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Kapitel 7
Die portionierte Grenze

Verkauf von Mauerstücken, Bild entstanden zwischen 15. November 1989 und 15. Januar 1990 in Berlin, Nähe Brandenburger Tor
Verkauf von Mauerstücken, Bild entstanden zwischen 15. November 1989 und 15. Januar 1990 in Berlin, Nähe Brandenburger Tor | Foto: Jürgen Lottenburger © wir-waren-so-frei.de

Als Erinnerung behalten viele Mauerspechte „ihr Stück Mauer“. Was sie gerade noch begeistert aus dem Beton schlagen, ist ein paar Sekunden später schon kapitalisiert: Profis zerlegen die ehemalige Staatsgrenze und verkauften sie portioniert an Touristen und alle, die ihr Werkzeug vergessen haben. 

Von Regine Hader und Dr. Andreas Ludwig

Im November des Jahres 1998 kostet das Mauerstück 5 DM.

Ein Mauerstück von der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze Ein Mauerstück von der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze | Foto: Andreas Ludwig Der Berliner Tagesspiegel berichtet über ein Abbruchunternehmer, der Betonsegmente der Mauer kauft, sie systematisch zerlegt, im Zweifelsfall nochmal die Sprühdose ansetzt und schließlich mit „Echtheitszertifikat“ auf den über Jahre nicht versiegenden Markt bringt. Auch heute noch kann man diese Souvenirs in Museumsshops erwerben – wo auch immer der Nachschub herkommen mag.

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