Kosmoperzeptionen* des Waldes
Über das Projekt
Die Initiative basiert auf dem Erfahrungsaustausch in indigenen und traditionellen Territorien Südamerikas und Europas und bringt Künstler*innen, Forscher*innen und Gemeinschaften zusammen, die gemeinsam die Beziehungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Wesen regenerieren wollen.
Geebnet wird der Weg durch künstlerische, wissenschaftliche und ancestrale Narrative, die sich in einem fortlaufenden Dialog befinden – um neue Lebensweisen zu inspirieren und globale Debatten rund um Klimagerechtigkeit mitzugestalten.
Wir sind in Belém! Erfahren Sie mehr über unsere Projekte.
Dieses Projekt wird vom Goethe-Institut Rio de Janeiro in Zusammenarbeit mit den Instituten in São Paulo, Kolumbien, Finnland und München durchgeführt.
Residenzen
Zwischen 2024 und 2025 finden Residenzen in verschiedenen Territorien statt – vom Amazonasgebiet und dem Atlantischen Regenwald bis zu den borealen Wäldern in Nordeuropa und Museen in Deutschland, die Sammlungen indigener Völker beherbergen. An jedem dieser Orte bestimmen die gastgebenden Gemeinschaften selbst die Themen, Methoden und Arbeitsweisen. Wissen und Austausch entsteht dabei aus den jeweiligen lokalen Kosmoperzeptionen heraus.In diesen Begegnungen gehen Kunst und Wissenschaft Hand in Hand: von Forschungen zu Biodiversität und Klimawandel bis hin zu kollektiven Schöpfungsprozessen, die Klimagerechtigkeit, regenerative Ökonomien und koloniale Brüche thematisieren.
Die Ergebnisse dieser Residenzen werden in einer Ausstellung zur COP30 in der Galeria Benedito Nunes im Zentrum von Belém präsentiert, wo Werke und Prozesse mit einem lokalen und internationalen Publikum geteilt werden.
Erfahren Sie mehr über unsere Projekte auf der COP 30.
Erfahren Sie mehr über die Residenzen:
- Museum Fünf Kontinente, München, und Nantesbuch (Deutschland)
- Gáregasnjárga, Sápmi (Finnland)
- Ateliê Arte Mangue Marajó, Pará (Brasilien)
- Aldeia Rio Silveira, São Paulo (Brasilien)
- La Chorrera, Kolumbianischer Amazonas
Transversale Bewegungen
Das Projekt beschränkt sich nicht auf Residenzen: Es pulsiert in verschiedenen Räumen, Zeiten und Formaten. Zahlreiche Initiativen sind hinzugekommen, die Momente der Begegnung, Reflexion und des Zelebrierens ermöglichen:- REPAIR * RECONNECT * REMATRIATE 2025, Rio de Janeiro (Brasilien)
- AMAZONAS-WOCHE 2025, Berlin (Deutschland)
Die Konferenz „Archäologie und Kosmoperzeptionen des Waldes“, in Partnerschaft mit der FAPESP und unterstützt vom Projekt „Amazônia Revelada“ und der Cátedra Martius, beleuchtet neue archäologische Entdeckungen im Amazonasgebiet, ermöglicht durch Spitzentechnologie im Dialog mit dem traditionellen Wissen indigener Völker. Zudem wird die Kartierung archäologischer und ethnografischer Sammlungen vorgestellt, die tiefe Verbindungen zwischen Territorium, Erinnerung und Kosmologien offenbart.
Unterstützt vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) wurde eine musikalische Performance von Patrick Angello realisiert, der den Soundtrack des zweiten Films der Serie „Forest Histories“ mit dem Titel „Kosmopolitik des Waldes“ komponierte. Dieses Projekt entstand in Zusammenarbeit mit João Paulo Lima Barreto, Anita Ekman, Ana Matyhas, João Vitor Campos Silva (Instituto Juruá) und mit Unterstützung der Cinemateca Brasileira.
- FESTIVAL GREEN CULTURE 2025, Essen (Deutschland)
- ATLAS BRASILIENSIS 2025, München (Deutschland) und Manaus (Brasilien)
Entstanden im Laufe des Jahres 2025 in der Lithografie-Werkstatt der Münchner Künstlerhaus-Stiftung sowie in Manaus (Bahserikowi – Zentrum für indigene Medizin und MUSA – Amazonas-Museum), wird das Projekt von Anita Ekman, Dr. João Paulo Lima Barreto (Tukano), Ivan Barreto (Tukano) und Frauke Zabel koordiniert. Mitwirkende sind u.a. Freg J. Stokes (Max-Planck-Institut für Geoanthropologie) und Laura Kemmer (Cátedra Martius – Deutschland-Brasilien für Geisteswissenschaften und Nachhaltigkeit).
- MITsp 2025, São Paulo (Brasilien)
- SKÁBMAGOVAT INDIGENES FILMFESTIVAL 2025, Sápmi (Finnland)
- ANTHROPOZÄN-CAMPUS 2024, Rio de Janeiro (Brasilien)
- Forschung zur borealen Waldregion 2024, Sápmi (Finnland)
- Online-Studiengruppe 2024–2025 (Remote)
Publikation
Ein Teil, der in den letzten zwei Jahren entstandenen Inhalte ist in einem Spezial der Humboldt-Zeitschrift versammelt, um die Verbreitung dieser Stimmen und Wissensformen für verschiedene Zielgruppen zu erweitern.Teilnehm*innen
Projektpartner
Das Projekt findet unter Federführung des Goethe-Instituts Rio de Janeiro in Zusammenarbeit mit weiteren Goethe-Instituten in Südamerika sowie in Kooperation mit institutionellen Partnern in Deutschland, Südamerika und Finnland statt.
• Bahserikowi – Zentrum für indigene Medizin • MUSA – Museu da Amazônia • Instituto Juruá • Heinrich-Böll-Stiftung Brasilien • Cátedra Martius Deutschland-Brasilien für Geisteswissenschaften und Nachhaltigkeit (USP / DAAD) • ifa – Institut für Auslandsbeziehungen • Cinemateca Brasileira • Fundação Cultural do Pará / Galeria Benedito Nunes • Amazônia Revelada • Studio Curva • Botschaft von Brasilien in Berlin • Steindruck München, Münchner Künstlerhaus-Stiftung