Filmreihe B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979-1989

Grafik Filmreihe Berlin

Di, 05.03.2019

Goethe-Institut Mexiko

Tonalá 43
(zwichen Colima und Durango)
06700 México, D.F.

Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck, Heiko Lange, 92 Min., 2015

Wenn eine Bar Risiko heißt und der Frontmann der Einstürzenden Neubauten, Blixa Bargeld, hinter der Bar die Drinks ausschenkt, dann weiß man, dass man in einer von Berlins besten Zeiten gelandet ist – zumindest der besten Zeit West-Berlins.

Der britische Musiker, Labelmacher und Militärfetischist Mark Reeder aus Manchester, dessen Begeisterung für elektronische Musik ihn Ende der Siebzigerjahre nach Berlin verschlagen hat, wo anscheinend – und zum Glück! – alles mitgefilmt wurde, was er dann erlebte. Mark Reeder ist Host und Moderator jener Zeitreise ins untergangene Westberlin am Ende der Kalten Kriegs.
 
„B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979-1989“ ist weniger Dokumentation, als raffiniert aus dokumentarischem Material kompilierte Erzählung. Eine hochgradig subjektive Liebeserklärung und zugleich eine erstaunlich materialreiche kartografische Unternehmung. Ein herzliches Wiedersehen mit sich selbst für alle, die dabei waren. Und geradezu bewusstseinserweiternd für all die Zugezogenen, die behaupten, sie wüssten, wo der Bär steppt, oder gar, er habe sowieso erst 1990 angefangen zu steppen. 
 
Ein Jahrzehnt Westberliner Subkultur in Originalaufnahmen, atemberaubend aneinandergeschnitten – und eine Geschichte der Stadt im letzten Jahrzehnt vor dem Ende des Kalten Kriegs erzählend. 
 

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