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20:00 Uhr

Solo Sunny

Film|Regie: Konrad Wolf

100 Jahre Konrad Wolf | Soundtrack Film Festival 2025

DDR 1980, 104 min., Deutsch mit hebräischen UT

Ostberlin, Ende der 70er Jahre. Sunny lebt im bröckelnden Prenzlauer Berg. Als Schlagersängerin schick aufgemacht, tingelt sie mit einer Band durch Lokale und Kulturhäuser der DDR. Für ihren Traum von einer Solo-Karriere gibt sie sogar ihren Job in einer Fabrik auf, doch die Wirklichkeit bleibt unglamourös. Die Nachbarn stören sich an ihrem Lebenswandel; die Männer können ihre Ansprüche nicht erfüllen; das Publikum reagiert borniert und die Band wirft sie schließlich raus. Aber Sunny gibt nicht auf …

In "Solo Sunny" trifft ein individueller Glücksanspruch auf eine verhärtete Gesellschaft.
Solo Sunny ist einer der großen Klassiker der DEFA. Basierend auf der wahren Geschichte der Sängerin Sanije Torka porträtiert der Film eine Frau, die keine Kompromisse eingeht: frech, unverblümt, authentisch. Der letzte Film des ostdeutschen Starregisseurs Konrad Wolf – Namensgeber der ältesten deutschen Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg – wurde von Wolfgang Kohlhaase geschrieben und wagte es, durch seine aufsässige Protagonistin subversiv und offen gesellschaftskritisch zu sein. Nachdem Renate Krößner auf der Berlinale 1980 den Silbernen Bären gewann und der Film zudem mit dem Kritikerpreis der FIPRESCI ausgezeichnet wurde, wurde Solo Sunny rasch ein Kassenschlager. Zu seinem Erfolg trug nicht zuletzt der Soundtrack bei, der in Zusammenarbeit zwischen dem Musiker und Komponisten Günther Fischer und der Jazzsängerin Regine Dobberschütz entstand, die alle Songs von Sunny interpretierte.

Weitere Vorführungen:
20.11.25 Cinematheque Tel Aviv
24.11.25 Cinematheque Haifa
24.11.25 Cinematheque Herzliya
25.11.25 Cinematheque Holon