Kino K

Coming Out Coming Out © DEFA-Stiftung, Wolfgang Fritsche

Di, 15.10.2019 -
Di, 21.04.2020

KU Leuven

Faculteit Letteren - Justus Lipsius Saal
Blijde Inkomststraat 21
3000 Löwen

Deutscher Filmclub an der KU Leuven

Der Filmclub KINO K an der Universität in Löwen präsentiert den deutschen Film in seiner ganzen Vielfalt. Bereits seit 2012 finden die monatlichen Filmvorführungen statt – und das stets nach dem gleichen offenen Prinzip: Der Eintritt ist frei und jeder ist willkommen. 
 
Programm 
15.10.2019 Die Akte General (2016, Stephan Wagner)
19.11.2019 Coming Out (1989, Heiner Carow)
17.12.2019 Fack ju Göhte (2013, Bora Dagtekin)
25.02.2020 In den Gängen (2018, Thomas Stuber)
24.03.2020 Casting (2017, Nicolas Wackerbarth)
21.04.2020 Alle Anderen (2009, Maren Ade)

Die Akte General, Stephan Wagner, 89 Min, 2015
Das Politdrama beleuchtet die historische Persönlichkeit Fritz Bauer, der als hessischer Generalstaatsanwalt in den Jahren 1959 bis 1962 an der Ergreifung Adolf Eichmanns beteiligt war. 


Coming Out, Heiner Carow, 89 Min, 1989
Ostberlin, gegen Ende der achtziger Jahre: Philipp, ein junger Lehrer, beginnt eine Liebesbeziehung mit seiner Kollegin Tanja. Seine wirkliche sexuelle Neigung hat er jahrelang verheimlicht, bis in ihm die Wiederbegegnung mit seinem einstigen schwulen Freund Jacob die unterdrückte Sehnsucht erneut bewusst macht. In einer Schwulenkneipe lernt Philipp Matthias kennen und verliebt sich in ihn. Von da an führt der Lehrer ein Doppelleben: Tanja soll nichts von Matthias erfahren, vor Matthias hält er die Beziehung zu Tanja geheim. Das geht nicht lange gut. COMING OUT war der erste und einzige Spielfilm der DDR, der sich offen mit dem Thema Homosexualität beschäftige – uraufgeführt am 9. November 1989, am Abend, als die Berliner Mauer fiel.


Fack ju Göhte, Bora Dagtekin, 113 Min, 2013
Nach 13 Monaten Haft sucht der Ganove Zeki Müller die Beute seines letzten Raubzugs und bewirbt sich aus Hausmeister einer Schule, unter deren neuer Turnhalle das Geld vergraben ist. Doch Zeki bekommt einen Job als Aushilfslehrer; er muss sich mit einer naiven Referendarin und mit Problemkids herumschlagen, die nicht einmal „Fuck you, Goethe“ richtig schreiben können; so beginnt der junge Mann unfreiwillig eine pädagogische Karriere. Bora Dagtekins wilde Farce war der erfolgreichste deutsche Film des Jahres 2013. 
 

In den Gängen, Thomas Stuber, 125 Min, 2018
Christian hat einen neuen Job als Lagerarbeiter in der Getränkeabteilung eines Großmarkts – eine Welt, die den Kunden verwehrt bleibt; sie wäre unerträglich monoton, gäbe es nicht die Kollegen und die Hoffnung auf den Aufstieg zum Fahrer eines Gabelstaplers. Und wäre da nicht Marion von den Süßwaren, in die sich Christian schwer verliebt. Als er erfährt, dass Marion verheiratet ist, bricht für ihn eine Welt zusammen. Bruno, der ältere Staplerfahrer und väterliche Freund, kann ihm da kaum helfen – und plötzlich ist Bruno nicht mehr da. 

Casting, Nicolas Wackerbarth, 91 Min, 2016/17
Vera will ein Remake von Fassbinders DIE BITTEREN TRÄNEN DER PETRA VON KANT drehen, dabei aber die Rolle der Karin Timm (in Fassbinders Film: Hanna Schygulla) von einem Mann spielen zu lassen. Die Wahl der Hauptdarstellerin fällt ihr schwer, erfolglos testet sie eine Kandidatin nach der anderen. Gerwin, ein gescheiterter Schauspieler, hat die Aufgabe des Anspielpartners übernommen, zunächst ohne jede Aussicht, seinerseits eine Rolle in dem Film zu bekommen. Bald aber will er mehr als nur den Part eines Stichwortgebers und ist dafür auch zu Intrigen bereit. Produzent Manfred wird wegen der Ansprüche der Regisseurin immer ungeduldiger. Gerwins ambitionierte Hoffnung auf eine große Rolle zerschlägt sich, ihm bleibt nur ein kleiner Auftritt. 

Alle Anderen, Maren Ade, 124 Min, 2009
In der sehnsuchtsvollen Ferienstimmung auf Sardinien, losgelöst vom Alltag, spitzen sich die Probleme des Paares um Freiheit und Anpassung drastisch zu. Die intimen und allzu bekannten Gefühle, Situationen und Handlungsmuster werden von den herausragenden Darstellern so wahrhaftig und lebensnah vermittelt, dass es beinahe schmerzt. 

In Zusammenarbeit mit der Katholieke Universiteit Leuven (Faculteit Letteren)

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