Erasmus+: Schools: Future Labs

Erasmus+ @Colourbox

Schools: Future Labs

"Schools: Future Labs“ basierte auf Ergebnissen aus einem Pilotprojekt in Rumänien, das „Labor für Physik und Sprache“ hieß. Das Projekt hatte zum Ziel, junge Menschen besser auf das Berufsleben vorzubereiten, indem ihr Interesse und ihr Erfolg an und in MINT-Fächern und Fremdsprachen gesteigert werden. Um das zu erreichen, wurde das Engagement der Schüler*innen durch einen sozialen und kollaborativen Lernweg gefördert, ohne dass sie überfordert sind.
 
Ziel dieses Projektes war es, einen neuen Ansatz zu implementieren, bei dem Fremdsprachenerwerb (d.h., Deutsch und Spanisch) und MINT (Mathematik, Chemie-Umweltwissenschaften und Physik) durch die Anwendung der Methodik in CLIL in der 5. und 6. Klasse kombiniert werden.
 
Durch ein detailliertes System der Methodenumsetzung und Evaluation, in Zusammenarbeit mit geschätzten Bildungsexpert*innen und engagierten Forschenden, hat das Projekt die Erfolgskapazität der Bottom-up-Unterrichtsmethodik in Kombination mit Aktionsforschung untersucht. Die STEM-Fächer wurden im Tandem mit einem Sprachstudium unterrichtet, um einen integrativen Ansatz für das Lernen zu erreichen.
 
Dieses internationale Erasmus+ Projekt hat Schulen aus Griechenland, Rumänien, Bulgarien und Polen umfasst, die Material und Unterrichtsideen durch Schulungen ausgetauscht und die Methodik in der Klasse implementiert haben.
 

 
 
Schools: Future Labs - Die s:fl Methodologie
 
Um was geht es bei dem Ansatz?

Die s:fl Methodologie stützt sich auf drei Säulen:
 
  • aufgabenorientiertes (Sprachen-) Lernen (TBL: Task-Based Learning)
  • bilingualer Sachfachunterricht (CLIL)
  • inhaltsspezifische  MINT-Ansätze 

Diese Methodologie ist lernerzentriert und berücksichtigt bei Planung und Implementierung jeweils die auf das Entwicklungsniveau der Lernenden ausgerichteten Fähigkeiten und Interessen. Bei der Frage, welche Kompetenzen die Lernenden erwerben sollen, spielt die aktuelle Bildungslandschaft eine entscheidende Rolle. Fachinhalte aus MINT-Fächern sind für die Lernenden von besonderer Bedeutung.

Damit hebt s:fl als kombinierter CLIL-MINT Ansatz die entscheidende Rolle der MINT- Fächer im Bildungskontext hervor. Die Anwendung der s:fl Methodologie ist in verschiedenen „Plug-and-Play” MINT-CLIL- Lernmodulen beschrieben. Die Module sind an der Vielfalt der MINT-Fächer-Themen ausgerichtet und beziehen (generell) die Verwendung von Fremdsprachen mit ein. (Weitere Informationen unter www.sflabs.eu – Deliverables, Lesson Plans „Unterrichtspläne“). Die MINT-CLIL-Methodologie stützt sich in der s:fl-Methode auf ein fünfstufiges Vorgehen im Unterricht:

Zunächst geben die Lehrkräfte einen Impuls, z.B. über ein Experiment oder eine Idee zu einem Experiment. Dieser Implus dient der Motivation, sich mit einem Thema näher zu beschäftigen.

Anschließend formulieren die Lernenden dazu eine Hypothese. Das ist nicht so einfach. Hierfür brauchen die Lernenden insbesondere sprachliche Unterstützung.

In einer Phase der Anwendung oder Erprobung führen die Lernenden unter Anleitung ein Experiment durch und überprüfen, ob ihre Hypothesen richtig waren. Sie formulieren anschließend, was sie aus dem Experiment oder der Anwendung folgern. Auch hier brauchen die Lernenden sprachliche Hilfen in Form von fachlich korrekten Wendungen. Der Lehrer/die Lehrerin sorgt für die Festigung insbesondere der sprachlichen Strukturen, indem er/sie sukzessiv die Lernenden bei der Verallgemeinerung, dem Transfer und der Anwendung des neuen Wissens sowie der Kompetenzen auf Alltagsphänomene unterstützt.

Dieser Transfer bildet die Verifikation oder Schlussfolgerung und ist demzufolge ein entscheidender Schritt, da er schließlich darlegt, was aus dem gesamten Vorgehen zu lernen ist: Welche allgemeinen Rückschlüsse lassen sich ziehen? Wie kann man das Ergebnis auf andere Lebensumstände beziehen und allgemein verstehen? Der Transfer stellt immer eine große Herausforderung sowohl für die Lernenden als auch für die Lehrerenden dar, da hier die Lebensumstände, der Entwicklungsstand, die Erfahrungswelt der Lernenden Voraussetzung für den Grad der Erkenntnisse ist.
 
Hier das 5-stufige Modell noch einmal im Modell:
 
Fünfstufiger s:fl MINT-CLIL-Zyklus 

s:fl modell














 
Die s:fl Methodologie betrachtet die MINT-Fächer als interdisziplinär. Sie wendet denselben entdeckenden Prozess in verschieden Fachbereichen und Schwierigkeitsgraden an und zwingt die Lernenden, „über den Tellerrand“ hinauszuschauen. Sie ermöglicht viele richtige Antworten und beurteilt Misserfolge als notwendigen Bestandteil des Lernprozesses.
 
Was ist der Mehrwert von s:fl?

Die Effektivität der Methodologie wurde global als Teil des s:fl Projekts bewertet und gab Aufschluss darüber, dass:
 
  • Lernende mit dieser Methodologie dasselbe Wissens- und Kompetenzniveau erreichen wie Lernende in MINT-Fächern mit konventionellem einsprachigen Unterricht
  • Lernende ein hohes Interesse an MINT-Inhalten und MINT-Fächern  entwickeln, wenn sie eine weitere Sprache als ihre Muttersprache benutzen 
Die Lehrenden kamen zu ähnlichen Schlussfolgerungen:
  • höherer Zufriedenheitsgrad beim Unterrichten der MINT-Fächer mit dem s:fl MINT-CLIL-Ansatz
  • Bestätigung des Mehrwertes des MINT-Unterrichts in ihrem Berufsprofil 
Weiter Informationen finden Sie unter: http://www.sflabs.eu/the-evidence/