Robert Lippok
Künstlerresidenz in Chocó

Robert Lippok Foto: Andrés Vélez

​„Meinen Aufenthalt in Chocó in Worte zu fassen, fällt mir schwer. Selten hatte ich so große Angst, nachts allein in meinem Haus, hundert Meter vom Strand entfernt, am Rande des Regenwaldes. Aber auch selten hat sich mir die Schönheit der Natur mit solch einer Macht offenbart. Am Tag meiner Abreise war ich fassungslos, aufgelöst, ohne Sprache.

Dass Ana Garzón Sabogal von Más Arte Más Acción die Reise begleitete, war ein Segen. Ich hatte so viele Fragen: über die politischen Verhältnisse, den auch in Chocó zu spürenden Klimawandel, die Situation der indigenen Völker…. Viele davon konnte sie beantworten oder sie stellte mir jemanden vor, der es konnte.

Meine Zeit dort war kurz und intensiv. Bis heute fühlt es sich so an, als wäre ein Teil von mir noch da, nachts, auf den Pazifik schauend, Gewitterstürme in der Ferne.“

Robert Lippok arbeitet als Musiker und bildender Künstler.
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