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19:00 Uhr
Schriftsteller Lutz Seiler in Kaunas
Buchpräsentation|Literaturwoche Kaunas
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Kauno menininkų namai, Kaunas
- Sprache Deutsch mit litauischer Übersetzung
- Preis Tickets
Der renommierte Schriftsteller Lutz Seiler wird am 9. Mai auf Einladung des Goethe‑Instituts zu Gast bei der Literaturwoche Kaunas sein. Wir freuen uns auf Gespräche mit ihm über seinen Roman „Stern 111“, sein Schreiben, zukünftige Projekte sowie die Verfilmungen seiner Werke.
Veranstaltungen
Am 5. Mai um 18 Uhr wird im Kinozentrum Romuva der Film „Kruso“ gezeigt. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans entstand teilweise in der Region Klaipėda und auf der Kurischen Nehrung. Am 9. Mai um 15 Uhr nimmt Lutz Seiler gemeinsam mit weiteren internationalen Festivalgästen am Diskussionsforum „Literatur und Film: Verbindungen, Einflüsse, Grenzen“ teil. Die Gesprächsrunde wird vom Theaterwissenschaftler und Filmhistoriker Edgaras Klivis moderiert und widmet sich den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen beiden Kunstformen. Am selben Abend, um 19 Uhr, folgt ein ausführliches Gespräch über Seilers Werk, insbesondere „Stern 111“, seine literarische Entwicklung und aktuelle Projekte, moderiert vom Literaturkritiker und Schriftsteller Marijus Gailius sowie vom Schriftsteller Laurynas Katkus.
Lutz Seiler (geb. 1963) wuchs in Ostthüringen auf. Sein Heimatdorf Culmitzsch wurde 1968 für den Uranbergbau geschleift. In Gera schloss er eine Lehre als Baufacharbeiter ab und arbeitete als Zimmermann und Maurer. Während seiner Armeezeit begann er sich für Literatur zu interessieren und selbst zu schreiben. Bis Anfang 1990 studierte er Geschichte und Germanistik an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). 1990 ging Seiler nach Berlin, wo er einige Jahre als Kellner arbeitete. Längere Auslandsaufenthalte in Rom, Los Angeles und Paris. Seit 1997 leitet er das literarische Programm im Peter-Huchel-Haus bei Potsdam. Seiler lebt als freier Schriftsteller in Wilhelmshorst und Stockholm.
Von 1993 bis 1998 war Seiler Mitbegründer und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „moosbrand“. Er schrieb zunächst vor allem Gedichte (fünf Gedichtsammlungen sind erschienen) und Essays, später auch Erzählungen und Romane. Für die Erzählung „Turksib“ wurde Seiler 2007 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für sein Romandebüt „Kruso“ erhielt er 2014 den Deutschen Buchpreis. Der Roman wurde in 25 Sprachen übersetzt, mehrfach für das Theater adaptiert und verfilmt, unter anderem an der litauischen Küste der Kurischen Nehrung. Die litauische Ausgabe erschien 2019 im Verlag Kitos knygos.
Sein zweiter Roman „Stern 111“ wurde 2020 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Beide Romane liegen in litauischer Übersetzung von Zita Baranauskaitė‑Danielienė vor; „Stern 111“ wurde 2024 im Verlag Hieronymus veröffentlicht.
2023 wurde Lutz Seiler mit dem Georg‑Büchner‑Preis geehrt.
Das litauische Publikum kennt Lutz Seiler bereits: 2003 nahm er als Lyriker am Festival „Poetinis Druskininkų ruduo“ teil. 2019 wurde die litauische Ausgabe des Romans „Kruso“ in Vilnius und Klaipėda vorgestellt.
Stern 111
Zwei Tage nach dem Fall der Mauer verlassen Inge und Walter Bischoff ihr altes Leben – die Wohnung, den Garten, ihre Arbeit und das Land. Ihre Reise führt die beiden Fünfzigjährigen weit hinaus: Über Notaufnahmelager und Durchgangswohnheime folgen sie einem lange gehegten Traum, einem »Lebensgeheimnis«, von dem selbst ihr Sohn Carl nichts weiß. Carl wiederum, der den Auftrag verweigert, das elterliche Erbe zu übernehmen, flieht nach Berlin. Er lebt auf der Straße, bis er in den Kreis des »klugen Rudels« aufgenommen wird, einer Gruppe junger Frauen und Männer, die dunkle Geschäfte, einen Guerillakampf um leerstehende Häuser und die Kellerkneipe Assel betreibt. Im U-Boot der Assel schlingert Carl durch das archaische Chaos der Nachwendezeit, immer in der Hoffnung, Effi wiederzusehen, »die einzige Frau, in die er je verliebt gewesen war«.
Ein Panorama der ersten Nachwendejahre in Ost und West, ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse: Nach dem prämierten Bestseller „Kruso“ führt Lutz Seiler die Geschichte in zwei großen Erzählbögen fort – in einem Roadtrip, der seine Bahn um den halben Erdball zieht, und in einem Berlin-Roman, der uns die ersten Tage einer neuen Welt vor Augen führt. Und ganz nebenbei wird die Geschichte einer Familie erzählt, die der Herbst 89 sprengt und die nun versuchen muss, neu zueinander zu finden.
Veranstaltungen
Am 5. Mai um 18 Uhr wird im Kinozentrum Romuva der Film „Kruso“ gezeigt. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans entstand teilweise in der Region Klaipėda und auf der Kurischen Nehrung. Am 9. Mai um 15 Uhr nimmt Lutz Seiler gemeinsam mit weiteren internationalen Festivalgästen am Diskussionsforum „Literatur und Film: Verbindungen, Einflüsse, Grenzen“ teil. Die Gesprächsrunde wird vom Theaterwissenschaftler und Filmhistoriker Edgaras Klivis moderiert und widmet sich den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen beiden Kunstformen. Am selben Abend, um 19 Uhr, folgt ein ausführliches Gespräch über Seilers Werk, insbesondere „Stern 111“, seine literarische Entwicklung und aktuelle Projekte, moderiert vom Literaturkritiker und Schriftsteller Marijus Gailius sowie vom Schriftsteller Laurynas Katkus.
Lutz Seiler (geb. 1963) wuchs in Ostthüringen auf. Sein Heimatdorf Culmitzsch wurde 1968 für den Uranbergbau geschleift. In Gera schloss er eine Lehre als Baufacharbeiter ab und arbeitete als Zimmermann und Maurer. Während seiner Armeezeit begann er sich für Literatur zu interessieren und selbst zu schreiben. Bis Anfang 1990 studierte er Geschichte und Germanistik an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). 1990 ging Seiler nach Berlin, wo er einige Jahre als Kellner arbeitete. Längere Auslandsaufenthalte in Rom, Los Angeles und Paris. Seit 1997 leitet er das literarische Programm im Peter-Huchel-Haus bei Potsdam. Seiler lebt als freier Schriftsteller in Wilhelmshorst und Stockholm.
Von 1993 bis 1998 war Seiler Mitbegründer und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „moosbrand“. Er schrieb zunächst vor allem Gedichte (fünf Gedichtsammlungen sind erschienen) und Essays, später auch Erzählungen und Romane. Für die Erzählung „Turksib“ wurde Seiler 2007 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für sein Romandebüt „Kruso“ erhielt er 2014 den Deutschen Buchpreis. Der Roman wurde in 25 Sprachen übersetzt, mehrfach für das Theater adaptiert und verfilmt, unter anderem an der litauischen Küste der Kurischen Nehrung. Die litauische Ausgabe erschien 2019 im Verlag Kitos knygos.
Sein zweiter Roman „Stern 111“ wurde 2020 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Beide Romane liegen in litauischer Übersetzung von Zita Baranauskaitė‑Danielienė vor; „Stern 111“ wurde 2024 im Verlag Hieronymus veröffentlicht.
2023 wurde Lutz Seiler mit dem Georg‑Büchner‑Preis geehrt.
Das litauische Publikum kennt Lutz Seiler bereits: 2003 nahm er als Lyriker am Festival „Poetinis Druskininkų ruduo“ teil. 2019 wurde die litauische Ausgabe des Romans „Kruso“ in Vilnius und Klaipėda vorgestellt.
Stern 111
Zwei Tage nach dem Fall der Mauer verlassen Inge und Walter Bischoff ihr altes Leben – die Wohnung, den Garten, ihre Arbeit und das Land. Ihre Reise führt die beiden Fünfzigjährigen weit hinaus: Über Notaufnahmelager und Durchgangswohnheime folgen sie einem lange gehegten Traum, einem »Lebensgeheimnis«, von dem selbst ihr Sohn Carl nichts weiß. Carl wiederum, der den Auftrag verweigert, das elterliche Erbe zu übernehmen, flieht nach Berlin. Er lebt auf der Straße, bis er in den Kreis des »klugen Rudels« aufgenommen wird, einer Gruppe junger Frauen und Männer, die dunkle Geschäfte, einen Guerillakampf um leerstehende Häuser und die Kellerkneipe Assel betreibt. Im U-Boot der Assel schlingert Carl durch das archaische Chaos der Nachwendezeit, immer in der Hoffnung, Effi wiederzusehen, »die einzige Frau, in die er je verliebt gewesen war«.
Ein Panorama der ersten Nachwendejahre in Ost und West, ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse: Nach dem prämierten Bestseller „Kruso“ führt Lutz Seiler die Geschichte in zwei großen Erzählbögen fort – in einem Roadtrip, der seine Bahn um den halben Erdball zieht, und in einem Berlin-Roman, der uns die ersten Tage einer neuen Welt vor Augen führt. Und ganz nebenbei wird die Geschichte einer Familie erzählt, die der Herbst 89 sprengt und die nun versuchen muss, neu zueinander zu finden.
Links zum Thema
- Lutz Seiler: Ein literarischer Spätzünder (goethe.de)
- Lutz Seiler - Deutschsprachige Literatur in litauischer Übersetzung (goethe.de)
- Lutz Seiler. Stern 111 (suhrkamp.de)
- E-Book „Stern 111“ in der Onleihe des Goethe-Instituts ausleihen
- Lutz Seiler beim Suhrkamp-Verlag
- E-Book „Kruso“ in der Onleihe des Goethe-Instituts ausleihen
- Interviu su Lutzu Seileriu apie romaną „Kruzas“ (15min.lt, 2019 m.)
- „Kruzas“ – poetiškas romanas apie Berlyno sienos griūtį ir laisvės ilgesį (lrytas.lt)
- Kauno literatūros savaitė
Ort
Kauno menininkų namai
V. Putvinskio g. 56
Kaunas
Litauen
V. Putvinskio g. 56
Kaunas
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V. Putvinskio g. 56
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