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15:00 Uhr

Literatur und Film: Verbindungen, Einflüsse, Grenzen

Diskussionsforum|Lutz Seiler bei der Literaturwoche Kaunas

  • Kauno menininkų namai, Kaunas

  • Sprache Englisch mit litauischer Übersetzung
  • Preis Eintritt frei

Diskussionsforum „Literatur und Film: Verbindungen, Einflüsse, Grenzen“ © KLS

Diskussionsforum „Literatur und Film: Verbindungen, Einflüsse, Grenzen“ © KLS

Der renommierte Schriftsteller Lutz Seiler ist auf Einladung des Goethe‑Instituts Gast bei der Literaturwoche Kaunas! 

Am 9. Mai um 15 Uhr nimmt er gemeinsam mit weiteren internationalen Festivalgästen am Diskussionsforum „Literatur und Film: Verbindungen, Einflüsse, Grenzen“ teil.
Seit mehr als einem Jahrhundert stehen Buch und Filmkunst Seite an Seite. Die an der Diskussion beteiligten Autor*innen Viola Ardone (Italien), Elisa Shua Dusapin (Schweiz und Südkorea), Nana Ekvtimišvili (Georgien) und Lutz Seiler haben unmittelbare Erfahrungen mit der Verfilmung ihrer Werke oder arbeiten selbst im Bereich Film. Sie sprechen über die Berührungspunkte zwischen Wort- und Filmkunst, über den Einfluss des Kinos auf ihr Schreiben sowie über Grenzen – darüber, wohin die Literatur gelangen kann, wohin das Kino jedoch nicht folgt.
Die Gesprächsrunde wird vom Theaterwissenschaftler und Filmhistoriker Edgaras Klivis moderiert

Weitere Veranstaltungen

Am 5. Mai um 18 Uhr wird im Kinozentrum Romuva der Film „Kruso“ gezeigt. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans entstand teilweise in der Region Klaipėda und auf der Kurischen Nehrung.  Am 9. Mai um 19 Uhr laden wir zum ausführlichen Gespräch mit Lutz Seiler über sein Werk, insbesondere „Stern 111“, seine literarische Entwicklung und aktuelle Projekte, moderiert vom Literaturkritiker und Schriftsteller Marijus Gailius sowie vom Schriftsteller Laurynas Katkus. Lutz Seiler (geb. 1963) wuchs in Ostthüringen auf. Sein Heimatdorf Culmitzsch wurde 1968 für den Uranbergbau geschleift. In Gera schloss er eine Lehre als Baufacharbeiter ab und arbeitete als Zimmermann und Maurer. Während seiner Armeezeit begann er sich für Literatur zu interessieren und selbst zu schreiben. Bis Anfang 1990 studierte er Geschichte und Germanistik an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). 1990 ging Seiler nach Berlin, wo er einige Jahre als Kellner arbeitete. Längere Auslandsaufenthalte in Rom, Los Angeles und Paris. Seit 1997 leitet er das literarische Programm im Peter-Huchel-Haus bei Potsdam. Seiler lebt als freier Schriftsteller in Wilhelmshorst und Stockholm.
Von 1993 bis 1998 war Seiler Mitbegründer und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „moosbrand“. Er schrieb zunächst vor allem Gedichte (fünf Gedichtsammlungen sind erschienen) und Essays, später auch Erzählungen und Romane. Für die Erzählung „Turksib“ wurde Seiler 2007 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für sein Romandebüt „Kruso“ erhielt er 2014 den Deutschen Buchpreis. Der Roman wurde in 25 Sprachen übersetzt, mehrfach für das Theater adaptiert und verfilmt, unter anderem an der litauischen Küste der Kurischen Nehrung. Die litauische Ausgabe erschien 2019 im Verlag Kitos knygos.
Sein zweiter Roman „Stern 111“ wurde 2020 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Beide Romane liegen in litauischer Übersetzung von Zita Baranauskaitė‑Danielienė vor; „Stern 111“ wurde 2024 im Verlag Hieronymus veröffentlicht.
2023 wurde Lutz Seiler mit dem Georg‑Büchner‑Preis geehrt.

Das litauische Publikum kennt Lutz Seiler bereits: 2003 nahm er als Lyriker am Festival „Poetinis Druskininkų ruduo“ teil. 2019 wurde die litauische Ausgabe des Romans „Kruso“ in Vilnius und Klaipėda vorgestellt.