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19:30–21:30 Uhr

Hass

Theater|Das Theaterhaus Jena zu Gast im Theater Technis Karolos Koun

  • Theater Technis Karolos Koun, Athen

  • Sprache Deutsch, Rumänisch und Griechisch – mit griechischen und englischen Übertiteln

 Theaterhaus Jena

 Theaterhaus Jena

Eine der bedeutendsten Theaterinstitutionen Deutschlands, das radikale Theaterhaus Jena, kommt nach Athen umseine eigene, einzigartige Version des emblematischen Films „Hass" von Mathieu Kassovitz zu präsentieren.

Eine internationale Kooperation des Theater Technis mit dem Theaterhaus Jena und der Gruppe Spectrum von Pantelis Flatsousis. Die Aufführung, an der Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und Griechenland in einer länderübergreifenden Zusammenarbeit beteiligt sind, wird auf Deutsch, Rumänisch und Griechisch präsentiert – mit griechischen und englischen Übertiteln.

Geeignet für Zuschauer ab 16 Jahren.

Hass /Μίσος/Ură

basiert auf dem Film „La Haine" von Mathieu Kassovitz

Der Film „La Haine" (1995) von Mathieu Kassovitz ist zugleich ein Film des Stillstands und der Explosion: 24 Stunden im Leben dreier junger Männer, gefangen zwischen den Vorstädten/banlieues, Polizeigewalt und der ständigen Bedrohung gesellschaftlicher Auslöschung. Der Film erzählt von Freundschaft und Wut, von Ohnmacht, Perspektivlosigkeit und der Frage, wie Gewalt entsteht und wie sie sich überträgt. Das berühmte Zitat „so far so good" (bis hierhin läuft alles gut) gilt auch heute noch: ein Mantra der Verleugnung in einer Gesellschaft im freien Fall.

Die internationale Zusammenarbeit mit der griechischen Theatergesellschaft Spectrum und dem Theater Techni Karolos Koun nimmt den Film „Hass" zum Ausgangspunkt, um die zeitgenössischen Lebensformen am Rande der Gesellschaft zu untersuchen.

Neue Texte, die im Rahmen des Masterstudiengangs Professionelles Kreatives Schreiben der Friedrich-Schiller-Universität Jena entstanden sind, übertragen die Motive, Figuren und Konflikte des Films in die heutige Wirklichkeit der Peripherie von Jena.

Es entstehen Szenen junger Menschen, die zwischen ihren Herkunftsorten und Entwurzelung gefangen sind, zwischen Plattenbauten und global konstruierten Bildwelten, zwischen sozialer Unzufriedenheit und dem Aufstieg autoritären und faschistischen Denkens.

Der Hip-Hop-Soundtrack, der eigens für die Produktion vom Künstler Sorbas entwickelt wurde, knüpft an die musikalische DNA des Films „La Haine" an, in dem der Rap eine zentrale Rolle als Stimme der Straße und als Ausdruck von Widerstand und Selbstverwirklichung spielt.

Es geht nicht um eine Wiederholung des Films, sondern um seine Aktualisierung.

Was bedeutet Hass heute? Wer darf sprechen, wer wird gehört, wer verschwindet, wer wird unsichtbar?
Wie verändern sich Gewalt, Widerstand und Solidarität in einer Zeit sozialer Netzwerke, verschärfter Ausgrenzung und politischer Radikalisierung?

Hinweis: Das Stück behandelt Themen wie Gewalt, Sexismus, Drogenkonsum und Suizid. Die Produktion nähert sich diesen Themen offen und direkt und kann emotional herausfordernd sein. Bei einigen Zuschauern könnten bestimmte Szenen schmerzhafte Erinnerungen oder Gefühle hervorrufen.

Besetzung:

Ioana Nițulescu, Anna Maria Papaioannou, Florian Thongsap Welsch
Konzept, Bühnenbild, Regie: Daniele Szeredy Idee, Dramaturgie: Josef Bäcker Video: Gelly Pedefu Live-Musik: Simon Schwan (Sorbas) Kostüme: Shayenne Regieassistenz: Ioanna Lioutsia Requisitenassistenz: Lenni Hofer Produktion: Maria Bornhorn

Förderung: Kulturstiftung des Bundes. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Der Theateraustausch zwischen Jena und Athen findet in Zusammenarbeit mit der Gruppe Spectrum und dem Theater Techni Karolos Koun statt. In Kooperation mit dem Masterstudiengang Professionelles Kreatives Schreiben der FSU Jena.

Dieses Gastspiel wird gefördert vom Auswärtigen Amt und vom Goethe-Institut Athen unterstützt.

Programm:

Donnerstag, 28. Mai 2026
19:30 – 19:40 Uhr: Einführungsvortrag
20:00 – 21:30 Uhr: Aufführung

Freitag, 29. Mai 2026
20:00 – 21:30 Uhr: 2. Aufführung
21:30 Uhr: Publikumsgespräch im Anschluss an die Aufführung

Samstag, 30. Mai 2026
19:30 – 19:40 Uhr: Einführungsvortrag
20:00 – 21:30 Uhr: 3. Aufführung