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Max Mueller Bhavan | Indien

Bangalore / Hampi Lab
Seide

Das Bangalore Lab, das im November 2026 stattfindet, untersucht das Potenzial von Seide als Material für Design und künstlerische Praxis. Die teilnehmenden Künstler*innen werden dabei von dem Künstler Yashas Shetty (Indien) betreut.

BangaloreLab Bio Design South Asia © Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan

Über das Lab

Das Lab in Bangalore erforscht zwei miteinander verknüpfte Forschungsrichtungen, die das bislang ungenutzte Gestaltungspotenzial biologischer Fasern untersuchen.

Silk Origami baut auf der Rolle Karnatakas als Herkunftsregion von fast 70 % der indischen Seidenproduktion auf. Inspiriert von der Idee, dass sich Seidenstrukturen ähnlich wie Solarpaneele im Weltraum entfalten könnten, untersucht das Projekt, wie Seidenraupen dazu angeleitet werden können, ihre Fäden auf biogedruckte Gerüststrukturen mit integrierten Faltgeometrien zu spinnen. Die Gerüste werden aus Zellulose und Lignin entwickelt, die aus landwirtschaftlichen Reststoffen gewonnen werden. Sie entstehen in Zusammenarbeit mit altM, werden bei ArtScienceBLR gefertigt und gemeinsam mit dem Central Silk Board, dem Indian Institute of Science (IISc) und dem National Centre for Biological Sciences (NCBS) getestet. Ziel ist es zu untersuchen, ob die dabei entstehende Seide diese programmierten Formen aufnehmen, bewahren, falten und wieder entfalten kann.

Statische Elektrizität als biologisches Phänomen untersucht die inhärenten elektrostatischen Eigenschaften biologischer Fasern – Eigenschaften, die in der industriellen Produktion häufig übersehen werden. In der Arbeit mit Seide und in Zusammenarbeit mit IISc und NCBS zielt das Projekt darauf ab, Instrumente und Umgebungen zu entwickeln, die diese unsichtbaren elektrischen Eigenschaften durch sinnliche Erfahrungen erfahrbar machen.

Beide Forschungsstränge verbindet eine zentrale Frage: Wie können die lebendigen Eigenschaften biologischer Fasern zu aktiven Materialien für Gestaltung und Design werden?