ANTIFASCISM: NOW.

Ende Januar 2026 startete in München das Regionalprojekt ANTIFASCISM: NOW. Die Ausstellung in der Lothringer 13 Halle ist Auftakt eines mehrjährigen Netzwerkprojekts, das antifaschistische Kulturarbeit aus Ost- und Südosteuropa sichtbar macht und die Frage stellt, was demokratische Kulturarbeit heute leisten kann.

 © lothringer_antifascism_now_pablo_lauf

Das vom Goethe-Institut und der städtischen Kunsthalle Lothringer 13 Halle getragene Projekt ist bewusst groß gedacht: Über drei Jahre, 14 Stationen und 12 Länder hinweg entsteht ein transnationales Netzwerk. Der Fokus liegt auf Ost- und Südosteuropa, Regionen, in denen die Fragilität demokratischer Strukturen besonders spürbar ist und in denen autoritäre Tendenzen, historischer Revisionismus und wachsender Nationalismus den Alltag prägen.

ANTIFASCISM: NOW. ist keine klassische Tournee-Ausstellung, bei der jeder Ort den gleichen Inhalt übernimmt. An jeder Station wird das Projekt lokal neu verhandelt. Lokale Stimmen, Diskurse und künstlerische Positionen fließen ein.

DIE NÄCHSTEN STATIONEN

Die Ausstellung in der Lothringer 13 Halle läuft bis Ende Juli 2026 und wird von einem umfangreichen Begleitprogramm mit Panels, Workshops und Performances begleitet. Im Oktober 2026 wird die erste Auslandsstation in Prishtina in Partnerschaft mit der NGO Reporting House präsentiert, weitere Kapitel in 2027 werden in Zagreb (Museum für zeitgenössische Kunst), Belgrad (Zentrum für künstlerische Dekontamination), Athen (Athens Epidaurus Festival) und Sarajevo (Historisches Museum von Bosnien und Herzegowina) stattfinden. Darüber hinaus sind weitere Stationen in Planung. In 2029 schließt das Projekt mit einer Gesamtpräsentation im Ludwig Forum Aachen ab.