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18:00 Uhr

Verena Kessler „Eva”

Literatur|Autorentreffen

  • Bibliothek Goethe-Institut Warschau, Warszawa

  • Sprache Mit deutsch-polnischer Simultanübersetzung
  • Preis Eintritt frei

Verena Kessler „Eva” © Wydawnictwo Filtry

Verena Kessler „Eva” © Wydawnictwo Filtry

 Der Roman „Eva“ von Verena Kessler wurde im Frühjahr 2026 in polnischer Übersetzung von Małgorzata Gralińska im Verlag Filtry veröffentlicht. Das Gespräch mit der Autorin in Warschau moderiert die Journalistin Agata Napiórska.

Was, wenn Sina nicht schwanger werden kann? Wenn Mona nie Kinder bekommen hätte? Wäre die Welt dadurch ein besserer Ort? Ja, findet Klimaaktivistin Eva Lohaus: Nur ein Geburtenstopp kann unseren Planeten noch retten. Während sie mit den Konsequenzen ihrer radikalen Vision kämpft, hadern die Schwestern Sina und Mona mit ihren eigenen Lebensentwürfen. Aus der Ferne beneiden, aus der Nähe bemitleiden sie sich, gemeinsam versuchen sie, Verantwortung und Erwartungsdruck zu widerstehen. Doch erst die Begegnung mit Monas neuer Nachbarin verändert unseren Blick aufs Muttersein wirklich.
Was spricht heute gegen, was für eigene Kinder? In ihrer präzisen und bestechend schmucklosen Sprache erzählt Verena Kessler von vier Frauen, die ihre ganz eigenen Antworten auf diese Frage finden.

„Kessler gelingt es, vier verschiedene Meinungen zu einem höchst kontroversen Thema abzubilden, ohne dass der Roman selbst Stellung bezieht. … Besonders in diesem Kontext ist Verena Kesslers "Eva" lesenswert, leistet er doch mit seiner nüchternen emotionalen Klarheit etwas, was aufgeheizte Talkshowdebatten nur verfehlen können.“ Emilia Kröger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.07.2023

Verena Kessler, geboren 1988 in Hamburg, lebt in Leipzig, wo sie am Deutschen Literaturinstitut studierte. Ihr Debütroman „Die Gespenster von Demmin“ wurde für zahlreiche Preise nominiert und mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium ausgezeichnet. 2023 veröffentlichte der Verlag Hanser Berlin der Roman Eva, für den sie den Literaturpreis „Der zweite Roman“ erhielt. Zuletzt erschien ihr Roman „Gym“, der die für unsere Zeit so typische Besessenheit vom perfekten Körper thematisiert.

Das Buch erschien dank der Übersetzungsförderung des Goethe-Instituts und der finanziellen Unterstützung der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit.