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19:30 Uhr
Jiddische Sehnsucht und sephardisches Feuer
Konzert | Liederabend über Erinnerung, Exil und Identität
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Goethe-Institut Athen
- Sprache Englisch
- Preis Eintritt frei
Das Programm vereint die ausdrucksstarke Tiefe jiddischer Lieder mit dem lebendigen musikalischen Erbe der sephardischen Juden von Thessaloniki und erkundet so zwei unterschiedliche, aber miteinander verbundene Welten des jüdischen kulturellen Gedächtnisses. Anhand von Liedern über Liebe, Sehnsucht, Krieg, Alltag und kollektive Erfahrungen zeigt es, wie die Musik die Stimmen, Sprachen und Identitäten jüdischer Gemeinschaften über die Zeit hinweg bewahrt hat.
Das Programm umfasst bekannte jiddische Lieder sowie eine Auswahl bekannter und neu entdeckter Lieder aus der sephardischen Tradition von Thessaloniki. Letztere sind das Ergebnis jahrelanger engagierter Forschung von Mariangela Chatzistamatiou, die musikalische Schätze ans Licht gebracht hat, welche die Geschichte, die kulturelle Identität und den Alltag der jüdischen Gemeinde der Stadt beleuchten.
PROGRAMM
Jiddische Lieder1. „Oifn Pripitchik“ Mark Warshawsky (1848–1907)
2. „A Yiddishe Kind“ Chana Kheytin-Vinsteyn (Lebensdaten unbekannt)
3. „Papirosn“ Herma Yablokoff (1903–1981)
4. „Tumbalalaika“ – traditionelles Lied
5. „Bai mir bistu schein“ aus „Men ken lebn nor men lozt nit“, Sholom Secunda (1894–1974)
6. „Shlof she mir shoin yankele“ – Mordechai Gebirtig (1877–1942)
7. „A Yiddishe Mamme“ von Jack und Selig Yellen (1892–1991) sowie Lew Pollack (1895–1946)
Ladino-Lieder
1. „Kuando el rey Nimrod“
2. „Hermanas, reina i kautiva“
3. Eko de un abrazo
4. El komer de la manyana
5. Non pretendas ke tu me amas
6. Ririka i
7. Üsküdara/Selanik entero yo lo kamini/Από ξένο τόπο
8. Indim havuz basina/El vistidiko blu
9. Ventanas altas tyenes tu
Mariangela Chatzistamatiou, Gesang, Mezzosopran
Vassilis Agrokostas, Gesang, Gitarre.
Dimitris Demelis, Violine
Nikolas Milonas, Schlagzeug
Zafeiris Koukouselis, Akkordeon, Klavier
Eine Veranstaltung des Instituto Cervantes Athen in Kooperation mit dem Goethe-Institut Athen.
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Mariangela Chatzistamatiou
ist eine vielseitige Künstlerin, die sich auf italienische Barockmusik des 17. Jahrhunderts spezialisiert hat, dabei aber ein flexibles Repertoire pflegt, das auch spätere und zeitgenössische Komponisten umfasst.
Seit 2017 beschäftigt sie sich systematisch mit der Erforschung und Aufführung der jüdischen Musiktradition in Griechenland. Seit 2019 ist sie als Kulturberaterin und Forscherin für die Jüdische Gemeinde von Thessaloniki und das Jüdische Museum von Thessaloniki tätig. Zudem fungiert sie als kuratorische Beraterin für Musiksammlungen im Holocaust-Museum Griechenlands, das sich derzeit im Bau befindet.
Sie hat zwei Alben veröffentlicht: „Unknown Musical Treasures of the Greek Jews“ und „Holocaust Songs of the Greek Jews“; unter dem letztgenannten Titel ist zudem ein Buch bei Alexandria Publications erschienen. Derzeit nimmt sie als Forscherin bei der Nationalen Griechischen Forschungsstiftung ihr drittes Album auf, das Lieder der sephardischen Gemeinde von Thessaloniki aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts enthält.
Sie wird regelmäßig von verschiedenen Organisationen eingeladen, Vorträge über Musik und Liedschaffen während des Holocausts zu halten.
Sie ist im Rahmen von „Iossipos“, dem digitalen Archiv für historisches Gedächtnis und Kultur der jüdischen Gemeinden Griechenlands, für die Dokumentation und Analyse von Liedern aus der jüdischen Musiktradition zuständig, die in Privatsammlungen erhalten geblieben sind.
Derzeit ist sie Doktorandin am Institut für Geschichte und Archäologie der Aristoteles-Universität Thessaloniki. -
Eko de un abrazo
ist ein neu gegründetes Musikensemble, das sich auf traditionelle und klassische Musik aus Griechenland und dem gesamten Mittelmeerraum spezialisiert hat. Zu seinen Mitgliedern zählen der renommierte byzantinische Kantor und Lyra-Spieler Vassilis Agrokostas, der Geiger Dimitris Demelis, der Akkordeonist Zafeiris Koukouselis und der Perkussionist Nikolas Milonas. Das Ensemble gab im vergangenen März sein Debüt in der Athener Konzerthalle (Megaron). Derzeit arbeitet es an seinem Debütalbum.