Im Jahr 2026 geht das Goethe-Institut London eine neue Partnerschaft mit The Place (UK) und Explore Dance (DE) ein. Das übergeordnete Ziel ist es, Praktiken und Prozesse zu erforschen, um jungen Zuschauern durch Auftragsstrukturen, Künstlerförderung und Tourneen den besten zeitgenössischen Tanz zugänglich zu machen. Zum Auftakt der Zusammenarbeit haben wir in diesem Jahr gemeinsam eine aktualisierte Version von Rotem Weissmans PRISMA in Auftrag gegeben. Die Performance wurde bereits ausgiebig in Deutschland aufgeführt und wird im Sommer 2026 im Rahmen der The Playground Tour von The Place an Schulen in England zu sehen sein.
Im Januar begrüßten wir Rotem und die PRISMA-Compagnie zu einem zweiwöchigen Aufenthalt in London bei The Place und dem Goethe-Institut London. Die Compagnie nutzte die Gelegenheit, um die Aufführung zu überarbeiten und Input von anderen Künstlern und Fachleuten sowie von Grundschülern der Richard Cobden Primary School in Camden zu sammeln. Lia Prentaki unterstützte die Schulveranstaltungen, indem sie die jungen Menschen zu Feedback ermutigte und sie in die Entwicklung der Aufführung einbezog. Jenny Bakst und Sybille Schorm halfen bei der Entwicklung eines Schülerworkshops, der im Sommer parallel zur Aufführung an Schulen angeboten wird.
Das Team wird im Juni wieder zusammenkommen, um letzte Proben vor der geplanten fünfwöchigen Tournee zu Schulen in England durchzuführen.
PRISMA
Wenn Licht durch ein Prisma fällt, zerlegt es sich in ein buntes Farbspektrum und offenbart so das gesamte Spektrum, das in einem einzigen Lichtstrahl verborgen ist. In Prisma greifen die Choreografin Rotem Weissman und ihr Kollektiv dieses Phänomen als Metapher auf: Selbst wenn wir alle dasselbe betrachten, nimmt jeder von uns es anders wahr.
Inspiriert von Kinderbüchern, die Türen zu faszinierenden Welten öffnen – von der wilden Fantasie in „Where the Wild Things Are“ bis hin zu mikroskopischen Universen und der Verwandlung einer Raupe in einen Schmetterling –, übersetzt „Prisma“ Geschichten, Bilder und Figuren in Bewegung. Das Konkrete wird abstrakt, Figuren lösen sich auf und tauchen wieder auf, Erzählungen verschmelzen zu einer geheimnisvollen, humorvollen, farbenfrohen und unerwarteten Welt. Wie in einem Tagtraum verschieben sich Bedeutungen und es entstehen neue Kontexte.
Prisma lädt das junge Publikum dazu ein, seine eigenen Interpretationen zu erforschen, zu feiern und zu erweitern und dabei zu entdecken, dass jede Perspektive eine weitere Farbe im Regenbogen ist.
Choreografie von: Rotem Weissman
Mit: Susanna Ylikoski, Karolina Szymura, Lauren Ellen Jenkins, Rotem Weissman
Konzept & Kreation: Rotem Weissman, Jin Lee, Jihun Choi
Musik: Tai Rona
Kostüme: U.Kaiju, Han Lai
Dramaturgie: Susanne Schneider
Künstlerische Unterstützung: Ceren Oran
Entstanden mit Unterstützung von Explore Dance – Dance Network for Young Audiences. Das Programm 2026 wurde gemeinsam mit dem Goethe-Institut London entwickelt und wird von diesem unterstützt. Produziert und auf Tournee gebracht wird es von The Place.