Debatte „Interreligiöser Dialog: Hoffnung und Herausforderung“: Khalid Hajji trifft Avi Tawil

Neue Wir-Erzählungen Sandra Kastl

Do, 26.05.2016

BOZAR

Rue Ravenstein - Ravensteinstraat 23
1000 Brüssel

Welche neuen Geschichten können wir uns gegenseitig von Europa erzählen und gemeinsam entwickeln? Wer wollen wir sein und wo wollen wir gemeinsam hin? Die Reihe „Neue Wir-Erzählungen: Eine Zukunftsressource für Europa“ geht in eine neue Runde. Ein Gespräch zum Thema „Interreligiöser Dialog: Hoffnung und Herausforderung“ mit Khalid Hajji und Avi Tawil. Die Moderation übernimmt Matthias Krupa („Die Zeit“). 

Religion dient als Vorwand für Hass, Gewalt und die Stigmatisierung ganzer Bevölkerungsgruppen. Khalid Hajji, Direktor des Brussels Forum of Wisdom and World Peace, und Avi Tawil, Rabbiner und Direktor des European Jewish Community Centre, halten dagegen und laden zum interreligiösen Gespräch ein.

Khalid Hajji ©Kahlid Hajji

Khalid Hajji ist Vorsitzender des Brüsseler Forums für Weisheit und Frieden, Generalsekretär des Europäischen Rates der marokkanischen Ulemas Brüssel und stellvertretender Leiter des „Maghrebinischen Zentrums für Zivilisationsstudien“. Außerdem trägt er zur Ausbildung von Imamen in Europa bei und vermittelt muslimischen Religionsführern die europäische Kultur. Seine Interessens- und Forschungsschwerpunkte sind u.a. die ‚Erneuerung des islamischen Diskurses‘ sowie ‚Muslime in Europa‘, zu denen er bereits einige Forschungsprojekte leitete. Als Denker und Schriftsteller veröffentlichte er zudem in verschiedenen Zeitungen und wissenschaftlichen Magazinen zahlreiche Artikel, wobei er Mitherausgeber des arabischen Magazins Alumnaataf ist.

Avi Tawil © Avi Tawil

Rabbi Avi Tawil ist derzeit Leiter des European Jewish Community Centre (EJCC), einer gemeinnützigen Einrichtung mit Sitz in Brüssel, die die jüdische Kultur in Europa fördert. Er wurde in Buenos Aires geboren, wuchs dort auf und studierte anschließend an mehreren Universitäten Rabbinische jüdische Philosophie und Kabbala. Im Chabad-Hauptquartier in Brooklyn, NY, wurde Tawil zum Rabbiner ordiniert. Von 2001 bis 2003 leitete er pädagogische und humanitäre Programme mit den jüdischen Gemeinschaften in Kuba und Patagonien. Seit 2004 lebt Tawil mit seiner Familie in Brüssel, wo er mehrere Kulturprojekte sowie Seminare zum Thema ‚interkultureller Dialog‘ entwickelt hat.

 

Die Gesprächsreihe:

Was braucht man, um die Europäische Union, aber auch Europa insgesamt, als politisches, wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Projekt voranzubringen? Welche europäische Erzählung haben wir, die uns Leitbilder und Leitmotive bieten kann, um unseren gemeinsamen Kurs zu bestimmen? Dies ist die Fragestellung der vom Goethe-Institut und anderen Partnern initierten Gesprächsreihe. Bisher diskutierten unter anderem Gesine Schwan, Martin Schulz, Thomas de Maizière, Věra Jourová, Helmut Schmidt, Jacques Delors, Norbert Lammert und Geert Mak. Die Gesprächsreihe wird im Hörfunkprogramm von WDR 3 und im Internet unter wdr3.de präsentiert.
 

Eine Reihe des Goethe-Instituts in Zusammenarbeit mit dem ARD-Verbindungsbüro Brüssel und Die Zeit. Mit freundlicher Unterstützung des BOZARs.

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