Festival mit Performances, Musik und Diskussionsrunden Freiraum Festival

Freiraum Festival Logo Goethe-Institut / Design Atelier Brenda

Fr, 30.10.2020 -
So, 01.11.2020

Ein hybrides Festival zum Stand der Freiheit heute mit Stimmen aus ganz Europa

Vom 30. Oktober bis 1. November 2020 findet das Freiraum Festival statt. In digitalen und physischen Formaten in Brüssel, Berlin und in 20 anderen europäischen Städten von Athen über Prag bis Turin geht das Goethe-Institut anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft gemeinsam mit Akteur*innen aus 42 europäischen Städten aus Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft der Frage nach:  
Was ist der Stand der Freiheit heute in Europa, in Corona Zeiten? 

Anmeldung für den Eröffnungsabend im BOZAR am 30.10.2020
Anmeldung „Big Conversation“ am 31.10.2020
Kontakt- und Ausgangssperren, Grenzschließungen und Überwachung haben während der letzten Monate der Corona-Pandemie das Leben der Europäer*innen bestimmt – sowohl private als auch öffentliche Freiheiten wurden eingeschränkt. Welchen Stellenwert hat Freiheit heute in Europa? Wo ist sie in Gefahr und wie können wir sie schützen? Im Zentrum des -Freiraum Festivals stehen offene Dialoge zu den neuen, (post-)pandemischen Realitäten in Europa, zur Rolle von sozialen Bewegungen, zu solidarischem Handeln sowie zu neuen künstlerischen Formaten für eine resiliente und inklusive Gesellschaft.

Das Freiraum Festival bietet physische und digitale Formate. Im BOZAR in Brüssel spricht am 30. Oktober 2020 zur Eröffnung des Festivals der belgische Philosoph Philippe Van Parijs. Der bulgarische Politologe und Jean-Améry Preisträger 2020 Ivan Krastev nimmt an einer online Debatte im Rahmen der Reihe „Neue Wir-Erzählung“ des Goethe-Instituts Brüssel in Kooperation mit dem ARD-Verbindungsbüro Brüssel und der Wochenzeitung „Die Zeit“ teil. 

Europaweit live übertragen wird am 31. Oktober und 1. November 2020 ein Online-Programm mit voraufgezeichneten Vorträgen, Live-Diskussionen und experimentellen Performances. Eva Illouz, Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie an der École des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris, eröffnet das Online-Programm mit einer Rede zum Konzept des „Zuhause“ (frz. "foyer"), sowohl als Zufluchtsort wie auch als Gefängnis in Corona-Zeiten.

Das Freiraum Festival in Brüssel verlegt am 31. Oktober 2020 seinen Ort in das multidisziplinäre Theaterhaus Beursschouwburg. Neben künstlerischen Interventionen und Projektpräsentationen findet am zweiten Festivaltag mit der „Big Conversation“ eine partizipative Diskussionsrunde zum Thema Medienfreiheit statt. Medienschaffende aus ganz Europa, Vertreter*innen europäischer Institutionen sowie NGOs debattieren zusammen mit dem Publikum über den Stand der Medienfreiheit in Europa.
 

PROGRAMM FREIRAUM FESTIVAL IN BRÜSSEL 30.-31.10.

  • FREITAG, DEN 30.10.2020 (19:00-21:00 Uhr) – BOZAR: Eröffnungsabend

- Musik: Freiraum-Rhapsody“, Konzept von Edit Pula und komponiert von Fatos Qerimaj (Tirana, 2018) unter der Leitung von Floris Lammens

Eröffnung, Begrüßung
Paul Dujardin, Leiter von BOZAR
Dr. Elke Kaschl Mohni, Regionalleiterin Südwesteuropa, Goethe-Institut
 
- Keynote und Diskussion:
Philippe Van Parijs,
Philosoph, Professor emeritus an der UCLouvain:
“Real freedom for all in the corona era”
& Q&A mit dem Publikum, moderiert von Karl Van den Broeck (BOZAR Agora)
 
- Performance und Statement:
Symbolische und künstlerische Lesung des Freiraum-Manifests durch die Slam-Poetin Samira Saleh
Offizielle Überreichung des Freiraum-Manifests an Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, und Statement zum Thema Freiheit der Kultur in Europa
 
- Live Übetragung der Paneldiskussion zum Thema „A new normal after the lockdown?” mit
Eva Illouz, 
Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität in Jerusalem und an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris, Schriftstellerin
Ivan Krastev, bulgarischer Politologe und Politikberater, Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften von Menschen in Wien und Vorsitzender des Centre for Liberal Strategies in Sofia
Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts 
Moderation: Matthias Krupa (Die Zeit); 

"A new normal after the lockdown?" 
This virus is anything but biological: It is above all a political event.
Eva Illouz, June 2020
The world will be different, not because our societies want a change …, but because we simply cannot go back.
Ivan Krastev, June 2020
 
From one day to the next everything was different: our daily life, our daily work, our daily togetherness. Or just: not togetherness. We were home alone, together with the whole world. That was the feeling, as the pandemic spread across Europe in early spring. Now, in autumn, we're stuck in an in-between: between the desire to return to normal and the uncertainty about what kind of normal it is. Shops and schools and restaurants are open, but borders close again. We'll get back together, but not so many. We're still counting infections, but already tired of wearing masks. And Trump and Putin are still there too … The world will be different, but in which way? We cannot go back, but what lies ahead of us? We would like to discuss about the question, how the new normal after the lockdown looks like. 

Im Rahmen der Reihe „Neue Wir-Erzählungen - Eine Zukunftsressource für Europa“. Welche neuen Geschichten von Europa können wir gemeinsam entwickeln und uns gegenseitig erzählen? Wer wollen wir sein, und wo wollen wir gemeinsam hin? Was benötigen wir, um die Europäische Union und Europa insgesamt als politisches, wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Projekt voranzubringen? Dies ist die Fragestellung der vom Goethe-Institut, ARD-Verbindungs-Büro Brüssel und von Die Zeit initiierten Gesprächsreihe. 
 

  • SAMSTAG, DEN 31.10.2020 (13:30-22:00 Uhr) - Beursschouwburg

 
- 13:30 Uhr: Eröffnung und Begrüßung
Melat Gebeyaw Nigussie, Leiterin von Beursschouwburg
Dr. Elke Kaschl Mohni, Regionalleiterin Südwesteuropa, Goethe-Institut

Symbolische und künstlerische Lesung des Freiraum-Manifestes durch die Slam-Poetin Samira Saleh 

- 14:00 – 19:00 Uhr: Live Broadcasting des Freiraum Online-Programms im Beurs-Café
Kommentierung vor Ort und Diskussion mit Karl Van den Broeck, Hauptredakteur von Apache.be. Moderation: Bouchra Lamsyeh & Petar Sarjanović

- 18:00-20:30 Uhr: „Big Conversation“ zum Thema Pressefreiheit in Europa im Gouden Saal und im gesamten ersten Stock
Neun Tische mit jeweils einer/m Expert*in und fünfzehn Gästen, ein Thema pro Tisch, zwei Runden und somit zweieinhalb Stunden intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema Pressefreiheit.
Partizipative, experimentelle Diskursveranstaltung mit:
Julie Majerczak  – Reporters without borders (europaweit)
Catherine André – Chefredakteurin, VOX Europe (europaweit)
Raffaella De Marte – EU Parlament, Leiterin der Media Service Unit, Generaldirektion Kommunikation (EU)
Karl Van den Broeck – Apache.be (BE)
Béatrice Delvaux – Le Soir (BE)
Quentin Noirfalisse – MEDOR (BE)
Gia Abrassart – freie Journalistin (BE)
Bleri Lhesi – freier Journalist, u.a. MO* (ALB)
Alia Papageorgiou – Association of European Journalist (GR)
Moderation: Bouchra Lamsyeh & Petar Sarjanović

- Ab 20:30 Uhr: DJ-Set im Beurs Café 
mit Bleri Lhesi aka DJ Bruselo

&
 

PROGRAMM online summit 30.10.-01.11.

Live am 30.-31.10. und 01.11. auf www.freiraumfestival.eu 

​Künstlerische Leitung des Festivals und Konzept: ArtBOX.gr | Creative Arts Management & Goethe-Institut
Partner des Brüsseler Festivals: BOZAR und Beursschouwburg sowie ARD-Verbindungsbüro Brüssel und Die Zeit. 

Freiraum“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts und geht seit 2017 gemeinsam mit 53 Akteur*innen aus Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in 42 Ländern Fragen zum Stand der Freiheit in Europa nach. Das Freiraum Festival wird in Zusammenarbeit mit einem Kurator*innenteam aus dem Partnernetzwerk und unter der künstlerischen Leitung von ArtBOX Creative Arts Management organisiert. Es ist Teil einer Reihe von Projekten, die das Goethe-Institut anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft europaweit durchführt. Weitere Informationen dazu unter: www.goethe.de/EU2020
Freiraum © Goethe-Institut / Design Sandra Kastl

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