Vom Lernen zum Lehren

Chcem (sa) učiť nemčinu © Goethe-Institut

Ich will Deutsch lernen/lehren

Deutsche Sprache ist in der Region der heutigen Slowakei fest verankert. Bereits im Mittelalter wurden einige slowakische Städte von deutschsprechenden Einsiedlern gegründet und in vielen Städten konnte man früher Deutsch an jeder Ecke hören. Aber auch in der slowakischen Sprache selbst findet sich eine sehr große Anzahl an aus dem Deutschen stammenden Wörtern.
Heute sind viele deutsche Unternehmen, deren Firmensprache Deutsch ist,  in der Slowakei präsent. Die deutsche Sprache öffnet Türen zu besseren Beschäftigungsmöglichkeiten aber auch zum Studium an Eliteuniversitäten.
 
Wir am Goethe-Institut haben den Bedarf der deutschen Unternehmen und die Notwendigkeit der Stärkung und der Unterstützung des Deutschunterrichts bereits in den Grund-; Oberschulen und Gymnasien erkannt, genauso wie den Bedarf an qualifizierten und sprachkompetenten Deutschlehr*innen. Denn heute reicht eine Fremdsprache (Englisch) bei weitem nicht aus.
 
Als Reaktion haben wir zusammen mit unseren Partnern das Projekt Chcem (sa) ucit nemcinu / Ich will Deutsch lernen/lehren ins Leben gerufen.
 

Hauptziele:

1. Die Schüler*innen von Oberschulen und Gymnasien zum Deutschlernen und somit auch zum späteren Studium der Germanistik oder DaFPh für den Lehrerberuf motivieren
2. Student*innen der Germanistik und DaFPh zum Ergreifen des Lehrerberufes an slowakischen Schulen motivieren
 

ÜBER DAS PROJEKT

Das Projekt entsteht als Reaktion auf den aktuellen Bedarf und als Apell der Gesellschaft hinsichtlich einer Fremdsprachenausbildung, insbesondere nach der Liberalisierung der Fremdsprachen, die von der Bildungsministerin Wochen vorher angekündigt wurde und die im September 2019 in Kraft trat. Mittels des vorliegenden Projekts wollen wir helfen, die Attraktivität des Lehrerberufs und die innovative Vorbereitung von qualifizierten Lehrenden zu steigern, die fähig sind ihre Kompetenzen an slowakischen Schulen oder außerhalb des schulischen Bereichs in Sprachkursen für Kinder und Erwachsene in der Praxis umzusetzen.

 
Chcem (sa) učiť nemčinu © Stiftung Volkswagen Slovakia

AKTIVITÄTEN DER PROJEKTPARTNER in Kooperation

 
  • Marketing-Teil
  • Entwurf von Projektlogo
  • Entwurf und Herstellung von Marketing-Gegenständen
  • Hospitationen am Goethe-Institut
  • Seminare - Beobachtung und Unterrichtsvorbereitung
  • Workshops
  • Werbevideo  

 
  • Mischung von Bildungsaktivitäten
  • Workshops
  • Lieder, Spiele, Hörspiele, visuelle Medien
  • Workshops für Schüler*innen der Oberschulen und Gymnasien: Deutsch lernen
  • E-Learning-Kurs  Ja&nemčina / Ich&Deutsch
  • Aufgaben gerichtet an Linguistik, Literatur, Didaktik der deutschen Sprache und an Arbeit mit digitalen Medien
  • Festigung der Motivation bei Student*innen, Deutsch zu lernen und deren
  • Interesse für das Studium des Lehrerberufs der Deutschen Sprache und Literatur anzuregen
Ich&Deutsch
Im Jahr 2021 wurden Stipendien unter anderem auch an Gewinner aus dem E-Learning-Kurs Ich&Deutsch – Jakub Švento und Andrej Klč – vergeben. In den Videos der Gewinnern erfahren Sie, warum man aus ihrer Sicht Deutsch lernen sollte.
© Goethe-Institut

Video von Jabub Švento

Video von Andrej Klč
 

Aktuelle Projektergebnisse

 
Výsledky projektu © Stiftung Volkswagen Slovakia
 
Erfahrungsberichte von Teilnehmer*innen:

  • Er hat meinen Wortschatz erweitert, aber der vielleicht größte Gewinn ist, dass ich Deutsch nicht mehr als ein Unterrichtsfach wahrnehme, sondern als eine Sprache, die für mich im Leben nützlich ist und ebenso wie Englisch interessant und unterhaltsam sein kann.“
  • „E-Learning-Aktivitäten sollten auf jeden Fall auch nach dem Ende der Pandemie fortgesetzt werden. Es ist ein großer Gewinn für Menschen, die etwas Neues erleben möchten und dabei auch lernen wollen + man muss nirgendwohin fahren, was Zeit und Geld spart, aber gleichzeitig lernen Sie viele neue Menschen kennen.“
  • „Vollkommen unterschiedliche Art zu unterrichten, Motivation zum weiteren Lernen.“
  • „Sie sollten diese Projekte fortsetzen, weil sie ein echter Gewinn sind– es ist etwas, was man im Unterricht normalerweise nicht erlebt und es ist toll. Ich würde vielleicht stärker gemeinsames Arbeiten hinzufügen, z.B. an Projekten. Es hat mir persönlich am meisten gefallen hat und ich denke, wir sind uns dabei im Kurs nähergekommen.“
  • „Fahren Sie fort mit dem, was Sie machen. Ich drücke die Daumen so sehr ich kann. Wie schon oft gesagt wurde, nur eine Sprache reicht nicht. :)“

Erfahrungen von künftigen Lehrern*innen:

  • Der eindeutig größte Ertrag dieser Veranstaltungen ist für mich die Summe der praktischen Tipps, Spiele und Ratschläge, die wir von den Lehrern, diese Workshops geleitet haben, erhielten. Durch ihren innovativen Unterricht, hatten wir die einmalige Gelegenheit, etwas von ihnen zu lernen. Eine solche Gelegenheit bekommt man nicht oft. Jeder Workshop hat sich einem anderen Thema gewidmet und jeder Lehrer bot uns sein Unterrichts-Knowhow an. Das Tolle dabei war, dass wir alle Tipps, die wir von ihnen bekommen haben, sofort direkt ausprobieren und den Unterricht selbst gestalten konnten.“
  • „Der größte Gewinn für mich war die Möglichkeit zu lernen, im Online-Bereich und mit verschiedenen innovativen digitalen Technologien arbeiten zu können. Ich denke, dies ist ein großer Vorteil für uns, da wir all diese Fertigkeiten in Zukunft auch im Präsenzunterricht einsetzen können.“
  • „Für mich hat es sich wie in einer realen Situation angefühlt. Ebenso hat es mir geholfen, die Struktur einer Unterrichtsstunde besser zu verstehen und Aktivitäten so zu planen und vorzubereiten, damit ich sie zeitlich schaffe. Aufgrund der aktuellen Situation fanden diese Veranstaltungen online statt. So fühle ich auch eine Veränderung und Verbesserung meiner technischen Fertigkeiten.
  • Ich spüre eine große Veränderung in Bezug auf Fertigkeiten und Kompetenzen, weil die meisten Workshops praktisch ausgerichtet waren. Weil ich das Unterrichten selbst ausprobieren konnte, bin ich selbstbewusster geworden und habe nicht mehr solche Angst.“
  • „Jede Erfahrung, bei der ich verschiedene Schüler mit unterschiedlichen Sprachniveaus unterrichte, treibt mich voran; ich fühle mich dadurch sicherer und wohler. Ich denke, dass diese Workshops mir geholfen haben. Dank ihnen bin ich überzeugt, dass der Lehrerberuf doch etwas für mich sein könnte.“
  • „In erster Linie bin ich sehr dankbar, dass ich an diesen Veranstaltungen mit hochqualifizierten Lehrern teilnehmen konnte. Die Dozenten waren sehr professionell, die Präsentationen und Übungen gaben uns einen ausreichenden Überblick über das gegebene Thema. Was die Workshops betrifft, so waren sie meiner Meinung nach dem größten Gewinn des gesamten Semesters. Wir konnten unser erworbenes theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen, was ich bei unserem Fach für das Wichtigste halte.“
  • „Ich denke, es hat sich wirklich gelohnt, an diesem Projekt teilzunehmen. Es zeigte uns neue Dimensionen in der Wahrnehmung der Didaktik und der deutschen Sprache. Die Organisation und die Durchführung dieser Workshops selbst haben mir sehr gefallen. So möchte ich mich bei allen bedanken, die an der Umsetzung dieser Veranstaltungen teilgenommen und sich ihrer Durchführung gewidmet haben. Sie waren vor allem für uns Studenten von großem Nutzen. Ich möchte auch den teilnehmenden Schülern und Erwachsenen aus dem GI-Kurs dafür danken, dass sie den Wunsch und die Motivation hatten, etwas Neues zu lernen. Ich hoffe, dass wir sie auch mit neuem Wissen bereichert haben, denn ohne ihre Teilnahme hätte der gesamte Workshop keinen Sinn gehabt. Und nicht zuletzt möchte ich der Volkswagen-Stiftung Slovakia danken, dass sie diese Projekte unterstützt hat. Dank der Stiftung konnten diese Projekte stattfinden. Dank auch für die finanzielle Belohnung, was eine sehr angenehme Überraschung gewesen war.“
  • „Es mag zwar wie ein Klischee klingen, aber meine Teilnahme an diesen Veranstaltungen hat mich wirklich motiviert, Deutsch zu unterrichten, da ich verschiedene Methoden gelernt habe, wie einfach man Unterrichtsstunden außergewöhnlich gestalten kann. Nach diesem Semester bin ich entschlossen, zu unterrichten.“