Tanz „UN/CONTROLLED GESTURES?"

Kafala Band © Goethe-Institut

Mi, 11.09.2019

Goethe-Institut Kairo - Dokki

17, Sh. Hussein Wasef
Midan El-Missaha
Kairo

Open Studio CHOREOGRAPHIEN AUS NORDAFRIKA UND DEM NAHEN OSTEN

Work in Progress

In dem Projekt „Un/Controlled Gestures?" beschäftigen sich junge Choreographen*innen aus Nordafrika/Nahost mit dem Thema kafala im Sinne einer Verfügungsmacht.
Ziel ist, Konzepte von Autonomie und Selbstbestimmung / Unterwerfung und Begrenzung von Körpern auch mit Blick auf politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Dimensionen durch den Tanz zu befragen.
 
Ausgewählt wurden die teilnehmenden Choreograph*innen über eine offene Ausschreibung. Zum ersten Mal getroffen haben sich die Teilnehmer*innen im Juni in Rabat, wo sie sich bei einem Kick-off Workshop mit Kulturtheoretiker*innen und Tanzexpert*innen austauschen konnten.
 
In Kairo findet nun die erste von zwei Residenzphasen statt: in Begleitung der Kuratorinnen Nedjma Hadj Benchelabi (Brüssel) und Anna Mülter (Berlin) arbeiten die Choreograph*innen an ihren Position, die wir nun als „Work in Progress“ am Goethe-Institut präsentieren:
 
Amar Al Qady (Alexandria) – „IIIII Displacement”                   
Eslam Elnebishy (Kairo) – „Solo 21”
Manal Tass (Marrakesch) - „Koboul”
Mohammed Isaaoui (Tunis) - „Steps”
Salma Salem (Kairo) - „Who the hell is Wonder Woman?”
Sahar Damoni - „Eat Banana & Drink pills"
(Wird nicht gezeigt)
Said El Haddaji (Rabat) - „Howl”
Samaa Wakeem - „I’m losing it”
 
 
Nedjma Hadj Benchelabi: geboren in Algier, arbeitet als Kuratorin, Dramaturgin und Dokumentarfilmerin in Brüssel. Sie war Mitglied des Theaterensembles „Dito’Dito“ (Brüssel) sowie der Künstlergruppe KVS am Brüsseler Stadttheater. 2013 war sie Kuratorin von „DABA Maroc“, einer Ausstellung der zeitgenössischen marokkanischen Kunstsaison in Belgien. Von 2014 bis 2018 kuratierte sie „On Marche“, das internationale Festival zeitgenössischer Kunst in Marrakech/Marokko; ebenso wirkte sie 2016 und 2018 als Kuratorin für den „Arab Art Focus“ beim „Downtown Contemporary Arts Festival“ (D-CAF, Kairo) mit und 2017 für den „Arab Art Focus“ beim „Edinburgh Fringe“ Festival. Zuletzt wirkte sie als Mitglied des kuratorischen Teams des multidisziplinären „Tashweesh“ Festivals, das im Herbst 2018 mit Unterstützung des „Beursschouwburg“ Theaters (Brüssel) und des Goethe-Instituts in Kairo und Brüssel stattfand. Sie ist aktiv involviert in Projekte in den Bereichen Performance und Dramaturgie, Forschung und Dokumentation sowie kuratorische Arbeiten und Publikationen für arabische Nachwuchstänzer*innen und bringt ihre spezifische Expertise darüber hinaus regelmäßig in öffentliche Debatten und Diskussionen in Europa und der MENA-Region ein.

Anna Mülter: Die in Berlin lebende Kuratorin Anna Mülter arbeitet im Rahmen des Tanzprogramms bei „Sophiensaele“ und leitet das jährliche Festival „Tanztage Berlin“, das Werke von Nachwuchschoreographen aus Berlin präsentiert. Gleichzeitig ist sie Teil des Dramaturgenteams des „tanzhaus nrw“ in Düsseldorf. Nach 9 Jahren am HAU Berlin war sie ebenfalls künstlerische Mitarbeiterin des internationalen Festivals für darstellende Kunst „Theater der Welt“ 2014 in Mannheim. Sie war Mitkuratorin des Festivals „Europoly" für die Kammerspiele München und das Goethe-Institut im Jahr 2016 und des ortsspezifischen Projekts „X Apartments" in Athen im Jahr 2015.
 
Unterstützt wird die Künstlerresidenz in Kairo von
Cairo Contemporary Dance Center
Studio Emad Eddin
 

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