Lecture-Performance Heba Y. Amin: "The General's Stork"

Heba Y. Amin © Heba Y. Amin

Sa, 16.02.2019

ThalieLab

Rue Buchholtz 15
1050 Brüssel

Heba Y. Amin (geb. 1980, Kairo, Ägypten, lebt und arbeitet in Berlin) arbeitet international als Künstlerin, Wissenschaftlerin und Dozentin. In ihrer forschungsbasierten künstlerischen Praxis erkundet Heba Y. Amin Themenbereiche, die um Urbanität und Technologie kreisen. Ihr besonderes Interesse gilt dabei Subversionstechniken und kritischen Raumtaktiken, die bestehende Systeme, Machtverhältnisse und Interpretationsfähigkeiten in Frage stellen.
 
Die Lecture Performance The General's Stork (2016-heute) ist inspiriert von militärischen Technologien des 20. und 21. Jahrhunderts, die vor dem Hintergrund der Geographie des Nahen Ostens entwickelt wurden: Ende 2013 machte Ägypten Schlagzeilen, als Behörden einen Wanderstorch auf seiner Reise von Israel nach Ägypten aufgrund eines elektronischen Geräts, das an seinem Körper befestigt war, einfingen. Sie hielten ihn für einen Spion. Bereits vor rund 100 Jahren prophezeite Lord Allenby, ein britischer Feldmarschall in Kairo, dass 'vogelähnliche Maschinen' Jerusalem von den Osmanen zurückerobern werden. The General´s Stork ist eine literarische Performance, in der biblische Prophezeiungen, koloniale Erzählungen und die Überwachungspolitik zusammenfließen, um den aktuell währenden Zustand der Staatsparanoia, die einen Wandervogel zu einem internationalen Spion macht, zu untersuchen.
 
Heba Y. Amins Arbeiten sind in internationalen Ausstellungen vertreten, zuletzt u.a. auf der 10. Berlin Biennale, der 15. Istanbul Biennale, im Künstlerhaus Bethanien Berlin, dem Kalmar Art Museum in Schweden, La Villette Paris, FACT Liverpool, der Kunsthalle Wien und der 4. Internationalen Biennale in Moskau. Sie ist außerdem Mitbegründerin des Black Athena Collective und Kuratorin für Visual Art/ visuelle Kunst für das MIZNA Journal (US). Darüber hinaus war Amin mitverantwortlich für die subversive Graffitikunst in der TV-Serie Homeland, die weltweit mediale Aufmerksamkeit erlangt hat.
 

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