UNRULY MIRRORS - zwischen Haut und Haltung
DAS PROJEKT
"UNRULY MIRRORS" nimmt Schönheitssalons in Ost- und Zentralasien als ambivalente Räume in den Blick: Einerseits Orte, an denen gängige Schönheitsvorstellungen weitergegeben werden – zugleich aber auch Orte, die Nähe, Austausch und neue Ausdrucksformen ermöglichen.Die in Schönheitssalons entstehenden Praktiken sind nie rein neutral. Sie spiegeln gesellschaftliche Erwartungen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und kulturelle Erzählungen wider. Sie prägen nicht nur das Selbstbild, sondern auch die Möglichkeiten der Teilhabe und das Gefühl, eigene Handlungsspielräume zu haben.
Die Goethe-Institute in Almaty, Hong Kong, Peking, Seoul, Taschkent, Tokyo und Ulan Bator fragen: Was geschieht, wenn wir diese Normen sichtbar machen und sie im transkulturellen, feministischen Dialog betrachten? Wie lassen sich ästhetische Praktiken als Formen der Selbstbestimmung neu denken?
Mit einem Open Call laden wir Künstler*innen im Sommer 2026 dazu ein, Werke oder geplante Projekte zum Thema einzureichen. Eine international besetzte Jury wählt sieben Positionen aus - pro Standort eine - die gefördert und ab dem Frühjahr 2027 in einer gemeinsamen Wanderausstellung präsentiert werden. Die ausgewählten Projekte werden jeweils von Kurator*innen vor Ort begleitet, die den Prozess zwischen Künstler*innen, Publikum und Institutionen moderieren.
Begleitet wird die Ausstellung von einem lokal kuratierten Rahmenprogramm, das von den jeweiligen Kurator*innen entwickelt und betreut wird. Dazu gehören Gespräche, Workshops, Filmvorführungen, Lesungen und Performances sowie Pop-Up-Schönheitssalons, die alternative Narrative erfahrbar machen.
Der begleitende Ausstellungskatalog entsteht in Zusammenarbeit mit dem Missy Magazine.
Das Rückspiel nach Deutschland wird mit Grand Beauty Ende 2027 realisiert.
DER OPEN CALL
Wen wir suchenWir laden Künstler*innen aller Disziplinen ein, sich mit bestehenden Arbeiten oder neuen Projektideen zu bewerben, die sich mit Themen wie Körper, Schönheit und Identität im Spannungsfeld gesellschaftlicher Erwartungen und feministischer Perspektiven auseinandersetzen.
Was wir bieten
- Auswahl von sieben Künstler*innen / Projekten (jeweils eine Position pro Ort)
- finanzielle Unterstützung zur Umsetzung der Arbeit
- mögliche Teilnahme an einer internationalen Wanderausstellung im Jahr 2027
- Möglichkeit zur Mitwirkung am Rahmenprogramm (Gespräche, Workshops, Performances)
- internationale Sichtbarkeit und Austausch mit Künstler*innen aus der Region
- Präsentation ausgewählter Positionen in Deutschland und im Missy Magazin
Bewerbungsunterlagen
- Kurzbeschreibung der Arbeit oder Projektidee (max. 1–2 Seiten)
- einen vorläufigen Finanzplan (Budget) für die Umsetzung des Projekts mit grober Aufschlüsselung der wichtigsten Kostenpunkte
- Portfolio / Arbeitsproben
- Kurzbiografie
- Kontaktdaten
Auswahlverfahren
Die Auswahl erfolgt durch eine international besetzte Jury. Bewertet werden unter anderem künstlerische Qualität, thematische Relevanz und Kontext. Darüber hinaus ist die Transport- und Ausstellungstauglichkeit der eingereichten Werke ein wesentliches Kriterium, da sie im Rahmen einer Wanderausstellung in Ost- und Zentralasien sowie Deutschland gezeigt werden.
Zeitrahmen
Open Call: 15.05.-15.07.2026
Auswahl: 16.07.-31.08.2026
Produktion: 01.09.-31.12.2026
Ausstellung und Programm: 2027
Hinweise
Bewerbungen müssen in englischer Sprache eingereicht werden.
Kollaborative und prozessbasierte Ansätze sind willkommen.
Das Projekt legt Wert auf Diversität und unterschiedliche Perspektiven.
Die eingereichten Arbeiten müssen transportierbar sowie flexibel auf- und abbaubar sein. Auch Performances können vorgeschlagen werden, wobei hier die Teilnahmemöglichkeit an den verschiedenen Standorten gesichert sein muss.
Das Projekt wird länder- und medienübergreifend kommuniziert.
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung nur in elektronischer Form in einem PDF-Dokument bis spätestens 15.07.2026 an: unrulymirrors@goethe.de
Bei Rückfragen jeder Art wenden Sie sich an unrulymirrors@goethe.de oder die Ansprechpartnerin am Goethe-Institut Usbekistan, Munira Rakhimdjanova: Kultur-taschkent@goethe.de
DAS TEAM
Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit der Goethe-Institute in Almaty, Hong Kong, Peking, Seoul, Usbekistan, Tokyo und Ulan Bator.DIE PARTNER*INNEN
MISSYMissy Magazine ist ein zweimonatlich erscheinendes Print-Magazin aus Berlin, das sich den Themen Pop, Politik und Feminismus widmet.
GRAND BEAUTY
GRAND BEAUTY ist eine mehrfach preisgekrönte transkulturelle Initiative für Schönes, Diversität und Dialog aus Leipzig, in der Schönheitsexpert*innen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte zusammenwirken.