Mit dem Schuljahr 2017/18 trat in Polen eine umfassende Bildungsreform in Kraft. Diese Reform bewirkte tiefgreifende Veränderungen für das Fremdsprachenlernen in öffentlichen Schulen. Die zweite Pflichtfremdsprache, in unserem Fall Deutsch, war vor der Reform insbesondere in der gymnasialen Stufe der Klassen 7-9 sehr stark. Durch die Integration dieser Schulform in die Grundschulen wurde häufig die zweite Fremdsprache neu ausgehandelt bzw. durch die Einrichtung bilingualer Zweige neu aufgestellt. Nicht immer hat man sich hier für Deutsch entschieden. Spanisch oder auch Chinesisch konkurrieren stark mit Deutsch. Die Anzahl an erteilten Unterrichtseinheiten in Deutsch ist zudem drastisch gesunken, für Übertrittsprüfungen oder Abschlussprüfungen (Abitur) wird das Fach Deutsch kaum noch gewählt.
Zahlreiche Schulen treten an uns mit der Bitte heran, eine engere Kooperation mit dem Goethe-Institut eingehen zu können. Sie versprechen sich dadurch eine verstärkte Werbewirksamkeit für Deutsch. Mit einem exklusiven Angebot soll Schulen dies gelingen können. Darüber hinaus wird ein Netzwerk von engagierten Schulen in Polen entstehen.