Dresden Frankfurt Dance Company / William Forsythe/ Ioannis Mandafounis

Tanz | Im Rahmen vom Romaeuropa Festival 2025

Auf dem Bild links der Tänzer Sam Young-Wright von der Dresden Frankfurt Dance Company in William Forsythes <i>Undertainment</i> auf. Rechts im Bild sind elf Tänzerinnen und Tänzer für die Aufführung <i>Lisa</i> von Ioannis Mandafounis zu sehen. Foto links (Detail): Sam Young-Wright der Dresden Frankfurt Dance Company, © Stephan Floss; Foto rechts (Detail): © Dominik Mentzos

Auf dem Bild links treten die Tänzer Ido Toledano und Sam Young-Wright von der Dresden Frankfurt Dance Company in William Forsythes <i>Undertainment</i> auf. Rechts im Bild sind elf Tänzerinnen und Tänzer für die Aufführung <i>Lisa</i> von Ioannis Mandafounis zu sehen. Foto links (Detail): Ido Toledano und Sam Young-Wright der Dresden Frankfurt Dance Company © Stephan Floss; Foto rechts (Detail): © Dominik Mentzos

Im Rahmen der 40. Ausgabe des Romaeuropa Festivals 2025 werden die Tänzerinnen und Tänzer der Dresden Frankfurt Dance Company am 9. und 10. September 2025 zwei spannende Tanzprojekte in nationaler Erstaufführung zeigen: „Undertainment” von William Forsythe und „Lisa” von Ioannis Mandafounis.

Undertainment
William Forsythe, der als einer der wichtigsten Choreografen des späten 20. Jahrhunderts gilt, leitete von 1984 bis 2004 das Ballett Frankfurt und von 2005 bis 2015 The Forsythe Company, das später in „Dresden Frankfurt Dance Company” umbenannt wurde. Nun kehrt er mit der Kompanie zurück und präsentiert ein neues Stück, das auf Improvisation basiert. Wie in einem Kaleidoskop lässt der Choreograf innerhalb eines klaren und strukturierten Rahmens unvorhersehbare und überraschende Muster entstehen. Er lädt die Tänzer ein, das von ihnen selbst geschaffene Bewegungssystem bis an seine Grenzen zu erforschen.

Lisa
Im zweiten Teil des Abends ist der griechische Choreograf und Tänzer Ioannis Mandafounis, der seine Ausbildung in den Reihen der Forsythe Company erhielt und sie derzeit leitet, im Programm. Seine „Live-Choreografie“ Lisa ist ein Experiment, bei dem die Tänzer die Bühne spontan übernehmen, begleitet von der Musik von Gabriel Fauré und den Versen des Dichters und Essayisten Ossip Mandelstam. Die Dresden Frankfurt Dance Company präsentiert mit dieser Produktion eine künstlerische Vision, die ihre historischen Wurzeln mit zeitgenössischen Experimenten verwebt.


Mit Unterstützung des deutschen Auswärtigen Amtes und des Goethe-Instituts

Biografien

  • William Forsythe

    Choreograf

    Er ist seit über 50 Jahren als Choreograf tätig. Seine Werke sind dafür bekannt, die Praxis des Balletts aus der Identifikation mit dem klassischen Repertoire gelöst und zu einer dynamischen Kunstform des 21. Jahrhunderts transformiert zu haben. Er tanzte mit dem Joffrey Ballet und später mit dem Stuttgarter Ballett, dessen Hauschoreograf er 1976 wurde. 1984 begann seine 20-jährige Tätigkeit als Direktor des Balletts Frankfurt. Nach der Auflösung des Balletts im Jahr 2004 gründete er ein neues Ensemble, The Forsythe Company, dass er von 2005 bis 2015 leitete.
    Forsythes tiefgreifendes Interesse an den organisatorischen Grundprinzipien der Choreografie hat ihn dazu geführt, ein breites Spektrum an Projekten in den Bereichen Installation, Film und internetbasierter Wissensentwicklung zu realisieren.

    Forsythe hat zunehmend auch Performance-, Film- und Installationsarbeiten als Auftragswerke entwickelt. Diese von ihm als Choreographic Objects bezeichneten Werke werden in zahlreichen Museen und Ausstellungen gezeigt.
    Forsythe hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig, den FAUST-Preis für deutsches Theater und den Kyoto-Preis.

  • Ioannis Mandafounis

    Choreograf

    Er wurde in Athen geboren und studierte Tanz am Pariser Konservatorium. Bevor er seine Laufbahn als freier Choreograf einschlug, war er Tänzer beim Ballett der GöteborgsOperan, beim Nederlands Dans Theater II und bei The Forsythe Company. 2009 rief er mit Fabrice Mazliah und May Zarhy das erfolgreiche Frankfurter Kollektiv mamaza ins Leben. Zur gleichen Zeit leitete Ioannis Mandafounis seine eigene Company in der Schweiz und tourte weltweit. Im Zuge seiner Laufbahn als Choreograf kreierte er Auftragswerke für eine Vielzahl internationaler Kompanien, darunter das Ballet de l'Opéra de Lyon, das Grand Théâtre de Genève, Corpus des Royal Danish Ballets, das Greek National Opera Ballet, das Nationaltheater in Athen, das Theater Junge Generation Dresden, Norrdans, das Gärtnerplatztheater in München und das Regionteater Väst. Darüber hinaus wurden seine Choreografien weltweit in renommierten Theatern gezeigt.
    Er erhielt 2002 eine Auszeichnung vom griechischen Kulturministerium und wurde 2015 mit dem Schweizer Kulturpreis in der Kategorie herausragender männlicher Tänzer ausgezeichnet.
    Basierend auf der von ihm entwickelten choreografischen Methodik zeichnet sich Mandafounis‘ Arbeit durch einen stark partizipatorischen Ansatz und eine ständige Suche nach innovativen Wegen aus, um das Publikum in seine Aufführungen einzubeziehen.

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