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Doaa Darwish
Zero Day

Biografie:
 
Doaa Darwish ist eine New Media Designerin. Die Einbeziehung moderner Technologien macht einen wesentlichen Aspekt ihres audiovisuellen Schaffens aus.
 
Doaa erhielt 2014 ihren Bachelorabschluss in Architektur von der Arab Academy for Science, Technology and Maritime Transport in Kairo und schloss 2019 einen Master in digitalen Medien an der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort in Deutschland ab.
 
Zwischen 2016 und 2019 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Media Labs der Hochschule Rhein-Waal. Konkret untersuchte sie die Anwendung moderner Technologien für audiovisuelles Storytelling, Theater und andere künstlerische Liveperformances.
 
Doaa war an vielen experimentellen Liveshows in Deutschland, Russland und Portugal beteiligt. Zurzeit lebt sie in Kairo, wo sie weiter freiberuflich ihrer Forschungsarbeit und ihrem Kunstschaffen nachgeht.
 
Beschreibung:
 


Wir gehen weiter unserer täglichen Routine nach und fühlen uns recht sicher und stabil. Wir scheinen das Leben unter Kontrolle zu haben, bis wir eines Tages aufwachen und begreifen, dass wir schwach und einer unsichtbaren und bislang unbekannten Gefahr ausgesetzt sind. Die Gefahr schlägt ähnlich den „Zero Days“ Cyber-Angriffen zu, bei denen der Hacker ohne Zögern oder Vorwarnung eine Schwachstelle in der Programmierung findet und ausnutzt.
 
Unsere gegenwärtige Situation hat sich ähnlich schnell entwickelt und globale Schwachstellen bloßgelegt, die jeden einzelnen unserer Weltgemeinschaft in einen Schockzustand versetzten. Die Covid-19-Krise und der damit einhergehende soziale Isolationszwang haben zu einer vielschichtigen kognitiven und emotionalen Erfahrung geführt. Menschen müssen sich einem von Angst, Zynismus, Verlust, Sorgen, Panik und Hysterie geprägten Chaos von Gefühlen und Verhaltensweisen stellen.

„Zero Day“ ist eine audiovisuelle Simulation des psychologischen und kognitiven Kaleidoskops, durch das ein Individuum in Isolation seine Umgebung wahrnimmt.
 
Das Projekt beleuchtet den inneren Konflikt, der durch die Veränderung der täglichen Routine und die Distanz zu den Quellen von Stabilität und Sicherheit im Leben ausgelöst ist. Plötzlich hat der Mensch Angst um diejenigen, die ihm nahestehen – aber auch vor ihnen. Er fühlt Entfremdung, Verantwortung und das Unvermögen, mit der Trauer, die die Epidemie in seinem Umfeld verursacht, umzugehen. Die aktuelle Situation ist beispiellos in unserem Leben. Und obwohl der einzelne sich von den jüngst auferlegen Ketten befreien will, treibt ihn die unbändige Angst in das Versteck der vollkommenen Isolation. So stellt sich die Frage: Wird der Mensch in der Lage sein, mit diesen widersprüchlichen Gefühlen umzugehen und automatisch in den Normalzustand zurückzukehren, sobald seine Ketten gelockert werden, oder wird der gesellschaftlich Zustand von Verwirrung und Angst und der Rückzug in die Isolation auch über das Ende der Pandemie hinaus anhalten?

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