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18:00 Uhr
Buchklub
Diskussion|Walter Kempowski „Alles umsonst“
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Goethe-Institut Krakau, Kraków
- Sprache Polnisch
„Alles umsonst”- Die Handlung des Romans spielt im Januar 1945 in Ostpreußen. Im verfallenden Gutshof der Familie von Globig, dem Georgenhof, treffen nach und nach verschiedene Flüchtlinge ein: eine nationalsozialistisch gesinnte Geigerin, ein systemkritischer Maler, ein baltischer Baron, zeitweise findet sogar ein jüdischer Geflüchteter dort Zuflucht. Trotz der sich abzeichnenden Niederlage geht das Leben der Familie weiter – ebenso banal wie immer.
„Alles umsonst“ zeigt ohne Pathos und Sentimentalität, oft mit sarkastischem Humor, den moralischen, kulturellen und materiellen Untergang der deutschen Welt in Ostpreußen . Kempowski stellt grundlegende Fragen nach Schuld, Verantwortung und Verstrickung der Eliten – des Bürgertums, der Gutsbesitzer, Beamten, Lehrer und Geistlichen – in den Nationalsozialismus. Der Roman erschien 2006 in Deutschland und wurde von der deutschen, später auch der englischsprachigen Kritik einstimmig als herausragendes Werk gewürdigt. 2023 veröffentlichte der Verlag ArtRage die polnische Übersetzung des Romans von Małgorzata Gralińska.
Walter Kempowski wurde 1929 als Sohn eines Reeders in Rostock geboren. 1948 wurde er aus politischen Gründen von einem sowjetischen Militärtribunal zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Nach acht Jahren im Zuchthaus Bautzen wurde er entlassen. Kempowski studierte in Pädagogik und ging als Lehrer aufs Land. Ab Mitte der sechziger Jahre arbeitete er planmäßig an der auf neun Bände angelegten "Deutschen Chronik" (1971-1984). In den Jahren 1993-2005 erschien das zehnbändige "Echolot", für das er höchste internationale Anerkennung erntete. 2026 erschien sein letzter Roman "Alles umsonst". Walter Kempowski starb 2007.
Als Gast nimmt am Buchclub Dr. Katarzyna Trzeciak teil, Literaturkritikerin und Literaturwissenschaftlerin an der Jagiellonen Universität, Autorin wissenschaftlicher Veröffentlichungen, Mitherausgeberin des literaturkritischen Podcast "Book's not dead". Sie arbeitet mit der Wochenzeitschrift Tygodnik Powszechny und der Monatszeitschrift Nowe Książki zusammen.
„Alles umsonst“ zeigt ohne Pathos und Sentimentalität, oft mit sarkastischem Humor, den moralischen, kulturellen und materiellen Untergang der deutschen Welt in Ostpreußen . Kempowski stellt grundlegende Fragen nach Schuld, Verantwortung und Verstrickung der Eliten – des Bürgertums, der Gutsbesitzer, Beamten, Lehrer und Geistlichen – in den Nationalsozialismus. Der Roman erschien 2006 in Deutschland und wurde von der deutschen, später auch der englischsprachigen Kritik einstimmig als herausragendes Werk gewürdigt. 2023 veröffentlichte der Verlag ArtRage die polnische Übersetzung des Romans von Małgorzata Gralińska.
Walter Kempowski wurde 1929 als Sohn eines Reeders in Rostock geboren. 1948 wurde er aus politischen Gründen von einem sowjetischen Militärtribunal zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Nach acht Jahren im Zuchthaus Bautzen wurde er entlassen. Kempowski studierte in Pädagogik und ging als Lehrer aufs Land. Ab Mitte der sechziger Jahre arbeitete er planmäßig an der auf neun Bände angelegten "Deutschen Chronik" (1971-1984). In den Jahren 1993-2005 erschien das zehnbändige "Echolot", für das er höchste internationale Anerkennung erntete. 2026 erschien sein letzter Roman "Alles umsonst". Walter Kempowski starb 2007.
Als Gast nimmt am Buchclub Dr. Katarzyna Trzeciak teil, Literaturkritikerin und Literaturwissenschaftlerin an der Jagiellonen Universität, Autorin wissenschaftlicher Veröffentlichungen, Mitherausgeberin des literaturkritischen Podcast "Book's not dead". Sie arbeitet mit der Wochenzeitschrift Tygodnik Powszechny und der Monatszeitschrift Nowe Książki zusammen.
Ort
Goethe-Institut Krakau
ul. Podgórska 34
31-536 Kraków
Polen
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Polen
Aus organisatorischen Gründen wird um eine vorherige Anmeldung unter: Elzbieta.Jelen@goethe.de gebeten.