Film Alexander Kluge: Nachrichten aus der ideologischen Antike

Marx - Eisenstein - Das Kapital ©Kairos Film

Fr, 04.05.2018 -
Sa, 05.05.2018

Cinéma Aventure

Rue des Fripiers 15 Kleerkopersstraat
1000 Bruxelles

Marx – Eisenstein – Das Kapital

Am 5. Mai 2018 jährt sich der Geburtstag von Karl Marx zum 200. Mal. Aus diesem Anlass zeigt das Goethe-Institut Alexander Kluges monumentalen Film „Nachrichten aus der ideologischen Antike: Marx – Eisenstein – Das Kapital“ (D 2008, '570).

Der sowjetische Filmpionier Sergej Eisenstein, verantwortlich für so bahnbrechende Werke wie "Panzerkreuzer Potemkin" (1926) und ein Meister der affektstarken Montage, hatte einen ehrgeizigen Plan: »Der Entschluß steht fest, das KAPITAL nach dem Szenarium von Karl Marx zu verfilmen«, notierte er 1927. Ihm schwebte die Anwendung völlig neuer, aus James Joyce’ Roman „Ulysses“ abgeleiteter Formen vor: »faits divers«, »emotionale Konvolute« und Reihen »dialektischer Bilder«. Zu Lebzeiten Eisensteins blieb der Plan ohne Umsetzung. Mehr als 80 Jahre später nahm sich Alexander Kluge der Sache an. Das Resultat, „Nachrichten aus der ideologischen Antike“, dauert fast zehn Stunden und versammelt filmische Miniaturen zu Marx’ Theorie, die uns, so Kluge, so nah und so fern sei wie die Antike. Gespräche mit Peter Sloterdijk, Dietmar Dath, Oskar Negt, Boris Groys, Rainer Stollmann entwickeln unterschiedliche Perspektiven auf „Das Kapital“.

 



Alexander Kluge Zuschnitt ©Kirchgessner Alexander Kluge wurde 1932 in Halberstadt geboren und begann sein Berufsleben als Rechtsanwalt. Er wandte sich bald der Sozialtheorie, der Literatur und dem Film zu. Mit Filmen wie „Abschied von Gestern“ (1966) oder der Beteiligung an dem Kompilationsfilm „Deutschland im Herbst“ (1978) avancierte er zu einem der wichtigsten Vertreter des Neuen deutschen Films. In den 1980er Jahren verlagerte er den Schwerpunkt seines Schaffens auf das Fernsehen, vor allem auf die Produktion von Kulturmagazinen. Für sein Werk erhielt er viele Preise, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Theodor-W.-Adorno-Preis, den Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf und zuletzt den Jean-Paul-Preis für sein literarisches Lebenswerk.
 

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