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18:00 Uhr
Kinovorführung des Films „Kruso“
Film|Anlässlich des Besuchs von Lutz Seiler bei der Literaturwoche Kaunas
-
Kinozentrum „Romuva“, Kaunas
- Sprache Deutsch mit litauischen Untertiteln
- Preis Eintritt frei
Das Goethe‑Institut lädt am 5. Mai 2026 um 18 Uhr im Kinozentrum Romuva herzlich zur Vorführung des Films „Kruso“ ein – der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Lutz Seiler, der in diesem Jahr zu Gast bei der Literaturwoche Kaunas ist.
Der Film erzählt die Geschichte des jungen Studenten Ed, der im Sommer 1989 auf die Insel Hiddensee flieht. Dort stößt er auf die Gemeinschaft des legendären „Klausner“, einer Ausflugsgaststätte, die zum Zufluchtsort für Menschen geworden ist, die im DDR‑System keinen Platz mehr finden. Angeführt wird diese fragile Gemeinschaft vom charismatischen Kruso. Zwischen Ed und Kruso entsteht eine intensive Freundschaft, während sich im Hintergrund das Ende der DDR abzeichnet.
Der Film wurde teilweise auf der Kurischen Nehrung gedreht – ein Detail, das das Publikum besonders einlädt, diese Geschichte mit vertrauten Landschaften auf der großen Leinwand zu erleben.
Regie: Thomas Stuber · Genre: Drama · Erscheinungsjahr: 2018 · Dauer: 100 Minuten · FSK: ab 13 Jahren
Hauptdarsteller: Jonathan Berlin, Albrecht Schuch, Andreas Leupold, Sophie Lutz, Peter Schneider
Veranstaltungen mit Lutz Seiler auf der Literaturwoche Kaunas
Am 9. Mai um 15 Uhr nimmt Lutz Seiler gemeinsam mit internationalen Gästen am Diskussionsforum „Literatur und Film: Verbindungen, Einflüsse, Grenzen“ teil, moderiert von Edgaras Klivis. Am 9. Mai um 19 Uhr folgt ein ausführliches Gespräch über Seilers Werk, insbesondere „Stern 111“, seine literarische Entwicklung und aktuelle Projekte, moderiert vom Literaturkritiker und Schriftsteller Marijus Gailius sowie vom Schriftsteller Laurynas Katkus. Lutz Seiler (geb. 1963) wuchs in Ostthüringen auf. Sein Heimatdorf Culmitzsch wurde 1968 für den Uranbergbau geschleift. In Gera schloss er eine Lehre als Baufacharbeiter ab und arbeitete als Zimmermann und Maurer. Während seiner Armeezeit begann er sich für Literatur zu interessieren und selbst zu schreiben. Bis Anfang 1990 studierte er Geschichte und Germanistik an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). 1990 ging Seiler nach Berlin, wo er einige Jahre als Kellner arbeitete. Längere Auslandsaufenthalte in Rom, Los Angeles und Paris. Seit 1997 leitet er das literarische Programm im Peter-Huchel-Haus bei Potsdam. Seiler lebt als freier Schriftsteller in Wilhelmshorst und Stockholm.
Von 1993 bis 1998 war Seiler Mitbegründer und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „moosbrand“. Er schrieb zunächst vor allem Gedichte (fünf Gedichtsammlungen sind erschienen) und Essays, später auch Erzählungen und Romane. Für die Erzählung „Turksib“ wurde Seiler 2007 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für sein Romandebüt „Kruso“ erhielt er 2014 den Deutschen Buchpreis. Der Roman wurde in 25 Sprachen übersetzt, mehrfach für das Theater adaptiert und verfilmt. Die litauische Ausgabe erschien 2019 im Verlag Kitos knygos.
Sein zweiter Roman „Stern 111“ wurde 2020 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Beide Romane liegen in litauischer Übersetzung von Zita Baranauskaitė‑Danielienė vor; „Stern 111“ wurde 2024 im Verlag Hieronymus veröffentlicht.
2023 wurde Lutz Seiler mit dem Georg‑Büchner‑Preis geehrt.
Das litauische Publikum kennt Lutz Seiler bereits: 2003 nahm er als Lyriker am Festival „Poetinis Druskininkų ruduo“ teil. 2019 wurde die litauische Ausgabe des Romans „Kruso“ in Vilnius und Klaipėda vorgestellt.
Der Film erzählt die Geschichte des jungen Studenten Ed, der im Sommer 1989 auf die Insel Hiddensee flieht. Dort stößt er auf die Gemeinschaft des legendären „Klausner“, einer Ausflugsgaststätte, die zum Zufluchtsort für Menschen geworden ist, die im DDR‑System keinen Platz mehr finden. Angeführt wird diese fragile Gemeinschaft vom charismatischen Kruso. Zwischen Ed und Kruso entsteht eine intensive Freundschaft, während sich im Hintergrund das Ende der DDR abzeichnet.
Der Film wurde teilweise auf der Kurischen Nehrung gedreht – ein Detail, das das Publikum besonders einlädt, diese Geschichte mit vertrauten Landschaften auf der großen Leinwand zu erleben.
Regie: Thomas Stuber · Genre: Drama · Erscheinungsjahr: 2018 · Dauer: 100 Minuten · FSK: ab 13 Jahren
Hauptdarsteller: Jonathan Berlin, Albrecht Schuch, Andreas Leupold, Sophie Lutz, Peter Schneider
Veranstaltungen mit Lutz Seiler auf der Literaturwoche Kaunas
Am 9. Mai um 15 Uhr nimmt Lutz Seiler gemeinsam mit internationalen Gästen am Diskussionsforum „Literatur und Film: Verbindungen, Einflüsse, Grenzen“ teil, moderiert von Edgaras Klivis. Am 9. Mai um 19 Uhr folgt ein ausführliches Gespräch über Seilers Werk, insbesondere „Stern 111“, seine literarische Entwicklung und aktuelle Projekte, moderiert vom Literaturkritiker und Schriftsteller Marijus Gailius sowie vom Schriftsteller Laurynas Katkus. Lutz Seiler (geb. 1963) wuchs in Ostthüringen auf. Sein Heimatdorf Culmitzsch wurde 1968 für den Uranbergbau geschleift. In Gera schloss er eine Lehre als Baufacharbeiter ab und arbeitete als Zimmermann und Maurer. Während seiner Armeezeit begann er sich für Literatur zu interessieren und selbst zu schreiben. Bis Anfang 1990 studierte er Geschichte und Germanistik an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). 1990 ging Seiler nach Berlin, wo er einige Jahre als Kellner arbeitete. Längere Auslandsaufenthalte in Rom, Los Angeles und Paris. Seit 1997 leitet er das literarische Programm im Peter-Huchel-Haus bei Potsdam. Seiler lebt als freier Schriftsteller in Wilhelmshorst und Stockholm.
Von 1993 bis 1998 war Seiler Mitbegründer und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „moosbrand“. Er schrieb zunächst vor allem Gedichte (fünf Gedichtsammlungen sind erschienen) und Essays, später auch Erzählungen und Romane. Für die Erzählung „Turksib“ wurde Seiler 2007 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für sein Romandebüt „Kruso“ erhielt er 2014 den Deutschen Buchpreis. Der Roman wurde in 25 Sprachen übersetzt, mehrfach für das Theater adaptiert und verfilmt. Die litauische Ausgabe erschien 2019 im Verlag Kitos knygos.
Sein zweiter Roman „Stern 111“ wurde 2020 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Beide Romane liegen in litauischer Übersetzung von Zita Baranauskaitė‑Danielienė vor; „Stern 111“ wurde 2024 im Verlag Hieronymus veröffentlicht.
2023 wurde Lutz Seiler mit dem Georg‑Büchner‑Preis geehrt.
Das litauische Publikum kennt Lutz Seiler bereits: 2003 nahm er als Lyriker am Festival „Poetinis Druskininkų ruduo“ teil. 2019 wurde die litauische Ausgabe des Romans „Kruso“ in Vilnius und Klaipėda vorgestellt.
Links zum Thema
- Lutz Seiler: Ein literarischer Spätzünder (goethe.de)
- Lutz Seiler - Deutschsprachige Literatur in litauischer Übersetzung (goethe.de)
- Lutz Seiler. Stern 111 (suhrkamp.de)
- E-Book „Stern 111“ in der Onleihe des Goethe-Instituts ausleihen
- Lutz Seiler beim Suhrkamp-Verlag
- E-Book „Kruso“ in der Onleihe des Goethe-Instituts ausleihen
- Interviu su Lutzu Seileriu apie romaną „Kruzas“ (15min.lt, 2019 m.)
- „Kruzas“ – poetiškas romanas apie Berlyno sienos griūtį ir laisvės ilgesį (lrytas.lt)
- Kauno literatūros savaitė
- „Kauno literatūros savaitė“ kviečia į festivalio pratarmę kine: pagal festivalio svečių knygas sukurtus filmus (15min.lt)
Ort
Kinozentrum „Romuva“
Kęstučio g. 62
Kaunas
Litauen
Kęstučio g. 62
Kaunas
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Ort
Kinozentrum „Romuva“
Kęstučio g. 62
Kaunas
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