Vietnam, Algerien, Bali, Ägypten, Indien, Kambodscha, Laos, Sri Lanka… die Liste der Länder, aus denen der Berliner Zeichner Reinhard Kleist Reiseskizzen mitgebracht hat, ist lang. Auch in China war er im Auftrag des Goethe-Instituts für einen Workshop mit dortigen Comiczeichnern.
Wenn Reinhard Kleist zeichnet, dann versucht er das, was er sieht, in den Zeichnungen so wiederzugeben, dass der Betrachter ein Gefühl für den Ort entwickeln kann. Von Atmosphäre und Stimmung bis hin zu solchen Dingen wie Temperatur.
Dass man sie aus dem All sieht, ist ein Mythos. Trotzdem: Die Chinesische Mauer ist mit 8851,8 Kilometern das größte, jemals von Menschenhand geschaffene Bauwerk. Mehr als anderthalb Jahrtausende wurde an der Chinesischen Mauer gebaut, vom 3. Jahrhundert vor Christus bis zur Ming-Dynastie (1368-1644). Sie ist eines der sieben Weltwunder der Neuzeit. Heute besuchen jährlich etwa zehn Millionen Touristen die große Mauer.
Jonas Engelmann über „Reiseskizzen aus China“
Und auch der staunende Blick des Besuchers aus dem Westen wird im Bild eingefangen, wenn sich etwa die „große Mauer“ am Horizont auflöst, ihr Ausmaß kaum in eine Zeichnung zu packen ist."