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18:30 Uhr
STRUKTURWANDEL ALS CHANCE?
Der ostdeutsche Umbruch in Bild und Zeitgeschichte |Ausstellungsbesuch und Gespräch mit Holger Herschel und Annette Schuhmann
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Goethe-Institut Brüssel, Brüssel
- Sprache In deutscher Sprache
- Preis Freier Eintritt
Heute, 35 Jahre später, blicken wir über die Bilder in eine Zeitkapsel zurück. Wir werden Zeug*innen des radikalen Transformationsprozesses von der sozialistischen Planwirtschaft in die marktwirtschaftlich geführte Industriegesellschaft.Gemeinsam mit Holger Herschel und Dr. Annette Schuhmann, Historikerin und Kulturwissenschaftlerin, wollen wir uns diesem Prozess nähern, der den Menschen oft eine hohe Anpassungsfähigkeit abverlangte, aber auch die Frage nach Wert und Zukunft der Arbeit in Umbruchszeiten – damals wie heute – stellen.
Die Erfahrungen (…), die aus der Transformationsgeschichte gewonnen wurden, könnten einen Prozess in Gang bringen, der Arbeitnehmer*innen in Strategien der gegenwärtigen Krisenbewältigung einbezieht und somit die Kosten für zukünftige gesellschafts-politische Problemlagen senkt.
(Annette Schuhmann, Vergessene Zukunft)
Programm
18:00 Uhr Einlass
18:30 Uhr Begrüßung
18:45 Uhr Gespräch mit Holger Herschel und Dr. Annette Schuhmann,
moderiert durch Andrea Gärtner, Büro des Landes Berlin bei der EU
20:00 Uhr Empfang und Ausstellungsbesuch mit Holger Herschel
Um Anmeldung wird gebeten. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Goethe-Instituts Brüssel, des Büros des Landes Berlin bei der EU und der Vertretung des Landes Brandenburg bei der EU.
Holger Herschel
Fotograf
Holger Herschel studierte Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und war anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bauakademie der DDR in Berlin. Kurz vor der Wende wurde er Fotolaborant und später Fotograf am Maxim Gorki Theater Berlin. Seit 1992 ist er freiberuflich als Fotograf tätig, vorwiegend in den Bereichen Denkmalpflege, Architektur und Porträt. Die Publikation Vergessene Zukunft, 2025 im Christoph Links Verlag erschienen, präsentiert zwölf seiner Fotoserien, die den ostdeutschen Umbruch eindrücklich zeigen.
Annette Schuhmann
Autorin, Historikerin und Wissenschaftlerin, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Annette Schuhmannn studierte Geschichte, Süd- und Osteuropa-Geschichte und Politologie und promovierte zu Kulturarbeit in staatssozialistischen Industriebetrieben. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Geschichte der Industriearbeit und ihrer Produzent*innen in der DDR, Computerisierung der Arbeit seit den 1950er Jahren, Netzwerkstrukturen in Ostmitteleuropa, Visual History und Oral History. Zuletzt erschien ihr Buch Wir sind anders. Wie die DDR Frauen bis heute prägt, Hoffmann und Campe 2025.
Ort
Rue Belliardstraat 58
1040 Brüssel
Belgien