Common Crafts – Common Libraries

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Common Crafts – Common Libraries verbindet Bibliotheken in Europa und lädt sie ein, handwerkliche Praktiken neu zu entdecken: In Workshops, Seminaren und öffentlichen Gesprächen experimentieren Bibliotheken mit Wegen, traditionelle handwerkliche Praktiken sichtbar und erfahrbar zu machen.

Hintergrund

Common Crafts – Common Libraries bringt neun europäische Goethe-Institute in einem gemeinsamen Lern-, Austausch- und Entwicklungsprozess zusammen. Welche neuen Impulse können traditionelle handwerkliche Praktiken in Bibliotheken setzen – als Orte des Wissens, die weit über das bloße Anbieten von Büchern hinausgehen und Menschen durch praktisches Handeln miteinander verbinden?

Zu dieser Fragestellung trafen sich Bibliothekar*innen, Gestalter*innen und Kulturschaffende aus Armenien, Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Tschechien, der Türkei und der Ukraine 2025 in Athen, um gemeinsam Ansatzpunkte und Perspektiven für die Verbindung von Handwerk und Bibliotheken zu diskutieren. Praktiken wie Töpfern, Textilarbeit, Buchbinden und Gärtnern machen traditionelles Wissen unmittelbar erfahrbar. Bibliotheken werden dabei als öffentliche Räume etabliert, in denen Wissen praktisch erprobt, reflektiert und weiterentwickelt wird.

Das Projekt verbindet handwerkliche Praxis mit nachhaltigen Arbeitsweisen und neuen Formen der Wissensvermittlung. Die regionale Bandbreite der beteiligten Expertinnen und Experten ist dabei eine besondere Stärke. Unterschiedliche Erfahrungen, Ressourcen und Kontexte schaffen die Voraussetzungen für gegenseitige Inspiration und die Weiterentwicklung von Ansätzen, die lokal verankert und zugleich überregional anschlussfähig sind.

Veranstaltungen

  • Athen | Buchbinderei | Oktober 2026

    Binding The Common

    Wie kann das Handwerk des traditionellen Buchbindens in einer Bibliothek als lebendige Praxis erfahrbar werden? Dies erproben die Teilnehmenden in einem Workshop. Dabei entsteht ein kollektives produziertes, handgebundenes Buch. Den Abschluss bildet eine Performance zum Thema Wissentradierung. 

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  • Belgrad | Stickerei | März 2026

    Soft Systems - Generative Kunst und Stickerei

    Die Bibliothek des Goethe-Instituts Belgrad veranstaltete fünf Workshops zu generativer Kunst, Stickerei und neuen Technologien. Eine Abschlussausstellung präsentierte die gemeinsam entstandenen Arbeiten und zeigte die Bibliothek als Ort für kreativen Austausch und lebendige Handwerkspraxis.

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  • Bukarest | Häkelkunst | Mai 2026

    Mileu 2.0

    Wie lassen sich traditionelle Häkelkunst und künstliche Intelligenz zusammenbringen? In der Workshopreihe in Bukarest werden historische Häkeltechniken mit Hilfe von KI-Anwendungen digitalisiert und in einem offen zugänglichen Archiv bewahrt. Eine begleitende Ausstellung macht die Ergebnisse sichtbar.

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  • Istanbul | Praktiken des Reparierens | Juli 2026

    Café Reparo: Textil-Reparaturwerkstatt

    In der Textil-Reparaturwerkstatt werden Kleidungsstücke mit kleinen Defekten gemeinsam mit den Team von Onaranlar Kulübü repariert. Vermittelt werden Techniken wie Handnähen, Flicken und Visible Mending sowie grundlegende Reparaturkenntnisse für den Alltag.

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  • Jerewan | Töpferei | Mai/Juni 2026

    Natur und Ton

    Traditionelle Tonarbeit, Literatur und Naturbewusstsein verbinden sich in dieser Workshopserie für Kinder und Jugendliche aus Armenien. Inspiriert von Pflanzenmotiven entstehen Tonobjekte, die kulturelles Erbe, handwerkliche Techniken und den Blick auf die Natur miteinander verknüpfen.

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  • Kyjiw | Cricut/Plotter | Juli 2026

    Pattern Culture Lab: Ornjek

    Eine Werkstatt für Muster, Geschichten und Gemeinschaft. Die Workshops werden von der georgischen Künstlerin Ani Kananyan geleitet.

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  • Sofia/Vratsa | Linolschnitt | Juni 2026

    Linolschnitt und alte Sagen

    In Kooperation mit Partnern in Vratsa gestalteten Jugendliche aus der Region eigene Druckgrafiken mittels Linolschnitt. Das Thema waren die von der Bibliothek Vratsa gesammelten Mythen und Sagen der Region. Traditionelles grafisches Handwerk wird so zu einer Brücke zwischen den Generationen.

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  • Thessaloniki | Webkunst | April bis Mai 2026

    Verwobene Welten - Webkunst

    Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene lernen in einer Workshopreihe traditionelle Webtechniken kennen und gestalten ein eigenes Kunstwerk. Die Workshops verbinden kreatives Arbeiten mit handwerklichem Lernen und vermitteln Einblicke in die Textiltraditionen Nordgriechenlands. Eine Stadtführung zur Webtradition Thessalonikis ergänzt das Programm. 

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  • Zagreb | Gartenkunst | April bis September 2026

    Urbane, modulare Gärten

    Im Rahmen des Projekts entsteht im Goethe-Institut Kroatien ein modular aufgebauter Garten. Besonderer Wert wurde auf die Wiederverwendung von Materialien und eine einfache Montage gelegt, so dass der Garten als Modell dient, das leicht übernommen und weiterentwickelt werden kann.

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Highlights aus den Workshops

Kuratorin

Ivana Borovnjak (Kroatien)
Ivana Borovnjak ist Designerin und Kulturproduzentin aus Zagreb, die an der Schnittstelle von visueller Kultur und materiellen Praktiken arbeitet. Sie ist Mitbegründerin des Oaza-Kollektivs und leitet Initiativen in den Bereichen Handwerk, Publikation und Designförderung.

Expertinnen und Experten

Kontakt

Bibliothek des Goethe-Instituts Athen


bibliothek-athen@goethe.de
Tel.: +30 210 3661033