Enrico Melozzi), Bassklarinette (Michael Riessler) und Schlagzeug (Lorenzo Riessler) entfaltet ein facettenreiches Klangspektrum – von lyrischen, feinsinnigen Momenten bis hin zu packende rhythmische Intensität.

Unter der künstlerischen Leitung von Paolo Damiani und Armand Meignan gilt Una striscia di terra feconda als eine der originellsten und innovativsten Musikveranstaltungen in Europa. Seit 1998 fördert das Festival den zeitgenössischen Jazz und die improvisierte Musik als lebendiges, dynamisches Kulturerbe, indem es renommierte Künstler und vor allem junge Talente zusammenbringt. Das Programm umfasst 23 Konzerte, zwei Residenzen und zahlreiche Uraufführungen (vom 5. September bis 25. Oktober 2026).

In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Rom.

Biographien

  • Michael Riessler ist einer der vielseitigsten deutschen Komponisten und Musiker. Er bewegt sich zwischen Jazz, Neuer Musik und avancierter Folklore. Geboren 1957 in Ulm, lebt und arbeitet er heute in München.

    Im Jahr 1978 gründete er in Paris das Ensemble Musique Vivante. Dort trat er gemeinsam mit renommierten Musikern wie Michel Portal, Diego Masson, Vinko Globokar und Jean-Pierre Drouet auf. Die Zusammenarbeit mit herausragenden zeitgenössischen Komponisten prägte den Beginn seiner Karriere. Dazu zählen unter anderem Helmut Lachenmann, Luciano Berio, Wolfgang Rihm und Mauricio Kagel, von dem er einige Werke uraufführte, sowie Karlheinz Stockhausen, dessen Kompositionen er 1990 während seiner Solotournee durch die ehemalige Sowjetunion interpretierte.

    Michael Riessler gastiert bei zahlreichen internationalen Jazzfestivals, darunter dem Tokyo Jazz Festival, dem JazzFest Berlin, dem Havana Jazz Festival, dem Jazzfestival Saalfelden in Österreich, dem San Francisco Jazz Festival sowie in Spielstätten wie The Kitchen und Knitting Factory in New York. Er arbeitet zudem regelmäßig mit Schriftstellern, Tänzern, Filmemachern sowie Schauspielern zusammen und komponiert Musik für Hörspiele und Soundtracks. Seine Albumproduktionen und Konzertprojekte führten ihn mit renommierten Ensembles wie dem WDR Sinfonieorchester, den Berliner Philharmonikern, dem Arditti Quartett und dem Ensemble Modern zusammen.

    Für sein künstlerisches Schaffen wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Schneider-Schott-Musikpreis, dem SWF-Jazzpreis, dem Hörbuchpreis Hörkules sowie dem Preis der deutschen Schallplattenkritik.

    Er unterrichtet weltweit Jazz, Improvisation und Filmmusikkomposition, unter anderem am Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom. Im Jahr 2011 war er Praxisstipendiat der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo. Er lehrte zudem als Professor für Jazz an der Hochschule für Musik und Theater München.

  • Enrico Melozzi gehört zu den facettenreichsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musikszene. Als Komponist, Dirigent, Cellist und Musikproduzent bewegt er sich mühelos zwischen Klassik, Rock und elektronischer Musik und verbindet die unterschiedlichen musikalischen Welten auf einzigartige Weise.

    Nach seinem Violoncellostudium und dem Abschluss seiner Kompositionsausbildung führte ihn die künstlerische Zusammenarbeit mit Michael Riessler zur internationalen zeitgenössischen Musik.

    Im Jahr 2012 gründete er gemeinsam mit Giovanni Sollima die 100 Cellos, das erste große internationale Treffen von Cellistinnen und Cellisten. Später rief er die Orchestra Notturna Clandestina ins Leben, ein unabhängiges Sinfonieorchester, das klassische Musik jenseits traditioneller Konzertformate einem breiten Publikum näherbringt. Mit diesem Ensemble entwickelte er die Rave Classici Clandestini, Konzertmarathons, die konventionelle Aufführungsformen hinterfragen und das sinfonische Konzert in ein intensives kollektives Erlebnis verwandeln.

    Als engagierter Förderer musikalischer Innovation initiierte Melozzi zudem das erste italienische Labor für kollektives Komponieren. Als Dirigent leitete er das Orchester des Festivals von Sanremo für Künstlerinnen und Künstler wie Måneskin, Pinguini Tattici Nucleari, Noemi, Mr. Rain und Ghali. Darüber hinaus verantwortete er die Arrangements für Rocco Hunt, Il Volo und Niccolò Fabi.

  • Geboren in 1994 in Florenz, er verbrachte seine Kindheit in Köln, Freiburg und Florenz. Dann zog es ihn nach London, wo er 2019 seinen Masterabschluss am London College of Music mit Bestnote machte.

    Er ist mit seiner Band international unterwegs und spielt außerdem mit allerhand Jazz-Größen (u.a. Howard Levy, Jean-Louis Matinier, Michael Riessler, Pierre Charial, Enrico Melozzi, Marco Ambrosini). Er durfte schon mit seiner eigenen Band und mit anderen Formationen auf vielen Bühnen und Festivals auftreten: Ronnie Scott’s Jazz Club (UK), Saalfelden Jazz Festival (A), Jazzwoche Burghausen (D), Cheltenham Jazz Festival (UK), BBC Radio 2 Carfest (UK), Lechlade Festival (UK), Schloss Elmau (D), BBC Oxford Radio (UK) u.v.a.