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18:00 Uhr

„Nahschuss“

Filmaufführung |„Montagskino bei Goethe“

  • Bibliothek Goethe-Institut Warschau, Warszawa

  • Sprache Deutsch mit polnischen Untertiteln
  • Preis Eintritt frei

„Nahschuss“ © Goethe-Institut

In der Reihe „Montagskino bei Goethe“ zeigen wir den Film „Nahschuss“ von Franziska Stünkel aus dem Jahr 2021 auf Deutsch mit polnischen Untertiteln.
 
© Goethe-Institut


Zweite Hälfte der 70er Jahre. Der in Ostberlin lebende Franz Walter hat soeben an der Humboldt-Universität promoviert. Der Auslandsnachrichtendienst der DDR bietet ihm einen Job und die Nominierung zum Professor sowie eine seiner künftigen Position angemessene Wohnung an, deren Standard weit über den Möglichkeiten eines Durchschnittsbürgers steht. Der darauf stolze junge Wissenschaftler lädt seine Verlobte in die Wohnung ein. Diese sagenhafte Aussicht auf ein neues Leben und auf erfolgreichen beruflichen Werdegang wird lediglich durch ein vermeintlich kleines Detail beeinträchtigt. Im Gegentausch für die gewährleisteten Begünstigungen erwartet der Staat von ihm, dass er ein Jahr lang mit dem Ministerium für Staatssicherheit, also mit der STASI zusammenarbeitet. Für einen loyalen Staatsbürger, wie Franz Walter, ist es kein größeres Problem, die Verpflichtung zur Zusammenarbeit unterschreibt er beinahe im Fluge. Die erste Aufgabe, die er bekommt, besteht darin, einen ehemaligen DDR-Fußballspieler, dem die Republikflucht gelungen ist und der jetzt in einem Hamburger Fußballklub spielt, zur Rückkehr in die DDR zu bewegen. Die Methoden, deren sich seine Dienstkameraden bedienen, sind Maßnahmen, die auch heute sehr gut bekannt sind: Provokationen, falsche Anschuldigungen, Einmischung ins Privatleben. Als das Leben des Fußballspielers auf dem Spiel steht, entschließt sich Walter, auszusteigen. 

Franziska Stünkel wurde 1973 in Göttingen geboren. Seit 1994 studierte sie an der Hochschule für Bildende Kunst in Kassel, wo sie ihre Ausbildung zur Drehbuchautorin und Filmregisseurin absolvierte, danach studierte sie Filmwissenschaften in Hildesheim. 1999 nahm sie ein Filmstudium an der Fachhochschule Hannover auf. Bereits als Studentin drehte sie mehrere Kurzfilme, die zahlreiche Preise bei internationalen Festivals erhielten. Sie debütierte mit dem Spielfilm „Vineta“ (2006), einer Verfilmung des Theaterstücks von Moritz Rinke, wofür sie den Otto-Sprenger-Preis  für den besten Debütfilm erhielt. Sie ist ebenfalls Kunstfotografin, ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Galerien und Museen gezeigt und gewürdigt. Der „Nahschuss“ ist ihr zweiter abendfüllender Film.

Nahschuss
Deutschland, 2021, 116'
Regie und Drehbuch: Franziska Stünkel
Kamera: Nicolai von Graevenitz
Besetzung: Cast Lars Eidinger, Devid Striesow, Luise Heyer, Peter Benedict
Produktion: Companies Network Movie, Franks Filmproduktion, C-Films in Koproduktion mit dem ZDF und ARTE

Teilnahme an Festivals: Berlinale 2021, München 2021, Internationales Filmfestival Chicago 2021.

Preise und Auszeichnungen: One-Future-Preis für Franziska Stünkel, Filmfest, München 2021

Nach der Aufführung laden wir zu einem Gläschen Wein ein.

FSK ab 16 Jahre