Logo Goethe-Institut

Max Mueller Bhavan | Indien

|

16:30 Uhr

Berlin um die Ecke (1966) von Gerhard Klein

Filmvorführung|Behind the Wall - Films from East Germany

  • Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Bangalore, Bangalore

  • Sprache Deutsch mit englischen Untertiteln
  • Preis Eintritt frei!

Berlin Around the corner © DEFA

Berlin Around the corner © DEFA

Wir laden Sie zu einer Vorführung von Berlin um die Ecke(1966) unter der Regie von Gerhard Klein ein. Eine Vorführung aus unserer laufenden Filmreihe German Cinema in Focus, kuratiert von Shivani. Derzeit werden ausgewählte Filme aus Ostdeutschland gezeigt.

Berlin in den 1960er Jahren. Olaf und Horst sind zwei junge Metallarbeiter, die ihre älteren Kollegen mit Kritik an den veralteten Arbeitsgeräten und dem Mangel an Materialien provozieren – ganz zu schweigen von ihrer Vorliebe für Lederjacken und Motorräder. Olaf und Horst werden zum Zielscheibe der Hauszeitung, und der Generationskonflikt eskaliert.
 
Berlin um die Ecke
von Gerhard Klein
1966 | 85 Min. | Schwarzweiß | Deutsch mit englischen Untertiteln

Gerhard Klein war gebürtiger Berliner (geb. 1920), dessen filmisches Werk immer wieder auf seine Faszination für diese Stadt zurückkommt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er wegen seiner Beteiligung am Widerstand gegen die Nationalsozialisten verhaftet. Klein war Autodidakt und begann nach dem Krieg als Karikaturist und Dokumentarfilmer zu arbeiten. 1946 begann er als Dokumentarfilmregisseur und Drehbuchautor für die DEFA zu arbeiten, wo er unter anderem das Drehbuch für Joop Huisken's Kurzfilm Stahl (1950) schrieb. 1952 trat er dem DEFA-Studio für Spielfilme bei, wo er maßgeblich am Aufbau der Produktion von Kinderfilmen beteiligt war. Dort konnte er seinen Traum verwirklichen, Filme zu drehen, die die Poesie des Alltags und seine Faszination für sein geliebtes Berlin zum Ausdruck brachten.

Klein produzierte eine Reihe von vier Filmen, die als „Berlin-Filme“ bekannt sind. Obwohl Klein mit nationalen Auszeichnungen geehrt wurde, wurden seine Filme oft von dogmatischen Filmbeamten kritisiert. Sie befanden beispielsweise, dass der Einfluss des italienischen Neorealismus, der in dem Kinohit Berlin – Ecke Schönhauser deutlich zu erkennen war, ein ästhetisch unangemessenes Vorbild für einen sozialistischen Staat sei; und der vierte Berlin-Film, Berlin um die Ecke, wurde 1966 von ostdeutschen Beamten verboten und durfte erst 1987 veröffentlicht werden. Die Beamten bemängelten auch seinen früheren Film Der Fall Gleiwitz, der einen zentralen Moment der Nazi-Schande darstellt, weil sie meinten, sein kraftvoller Stil würde zu sehr der Nazi-Ästhetik ähneln.

Gerhard Klein starb 1970 während der Arbeit an dem Krimi Leichensache Zernik, der im Berlin der Nachkriegszeit spielt. Der Film wurde von Kleins Assistent und Schüler, dem DEFA-Regisseur Helmut Nitzschke, fertiggestellt.

Eintritt frei!