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Klosterstraße 38-42, Berlín, 13581 Spandau
„Mayas en Berlin“ von Tomer Linaje

Tomer Linaje - Mayas en Berlin© Tomer Linaje, Foto: Sehr Bueno

Der Tod trägt eine Jademaske

​Eine der berühmtesten Kulturen der Welt sind die Maya, eine mesoamerikanische Zivilisation, die sich in der Vorklassik von der Halbinsel Yucatán über den westlichen Teil Honduras und El Salvador erstreckte. 

Als große Astronomen, Landwirte und Mathematiker gelten sie als große Inspiration und Bezugspunkt in der Entwicklung der Menschheit in Amerika.

Der mexikanische Künstler Tomer Linaje war von dieser Kultur so fasziniert, dass er ein Wandbild schuf, das den Maya einen kleinen Tribut zollt: „Ich war entschlossen etwas zu malen, das die mexikanische Kultur repräsentiert, und zu dieser Zeit beschäftigte sich mein Sohn mit der Maya-Kultur, also sahen wir uns die ganze Zeit Filme über sie an", sagt er.
 

Die wahre Essenz von Graffiti zeigt sich beim Malen in der Nacht.

Tomer Linaje - Mayas en Berlin © Tomer Linaje, Foto: Sehr Bueno Mayas en Berlín (Die Maya in Berlin) ist das Wandbild, das er in der Berliner Klosterstraße ausgeführt hat, in dem er Kindheit und Reife, geteilt durch den Tod, darstellt. Der Tod trägt eine Jademaske und zeigt Merkmale der Maya-Kultur wie Ohrvergrößerungen, Frisuren und Gesichtstattoos. Das Werk ist in einem realistischen Stil gehalten und spielt mit Proportionen, um in großem Maßstab ein Gefühl der Abgeschiedenheit und Nähe zu vermitteln.

Aber es blieb nicht bei einer einfachen Darstellung von Porträts mit Maya-Eigenschaften. Tomer Linaje wob dem Werk eine persönliche und sehr emotionale Bedeutung ein: „Es war eine Chance, meinem Sohn aus der Ferne ein kleines Geschenk zu machen, weil ich ihn nicht mit nach Deutschland bringen konnte. Um ihn wissen zu lassen, dass er trotzdem bei mir war”, sagt er.

Tomer Linaje

Rafael Medina Martínez, besser bekannt als Tomer Linaje, ist ein autodidaktischer plastischer Künstler, der sich seit dem Gymnasium für Street Art interessiert. Obwohl er am Anfang nur seinen Namen auf öffentliche Wände schrieb, verdiente er sich mit Zeit und viel Beständigkeit einen Platz unter den anerkanntesten mexikanischen Wandmalern der Welt, von der Insel Holbox und dem Valle de Bravo bis hin zu São Paulo und Deutschland: Ich bin ein Autodidakt. Ich habe mit Beständigkeit, Experimentierfreude und durch Kunstgeschichte gelernt, und durch die Videos anderer Künstler", sagt er.
 
Sein hyperrealistischer Stil porträtiert mexikanische Figuren und Tiere: Von Mädchen aus Puebla bis zur allseits beliebten Frida Kahlo, vom berühmten mexikanischen Nackthund bis zum eleganten Jaguar, aber seine größte Inspiration ist sein Sohn, den er in seinen Werken auf verschiedene Weise dargestellt hat.



Während seines Aufenthalts wollte Tomer Deutschland besser kennenlernen, weshalb er beschloss, eine Reise in die Hauptstadt Berlin zu unternehmen. Allerdings führten die wenigen kulturellen Gemeinsamkeiten dazu, dass er sich für Bus statt Bahn entschied: “Ich verirrte mich in Deutschland, weil der Reisebus, den ich nehmen wollte, nicht fuhr, weshalb ich bis um 4 Uhr nachts an den Ort zurücklaufen musste, wo ich war, weinend vor Verzweiflung. Aber am nächsten Tag versuchte ich es nochmal und war erfolgreich”, sagt er.
 
 

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