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Freiraum

Das Projekt Freiraum möchte erkunden, wie es in den Städten Europas um die Freiheit bestellt ist. Welche Fragen ergeben sich, wenn Bürgerinnen und Bürger, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Kulturschaffende ganz ortsspezifisch über den Begriff „Freiheit“ nachdenken? Welche Probleme werden in einer Stadt erkennbar?
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Mann mit Ball© Goethe-Institut / Caroline Lessire

Freiraum #Ljubljana- Unser Film

Für Ljubljana bedeutet das, sich mit folgenden Gedanken zu beschäftigen:
Europa ist im Begriff sich zu verändern. Populistische und nationalistische Parteien finden in vielen Ländern immer mehr Anhänger. Die Skepsis gegenüber der EU ist nicht auf Großbritannien beschränkt. Drastisch strenge Maßnahmen geißeln Portugal, Spanien und Griechenland. Und der Integrationsprozess schreitet mit unterschiedlicher Geschwindigkeit voran, so dass sich Länder wie Rumänien oder Bulgarien an den Rand gedrängt sehen. Kurz gesagt: Europa muss sich mit Herausforderungen auf vielen Ebenen auseinandersetzen und ist auf der Suche nach Lösungen.
In der ersten Phase dieses Projekts entwickelte jede teilnehmende Location eine Frage zum Konzept Freiheit.
 

„Freiraum“: Ljubljana:

Ausgewählte FREIRAUM Events

Frage 1:
Die slowenische Zivilgesellschaft und NGOs geraten immer wieder mit den staatlichen Behörden aneinander – im Fall von kulturellen NGOs arbeiten wir an einem strukturierten Dialog mit dem Kulturministerium, während die Gesetzgebung in Bezug auf NGOs noch immer nicht implementiert wurde.
Es gibt keinen ausgeglichenen Dialog zwischen gleichgestellten Partnern – auf den die Slowenen schon lange warten.

Frage 2:
Wir sind uns zwar alle der Menschenrechte bewusst, doch viel zu oft werden sie als selbstverständlich betrachtet.  Der Staat berücksichtigt Menschen/Bürger nur, wenn sie gebraucht werden. Um mit Hannah Arendts Worten zu sprechen: Bürger werden zu „frei verfügbaren Menschen“.

Frage 3:
Aufgabe der Slowenen ist es, passende Lösungen zur Umsetzung der Menschenrechte wie Meinungsfreiheit und zur Abschaffung schlechter Arbeitsbedingungen zu finden. Licht auf diese Dinge zu richten.
Um all die Diskussionen auf eine Schlüsselfrage zu bringen, einigte sich die Gruppe auf Folgendes:

Wie können die Slowenen einen ausgeglichenen Dialog zwischen gleichgestellten Partnern mit all ihren Menschenrechten wiederherstellen, ohne als „frei verfügbare Menschen“ im Sinne von Hannah Arendt benutzt zu werden?

 
PARIS – Partner von Ljubljana! Der Bürgermeister von Ljubljana wäre glücklich sagen zu können, dass Ljubljana schöner als Paris ist, stimmt‘s??
Nach dem ersten Treffen mit allen 38 am Projekt beteiligten Mitgliedern in Brüssel – einem Algorithmus mit einem Kriterium: die jeweiligen zwei Partnerstädte dürfen nicht mehr als 1000 km Entfernung (Luftlinie) voneinander entfernt sein – wird Ljubljana als Projektpartner von Paris gewählt:
Die Arbeitsgruppe findet sich nun zusammen. Das erste Treffen der Gruppe Ljubljana-Paris wird Ende Februar sein. Dann geht es darum, den ersten Grundsatz des Projekts der nunmehr bilateralen Projektgruppe festzulegen.
  
Anwesende Teilnehmer:
 
Maja Žiberna (Ljubljana) arbeitet als Journalistin für RTV Slovenija (z. B. für die Sendung Studio City, die über Kultur-, Politik-, Gesellschaftsthemen berichtet). Sie führte bei mehreren dokumentarischen Kurzfilmen (Cellulose und In the Garden) Regie und war Mitglied im Chor Kombinat. Sie wirkte auch an der Theaterproduktion Six mit, die am Theater Mladinsko gledališče aufgeführt wurde und die Geschichte sechs junger Flüchtlinge erzählte.
 
Mériam Korichi (Paris) ist Philosophin, Dramaturgin und Theaterregisseurin. Zu ihren Veröffentlichungen zählen Werke über Spinoza und Andy Warhol und die 2016 im Albin Michel Verlag erschienene Abhandlung Traité des bons sentiments über „gute Emotionen“. Im Jahr 2010 rief sie das Projekt Nuit de la Philosophie ins Leben und hat seitdem mehrere Nachtveranstaltungen zum Thema Philosophie durchgeführt, und zwar in unzähligen Städten auf der ganzen Welt, unter anderem in Paris, London, Berlin, New York und São Paulo. Die nächste Nuit de la Philosophie findet am 12. Mai 2018 im Palais des Beaux-Arts in Paris statt.
 
Dorian Astor (Paris) ist Philosoph und Musikologe. Die letzten Jahre über pendelte er zwischen Berlin und Paris; bald zieht er nach Straßburg. Zu seinen Veröffentlichungen zählen zahlreiche Essays über Nietzsche und das Konzept des „Perspektivismus“. Außerdem arbeitet er als Forscher am CNRS und an der École polytechnique in Paris.
 
Vertreterinnen und Vertreter des Goethe-Instituts: Uwe Reissig (Ljubljana), Barbara Honrath (Paris), Bastienne Schulz (Paris), Emily Schmitt (Paris)
 
Zusammenfassung der Hauptpunkte des Workshops:
Ljubljana und Paris sind zwei Städte mit sehr unterschiedlicher Geschichte und unterschiedlichen Fragestellungen in Bezug auf Themen wie Nationalität (nationale Einheit), Staatsangehörigkeit und Identität. Trotz dieser Unterschiede verbindet diese beiden Städte eine Unzahl aktueller Themen bzw. Fragen, die derzeit sowohl die Öffentlichkeit als auch die Mitglieder der Kunstszene der jeweiligen beiden Städte debattieren; unter anderem:
die Flüchtlingskrise: Wie kann man mit Flüchtlingen in einen Dialog über Konzepte wie Freiheit und Staatsangehörigkeit treten? Was meinen Menschen aus Ljubljana, Paris und den Ländern, aus denen die Flüchtlinge stammen, eigentlich, wenn sie über diese Konzepte sprechen?
Staatsangehörigkeit und Freiheit: freie Staatsangehörigkeit vs. keine Staatsangehörigkeit; Reisefreiheit vs. Sicherheitsgefühl
Bedürfnis: Die Definition von Freiheit impliziert, dass dem Bedürfnis des Individuums nach Reisefreiheit nachgekommen werden kann.
Globale Fragestellungen: Wie können wir zusammenleben? Wie können Menschen mit unterschiedlichen Ansichten in einen für beide Seiten bereichernden Dialog treten?
Fragen in direkten Bezug zu der Basisidee des Projekts FREIRAUM: Wie und auf was für eine Art und Weise können wir gemeinsam prosperieren? Was können wir dafür tun, um Menschen zum Denken anzustoßen?
 
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