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Counter Memories Key Visual© Goethe-Institut

Konversationen

Die Gesprächsreihe Counter-Memories untersucht eine Reihe von internationalen Denkmälern und Gedenkstätten, deren symbolische Bedeutung oft viel über unser Verhältnis zur Geschichte verrät. Die Goethe-Institute in Nordamerika, das Thomas-Mann-Haus und Onassis LA werden Künstler*innen, Aktivist*innen und Intellektuelle zu illustrierten virtuellen Gesprächen rund um das historische Gedächtnis zusammenbringen. Sehen Sie hier die Aufzeichnungen der Gespräche, die bisher stattgefunden haben.

Counter-Memories Episode 6 – Ada Pinkston & Angela N. Carroll | Baltimore © VATMH e. V.

Baltimore
Ada Pinkston & Angela N. Carroll

Das Green Book wurde als jährlich erscheinender Reiseführer von Afroamerikaner*innen auf der Suche nach 'safe spaces' vor dem Hintergrund der rassistischen Jim Crow-Politik ins Leben gerufen. Zu jener Zeit war die Pennsylvania Avenue in Baltimore, Maryland, ein kulturelles Zentrum sowie Dreh- und Angelpunkt afroamerikanischer Kultur. In dieser Episode werden die Künstlerinnen Ada Pinkston und Angela N. Carroll den Kontrast zwischen der kulturellen Lebendigkeit jener vergangenen Zeit und dem Mangel an Ressourcen in der Gegenwart untersuchen.

Mischa Kuball & Paul Holdengräber © Google Earth

Stommeln
Mischa Kuball & Paul Holdengräber

Die Synagoge in Stommeln ist einer der wenigen Orte des öffentlichen jüdischen Lebens in Deutschland, der während der Pogrome von 1938 nicht zerstört wurde. Um diesem Ort eine neue Wahrnehmung und Aufmerksamkeit in der Bevölkerung zu verschaffen, beleuchtete der Konzeptkünstler und Professor für öffentliche Kunst Mischa Kuball die Synagoge über einen Zeitraum von acht Wochen. Wie eine Lichtskulptur warf das Gebäude Licht auf seine Umgebung und wurde zu einem weithin sichtbaren Symbol. 

Susan Neiman & Paul Holdengräber | Berlin © Goethe-Institut

Berlin
Susan Neiman & Paul Holdengräber

Die Philosophin Susan Neiman, Direktorin des Einstein Forums, spricht mit dem Kurator Paul Holdengräber über das Sowjetische Ehrenmal im Berliner Treptower Park. Das Denkmal wurde 1949 zum Gedenken an die dreizehn Millionen gefallenen Soldaten der Sowjetunion errichtet, die im Kampf gegen den Faschismus ihr Leben ließen. Am Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs gedenken die Menschen dort ihrer gefallenen Angehörigen. Doch trotz seiner monumentalen Größe ist es im kollektiven Bewusstsein der deutschen Hauptstadt wenig präsent.

Veka Duncan & Elianna Kan | Mexico City © Goethe-Institut

Mexiko Stadt
Veka Duncan & Elianna Kan

Die Kunsthistorikerin Veka Duncan und die Übersetzerin und Autorin Elianna Kan diskutieren über den Stadtteil Tlatelolco in Mexiko-Stadt. Nach dem schweren Erdbeben von 1985 errichteten die Bewohner von Tlatelolco auf den Trümmern des ehemaligen Nuevo-Leon-Gebäudes eine Sonnenuhr zum Gedenken an die Opfer. Die Geschichte von Mexiko-Stadt und insbesondere von Tlatelolco gleicht einem Palimpsest: Historische Ereignisse haben ihre Spuren hinterlassen, die wiederum von anderen Ereignissen überdeckt, aber nie ganz ausgelöscht wurden. 

Glenn North, Staci Pratt & Amira El Ahl | Kansas City © Goethe-Institut

Kansas City
Glenn North, Staci Pratt & Amira El Ahl

Die Episode „Counter-Memories Kansas City“ dreht sich um die Geschichte des Levi Harrington Memorial Markers als Beispiel dafür, wie eine lokale Initiative in Kansas City versucht, an die unzähligen Opfer von Lynchjustiz zu erinnern und historisches Gedenken zu schaffen. Sie besteht aus einem Gespräch zwischen Glenn North und Staci Pratt, den beiden Gründern des Community Remembrance Project of Missouri Kansas City, und der Journalistin Amira El Ahl.

Counter-Memories: Joel Garcia & Paul Holdengräber | Los Angeles © Erick Iñiguez

Los Angeles
Joel Garcia & Paul Holdengräber

Paul Holdengräber ist ein Interviewer und Kurator. Er ist der Gründungsgeschäftsführer von Onassis Los Angeles (OLA). Sein Gespräch mit Joel Garcia, Künstler, Kunstadministrator und Kulturorganisator mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der transnationalen Arbeit mit Fokus auf gemeinschaftszentrierte Strategien, dreht sich um Denkmäler und die Geschichte von Sklaverei und Unterdrückung in Los Angeles.

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